Wenn du im Sommer durch die Wiesen entlang der Aist spazierst, kannst du ihn kaum übersehen: den Schopftintling. Er schießt oft in kleinen Trupps aus dem Gras – weiß und mit einem lustigen, zotteligen „Haarschopf“. Deshalb wird er auch „Richterperücke“ genannt – so, als hätte ein alter Richter seinen Hut vergessen.
In der Pfanne ist er ein echter Genuss: Die weißen Exemplare schmecken mild-nussig. Einfach kurz in Butter anbraten – fertig ist ein sommerliches Pilzgericht, das sogar Kindern schmeckt.
Basteltipp: Echte Tinte
Alte, schwärzliche Hüte kannst du zu Tinte verarbeiten: klein schneiden, mit wenig Wasser aufkochen, durch ein Tuch pressen und einkochen lassen. Schon hast du Zaubertinte für selbstgemachte Kunstwerke.
Gut zu wissen: Im Gegensatz zu anderen Tintlingen dürft ihr beim Schopftintling ganz entspannt ein Glas Wein oder Bier dazu genießen – kein Problem :-)
Wenn du das nächste Mal an der Aist unterwegs bist, wartet vielleicht dein Schopftintling auf dich!
Sissi Kaiser & Tom Beyer
nautikuss Online- und Workshop-Studio
Autorenteam von „Heimische Baumpilze. Rezepte und Anleitungen für die Hausapotheke“
Fotos: © Sissi Kaiser & Tom Beyer, Judith Trölß