Vom 22. bis 25. Juli 2026 verwandelt sich Kötschach-Mauthen in einen musikalischen Begegnungsraum: Erinnern Sie sich an das legendäre Konzert von Großmütterchen Hatz 2022 am Bahnhof, als wir am Bahnsteig getanzt haben?
Wir haben die wunderbare Franziska Hatz mit ihren kongenialen Partner Richie Winkler und ihrer Band als Artists in Residence nach Kötschach‑Mauthen eingeladen. Sie bringen auch das Laien-Akkordeonensemble Walletschek mit! Gemeinsam gestalten sie musikalische Sessions mit einheimischen ChorsängerInnen und AkkordeonistInnen, ein Konzert in der Aquarena und ein Musikpicknick beim Veneterstein auf der Missoria.
Franziska Hatz liegt das gemeinschaftliche Musizieren von Amateur- und ProfimusikerInnen am Herzen. Im Artist in Residence-Projekt „Tasten, Knöpfe, Stimmen“ kommen an der Via Iulia Augusta Menschen mit unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen zusammen. AkkordeonistInnen, Versierte ebenso wie MusikschülerInnen und WiedereinsteigerInnen, sowie SängerInnen aller Generationen sind eingeladen, mit ihr zu musizieren und ohne Angst vor Fehlern Neues zu entdecken.
Die Band Großmütterchen Hatz verbindet mit größter Freude am Experiment Klezmer, Balkanmusik, Jazz, Pop und traditionelle Volksmusik zu einem Ausdruck schierer Lebensfreude und musikalischer Beweglichkeit.
Franziska Hatz, Akkordeon, Gesang | Richie Winkler, Saxophon, Klarinette, Keyboard |
Andrea Fränzel, E-Bass, Kontrabass | Saša Nikolić, Schlagzeug
Das Laienorchester Walletschek – mehr als 20 AkkordeonistInnen aller Altersgruppen aus dem Raum Wien und Niederösterreich – unter der Leitung von Franziska Hatz steht für musikalische Vielfalt, kreative Ausdrucksformen und gemeinschaftliches Musizieren ohne Druck – und dennoch auf hohem Niveau.
Artists in Residence – Programmwoche 22.–25. Juli 2026
Der Mittwoch steht ganz im Zeichen des Akkordeons. Von 10.00 bis 17.30 Uhr findet im Erlenhof ein ganztägiger Workshop mit Großmütterchen Hatz und Walletschek statt. (gemeinsames Mittagessen in der Werkskantine Thurner Säge). Es könnte durchaus ein, dass der satte Akkordeonklang danach noch wo anders im Ort zu hören ist.
(Kostenbeitrag inkl. Mittagessen und Pausenverpflegung: 75 €
Anmeldung ist noch möglich, per E-Mail an mail@via-iulia-augusta.at
Am Donnerstag richtet sich der Fokus auf die Stimme: Von 15.00 bis 17.00 Uhr wird – ebenfalls im Erlenhof – ein Workshop für Chorsängerinnen und -sänger angeboten, bevor ab 19.00 Uhr zum Offenen Singen geladen wird – ein musikalisches Miteinander für alle Generationen. Kommt einfach vorbei und singt mit!
Der Freitagabend ist der Höhepunkt der Woche mit Franziska & ihren MusikerInnen. Um 20.00 Uhr findet in der AQUARENA das große gemeinsame Konzert von Großmütterchen Hatz, dem Orchester Walletschek und den TeilnehmerInnen des Akkkordeonworkshops statt. Gespielt wird im Freibadbereich der AQUARENA (bei Regen im Rathaussaal Kötschach-Mauthen).
Karten gibt’s im Biachakastl, in der Tourismusinformation und online über KUPF TICKETS.
Am Samstag öffnet sich der Blick weit zurück in die Geschichte der Region: In Kooperation mit der ÖAV-Sektion Oberes Gailtal/Lesachtal wird der Theodor-Mommsen-Weg zum Veneterstein vorgestellt. Treffpunkt ist um 10.00 Uhr im Centrum Carnicum in Mauthen (Alpenvereinszentrum). Der Archäologe Ortolf Harl, der Geologe Hans-Peter Schönlaub und der Philologe Thomas Lederer geben kurze Impulvorträge im Centrum Carnicum (Dauer insges. 1 Stunde), anschließend wandern wir gemeinsam auf die Missoria zum Veneterstein, wo die Woche mit einem Großmütterchen Hatz-Musikpicknick auf der Märchenwiese ausklingt.
Der Veneterstein auf der Missoria-Alm zwischen Mauthen und Würmlach ist das älteste Schriftdenkmal Österreichs. Auf einer Felsrippe haben Reisenden in vorrömischer Zeit in venetischen Buchstaben ihre Namen eingeritzt – Spuren einer alpinen Kultur, die enge Kontakte zum italischen Raum pflegte. Der Nobelpreisträger Theodor Mommsen entdeckte 1857 die historische Bedeutung dieser “Graffiti aus grauer Vorzeit”. Die Inschriften wurden zwar aus dem Fels herausgeschnitten und befinden sich heute im Kärnten Museum, aber der Stein ist noch da, und der Alpenverein hat dort eine dreisprachige Infotafel errichtet. Der Fund gilt als wichtiges Zeugnis früher Handels- und Pilgerwege im oberen Gailtal.