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Ein Dorf liegt eingebettet in einem grünen Tal, umgeben von Bergen und Bäumen. Häuser sind über das Gebiet verstreut.

Bauwerke

Prigglitz kennzeichnet eine Vielfalt an Bauwerken. Alte, zum Teil behutsam renovierte Häuser finden sich neben neuen und modernen Gebäuden. Außer der einzigartige Kirche von Prigglitz sind viele Marterln, kleine Kapellen und große Bauernhöfe in den verschiedenen Ortsteilen zu finden.

Hier sei erwähnt, dass sowohl Patrizius als auch Patricius im Zusammenhang mit der Kirche, der Kapelle und anderen Erwähnungen üblich ist. Eine einheitliche Schreibweise ist auf Grund der Verwendung der unterschiedlichen Quellen und in den verschiedenen Kontexten schwer möglich. Auch für Sankt Christof existieren diese Schreibweise genauso wie Sankt Christoph.

Sakrale Bauwerke
Die Prigglitzer Kirche, viele Kapellen und Marterln prägen die Landschaft in und rund um Prigglitz. Bildbäume

mit Votivbildern und Pestsäulen finden sich in allen Ortsteilen und dokumentieren unterschiedliche Ereignisse sowie die religiösen Überzeugungen zu ihrer Entstehungszeit. Diese Bauwerke geben Zeugnis von der Frömmigkeit der Bewohner/innen und dem Bedürfnis, dem Glauben Ausdruck zu verleihen. Der Aufenthalt bei den Stätten der Andacht war auch eine Möglichkeit, Zeit für sich zu finden und Einkehr zu halten, wie es ein Ausdruck bezeichnet.

Sankt Christof

Das Gut Sankt Christof umfasste auch eine Filialkirche, die bis 1778 den Gloggnitzer Benediktinern unterstand. Diese Filialkirche gehörte ab diesem Zeitpunkt zu Prigglitz.

In der Leitgeb-Chronik von 1885 findet sich folgender Bericht auf Seite 6 und 7:

Durch den Vertrag, der zwischen der Pfarrherrschaft Prigglitz und der Herrschaft Frohsdorf (Gräfin Lipona) am 29. Juli 1818 zu Stande kam, verlor Prigglitz Frohsdorf, Schwarzau und Breitenau. Die Filialkirche "zu St. Christof" unterstand bis anno 1783 den Gloggnitzer Benediktinern, in welchem Jahre dieselben von Gloggnitz ausgepfarrt und ausgeschult, und nach Prigglitz eingepfarrt und eingeschult wurde, von welcher Zeit der Name "St. Christof" stammen dürfte. Herr Johann Graf von Pergen hat seiner Patronatskirche St. Christof eine Stiftung von 2400 fl. gemacht, damit daselbst alle Woche Gottesdienst gehalten werde, wie der Stiftbrief das Nähere ausweist, der im Juli 1845 errichtet wurde. So heißt es in den Kirchenrechnungen der Prigglitzer-Pfarre, die älter als hundert Jahre sind. — Laut Consistorial-Circular dto. 23. September 1807, das im Wortlaute vorliegt, wurde am 1. November desselben Jahres Schlöglmühl von Prigglitz losgelöst. In diesem Circulare heißt es unter anderem wörtlich: "...Nach dem einstimmigen Antrag des Kreisamtes und des erzbischöflichen Consistoriums wird in die Auspfarrung und Ausschulung der Blaufarbfabrik in der sogenannten Schlöglmühl von Prigglitz wegen des weiten und vorzüglich für die Jugend hochbeschwerlichen Weges, und in die Einschulung und Einpfarrung derselben nach Gloggnitz, wohin der Weg immer offen und nur eine halbe Stunde lang ist, gewilligt..."

