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Ein Reh mit kleinen Geweihen steht in einem üppigen grünen Feld und schaut nach links.

Die letzten Wochen waren trocken, sehr trocken. Auf den Wiesen rund um Wartberg ob der Aist verdorrt das Gras, und die kleinen Bäche im Wald führen kaum noch Wasser. Was das für uns Menschen bedeutet, merkt jeder im Garten. Was es für die Tiere bedeutet, sieht man nicht auf den ersten Blick. Rehe, deren Nachwuchs im Frühjahr zur Welt gekommen sind, Hasen, Vögel und anderes Wild finden zurzeit weniger zu trinken, als sie brauchen. Gerade die jungen Kitze leiden in so einem Sommer am meisten.

Für uns, die Jagdgesellschaft Wartberg ob der Aist, ist die Sorge um das Wild keine Sache der reinen Jagdzeit. Sie gehört zur Hege, zur Verantwortung für den Bestand, die das ganze Jahr über gilt.

Eine Nahaufnahme eines grauen Metallpfahls, der mit einer Metallklemme an einer Holzstruktur in einem Waldgebiet befestigt ist.

Deshalb haben wir heuer rund 20 Tränken im gesamten Revier aufgestellt. Die Bandbreite reicht vom einfachen Gefäß, das wir in der Trockenheit regelmäßig auffüllen, bis zu selbst gebauten Tränkeautomaten aus Abflussrohren, die das vorgelegte Wasser über Tage halten. Es ist kein großer Aufwand, aber in einer solchen Trockenheit oft der Unterschied zwischen Auskommen und Not.

Ein grauer Rohr ist an einem Holzpfahl in einem Grasfeld mit Bäumen im Hintergrund befestigt.

Bitte haben Sie Verständnis für eines: Eine Tränke hilft nur, wenn das Wild sie in Ruhe aufsuchen kann. Wir bitten darum, aufgestellte Tränken nicht anzufassen oder sich dort längere Zeit aufzuhalten, und in den betroffenen Waldstücken Hunde anzuleinen. Das Wild braucht gerade jetzt seine Rückzugsorte.

Inzwischen hat es wieder etwas geregnet, und das freut uns für Mensch und Tier. Die Tränken lassen wir aber stehen. Wir rechnen damit, dass wir sie in den kommenden Jahren wieder brauchen werden – wenn es nötig wird, füllen wir sie einfach wieder auf. Und wir berichten Ihnen gerne weiter, was die Jagd in Wartberg über das ganze Jahr bewegt.