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Eine goldene Taube, die den Heiligen Geist symbolisiert, ist auf einer Marmorkanzel mit goldenen Akzenten und roten und braunen Streifen montiert.

80 Jahre Zweite Republik

„Dankbar erinnern – hoffnungsvoll gestalten“

Heute feiern Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, ein besonderes Jubiläum:

80 Jahre Zweite Republik Österreich.

Am 27. April 1945, inmitten von Trümmern und Not, wagten Menschen den mutigen Schritt, Österreich neu zu gründen. Die Schrecken des Krieges, die dunkle Zeit der Unfreiheit und der Gewalt lagen noch schwer auf den Herzen. Und doch: Man begann neu – im Vertrauen auf eine bessere Zukunft.

„Als der Herr die Gefangenen Zions erlöst hatte, da waren wir wie Träumende.“ (Psalm 126,1)
Diese Worte aus dem Psalm klingen fast wie ein Echo jener Zeit. Nach Jahren der Knechtschaft und des Leides erfüllte viele eine fast unglaubliche Hoffnung: Ein neues, freies Österreich war geboren.

Heute, 80 Jahre später, dürfen wir dankbar zurückblicken:

  • Dankbar für Frieden, den wir in Österreich genießen dürfen – etwas, das für viele Generationen vor uns nicht selbstverständlich war.

  • Dankbar für Freiheit und Demokratie, die immer wieder neu verteidigt und gelebt werden müssen.

  • Dankbar für Wohlstand, soziale Sicherheit und ein Zusammenleben, das trotz aller Herausforderungen auf Respekt und Menschenwürde gründet.

Doch der heutige Tag ruft uns nicht nur zur Dankbarkeit, sondern auch zur Verantwortung.

Denn Freiheit ist kein Besitz, den man einfach behalten kann.
Sie ist wie ein zartes Pflänzchen, das täglich gepflegt werden muss: durch Einsatz für Gerechtigkeit, durch die Bereitschaft zum Dialog, durch den Schutz der Schwachen und durch die Bewahrung der Wahrheit.

Gerade als Christinnen und Christen sind wir gerufen, Friedensstifter zu sein, Brücken zu bauen und Hoffnung zu verbreiten – in unserer Gesellschaft, in unseren Gemeinden, in unserem persönlichen Umfeld.

Die Geschichte der Zweiten Republik zeigt uns: Neuanfänge sind möglich, selbst aus Trümmern heraus.
Und Gott geht mit uns – auch heute, auch morgen.

So wollen wir heute gemeinsam bitten:

  • Dass wir nie vergessen, welchen Schatz wir in Frieden und Freiheit besitzen.

  • Dass wir mutig und demütig an der Zukunft unseres Landes mitbauen.

  • Dass Gott Österreich weiterhin segnet – mit Gerechtigkeit, Weisheit und Liebe.

„Der Herr hat Großes an uns getan; wir waren fröhlich.“ (Psalm 126,3)

Mögen wir aus dieser Freude und Dankbarkeit leben.
Mögen wir weiterhin Menschen des Friedens und der Hoffnung sein.

© Franz Summerer/chatGPT