Prigglitzer Kirche

Ein Pfarrer namens Volchwin wird bereits im Jahre 1264 erwähnt. Darum wird angenommen, dass die ältesten Teile der Prigglitzer Kirche zu Sankt Nikolaus vor 1264 erbaut worden sind. Gegründet wurde die Pfarre Prigglitz 1403 von Pfarrer Konrad Hölwerter, der durch den Ankauf von umfangreichen Grundstücken die

Prigglitzer Pfarrherrschaft gründete. In der Leitgeb-Chronik wird die Kirche beschrieben. Eine umfangreiche Beschreibung der Kirche verfasste Pfarrer Peter Schlor 1961, viel später veröffentlichte die Pfarre davon ein kurze, 4-seitige Version.

Die Kirche wurde zuletzt im Jahre 2016 renoviert. Dabei wurde vor allem darauf Wert gelegt, die ursprüngliche farbige Gestaltung wieder zur Geltung kommen zu lassen.

Eine Liste der Pfarrer ist hier zu finden: Pfarrer von Prigglitz

Mit 1. Mai 2023 wurde die Pfarre Prigglitz der Pfarre Gloggnitz zugeschlagen und die Kirche damit zur Filialkirche.

Zitiert aus: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Prigglitz des Bundesdenkmalamtes, veröffentlicht in Wikipedia.

Die Kirche ist denkmalgeschützt unter BDA: 50421, Objekt-ID: 55367, siehe Liste der Denkmäler.

Die Kirche zu Sankt Nikolaus

In der Leitgeb-Chronik von 1885 findet sich folgender Bericht auf Seite 7 und 8:

Abbildung 11: © DEV Prigglitz, Kirche im Ort

In Bezug der Prigglitzer-Pfarrkirche zu St. Nikolaus sagt Dr. Ed. Freiherr v. Sacken (Mitteilung des Altertums Vereines in Wien, Jahrg. 1865, 9. Band, pag. 81) folgendes: "Prigglitz. Einfache Landkirche aus dem Schluss des Mittelalters, mit einer südlichen Abseite (die nördliche ein späterer Zubau) von gleicher Höhe und fast gleicher Breite, im halben Achteck geschlossen, die Gewölbsrippen teils auf halb achteckigen Wandpfeilern (Schiff), teils auf halb säulenförmigen Consolen (Chor) oder unmittelbar vortretend. — Abseite. Petrus und

Paulus, zwei geschnitzte Figuren. — Grabstein des Conrad v. Kreuzbach von anno 1331." Die Jahreszahl 1~36 (1436), die am Sakristei Fenster (Außenseite) eingemeißelt ist, soll die Zeit des nördlichen späteren Zubaues bezeichnen. Eine der älteren Turmglocken (Zwölfiglocke) trägt die Jahreszahl MCDL (1450). Die Elfiglocke, ohne Aufschrift, scheint bedeutend älter zu sein, was jedoch nur eine Mutmaßung ist. Auf dem Patrizi-Altartisch ist eine mittelhochdeutsche Schrift zu lesen, aus der hervorgeht, dass hier zwei Priester begraben liegen. Der erste heißt Molgerus Gundacker von Terenberg, Pfarrer zu Kalenberg, der, nach Angabe der n.-ö. Topographien v. Sickingen, Wigand v. Theben, recte Pfaff v. Kahlenberg, sein soll. Der zweite ist Hironimus Neuperg, auch Neuperger, Neuburger genannt. Auf diesem Steine, der die Jahreszahl 1521 zeigt, heißt es Pruglaß. Die genannte Jahreszahl bedeutet das Sterbejahr des Pfarrers Neuperg. Wigand war ein heiterer, gern gesehener Gesellschafter des Herzog Otto des Fröhlichen, welch' letzter anno 1338 starb und zu Neuberg in Steiermarkt beigesetzt wurde. Die Prigglitzer Pfarrkirche ist älter als die Pfarre, was schon der Grabstein des Konrad v. Kreuzbach bezeugt. Dieser Grabstein, den Pfarrer Werner vom Frauenaltar zum Hochaltar übertragen ließ, ist um 72 Jahre älter als der Beginn der Pfarrerreihenfolge. Der in Rede stehende Grabstein ist aus rotem Marmor und liegt am Fuße des Hochaltars. Leider ist die Handschrift auf dem Steine nicht mehr deutlich wahrnehmbar. Der Umstand, dass Prigglitz zur Gloggnitzer-Herrschaft gehörte, führt zu der Annahme, dass vor Errichtung der Prigglitzer-Pfarre den Gottesdienst zu Priggglitz die Gloggnitzer Benediktiner versahen u. z. durch sogenannte Offiziale, wie dies in Payerbach und Prein tatsächlich der Fall war. Die Gloggnitzer Benediktiner-Abtei, anno 1084 vom Bittner Grafen Eckbert der Erste gestiftet, wurde anno 1094 vollendet und anno 1803 gänzlich ausgelöst. Eckbert der Erste, Graf von Bornbach und Neuburg, ist auch der Erbauer von Seebenstein, zu welcher die Herrschaft Prigglitz ursprünglich gehörte. Wann die Prigglitzer Pfarrkirche erbaut wurde, läßt sich nicht genau bestimmen, da die betreffenden Urkunden abhanden gekommen sind. Dessen ungeachtet sprechen andere Umstände dafür, dass der Ursprung von Prigglitz in die Zeit fällt, als der Babenbergische Herzog Leopold der Tugendhafte die schöne Steiermark, deren Grenze damals bis zum Piestingthale reichte, in Besitz nahm (1192).

Über den Bau
Im Folgenden werden Passagen übernommen aus: Die Pfarrkirche St. Nikolaus zu Prigglitz, Kurzer Führer zusammengestellt von Pfarrer PETER SCHL0R Im Selbstverlag des Pfarramtes Prigglitz 1961.

Abbildung 12: © DEV Prigglitz, Kirche Sankt Nikolaus

Der ursprüngliche Bau der Pfarrkirche Sankt Nikolaus stammt aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts, um 1300 erfolgte der Chorbau und 1344 der Bau des Südschiffes. Im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts erfolgte die Einwölbung des Langhausmittelschiffs, 1536 ein Sakristeineubau und im vierten Viertel des 16. Jahrhunderts wurde das Nordschiff errichtet, dessen Presbyterium im Kern gotischer Karner, um 1725/35 teilweise Barockisierung unter Pfarrer Leopold Somerer, im Kern romanisches Langhaus mit eingezogenem frühgotischem Chor und frühneuzeitlichen Anbauten, Kirchhofmauer im Kern spätmittelalterlich-frühneuzeitlich, großteils erneuert.

Baugeschichte zur Kirche
Im Folgenden werden Passagen übernommen aus: Die Pfarrkirche St. Nikolaus zu Prigglitz, Kurzer Führer zusammengestellt von Pfarrer PETER SCHL0R Im Selbstverlag des Pfarramtes Prigglitz 1961.

Abbildung 13: © DEV Prigglitz, Portal der Kirche

An der Kirche lassen sich deutlich mehrere Bauperioden erkennen. Der älteste Teil ist das Joch unter dem steinernen Orgelchor. Er stammt noch aus romanischer Zeit. Es ist der Rest der ursprünglichen Kapelle, die

im 13. Jh. als Seelsorgstation erbaut wurde. Das Mittelschiff mit seinem eigenartigen Netzrippengewölbe ist eine gotische Erweiterung der romanischen Kapelle aus dem 14. Jh. Im Chor, hinter dem Hochaltar, befindet sich ein vermauertes gotisches Fenster. — Aus dieser Epoche dürfte auch der Teil des Pfarrhofes stammen, der unter dem Friedhof liegt. Wir haben hier noch eine schöne gotische Pforte. Das Südschiff (Frauenschiff) wurde im 15. Jh. an die Kirche angebaut. Ursprünglich war es kürzer als das Hauptschiff. Das letzte Joch ist ein barocker Zubau. Man merkt es deutlich an der Form des Gewölbes. An der Stirnseite der Südschiffapsis befindet sich ebenfalls ein vermauertes gotisches Fenster, dessen Umrisse man deutlich von außen erkennen kann. Der Südeingang zeigt innen eine schöne gotische Pforte. Die Sakristei wurde im Jahre 1536 an die Kirche angebaut, fällt also auch noch in gotische Zeit. Die Datierung findet sich an dem Fenster neben dem Missionskreuz. Das Nordschiff (Patriciusschiff) wurde in barocker Zeit gebaut. Ebenso wurde das Haupttor in barocker Zeit umgebaut. Zum Umbau wurden die gotischen Gurten verwendet, die bei Erweiterung des Orgelchores abgeschlagen worden waren. So ergibt sich eine eigenartige Profilierung des Tores. In früherer Zeit scheint das Portal überhaupt breiter gewesen zu sein. Ebenfalls im Barock wurden zwei Stützpfeiler der Südwand durch eine Mauer verbunden, sodass der Windfang entstanden ist. Eine Inschrift an diesem Windfang weist den Pfarrer Leopold Somerer (in Prigglitz von 1725 bis 1735) als Bauherrn der barocken Epoche aus. Die letzte umfangreiche Renovierung der Kirche wurde in den Jahren 1860—1880 durchgeführt. Kleinere Arbeiten fanden 1915, um 1925 und 1936 statt. 1954 wurde das alte Schindeldach, das durch Kriegseinwirkungen schwer gelitten hatte, durch ein Eternitschindeldach ersetzt.

Das schmiedeeiserne Friedhofstor wurde 1961 angeschafft und stammt aus der Werkstätte Ferdinand Bohrn in Gloggnitz.

Die Innenausstattung
Im Folgenden werden Passagen übernommen aus: Die Pfarrkirche St. Nikolaus zu Prigglitz, Kurzer Führer zusammengestellt von Pfarrer PETER SCHL0R Im Selbstverlag des Pfarramtes Prigglitz 1961.

Abbildung 14: © DEV Prigglitz, Prigglitzer KIrche - Chor

Unter mehreren Farbschichten befinden sich im Gewölbe und an den Wänden gotische Fresken. Die

Gewölbefresken dürften Rankenornamente in den Farben Grün, Blau, Ocker und Rot auf weißem Grund sein, während die Gewölberippen und -gurten ockergelbe Bemalung mit roten Fugenstreifen aufweisen. Ähnliche Gewölbeverzierungen finden sich in vielen gotischen Kirchen. Ob und wie weit die Wände Fresken aufweisen, wird sich erst im Laufe der Erneuerungsarbeiten herausstellen. Der Hochaltar ist eine Grödener Schnitzarbeit aus dem letzten Jahrhundert. Vor ihm ist ein schöner Barockaltar an seiner Stelle gestanden, der seinerseits einen gotischen Altar ersetzt hatte. Die drei Holzfiguren des Hochaltars, oben der hl. Nikolaus, links Petrus, rechts die Statue des hl. Paulus, können allenfalls aus dem Schrein des gotischen Altares stammen. Da diese Figuren mehrmals überarbeitet worden sind, ist die ursprüngliche Fassung verloren gegangen. Daher lassen sich augenblicklich keine endgültigen Schlüsse ziehen. Auch die Sakristeitür mit ihren Beschlägen und dem Schloss ist sehr alt. Die Kanzel ist eine hübsche Barockarbeit. Aus einer Inschrift kann sie genau datiert werden. Die Inschrift auf der Kanzel lautet: "Dise Canzel hat machen lassen der Hochwirdige Herr Leopold Somerer Hochfürstl: Salzburgl: Cons: Rath und Kaysl: Pfarrer allhier. Anno 1733". Der Luster stammt aus dem Familienbesitz von Oberst Schirnke (St. Christof), der ihn der Kirche stiftete.

Im Frauenschiff befindet sich eine Madonnenskulptur. Maria mit dem Kind und einer Birne. Auch sie ist eine ursprünglich gotische Plastik, die mehrmals übermalt worden ist. Leider ist sie sehr wurmstichig. Der barocke Marienaltar wurde vom Bildhauer Philipp Lafleur für den Pfarrer Leopold Somerer hergestellt. Er stammt aus dem Jahre 1727. Nach der noch erhaltenen Rechnung kostete der Altar 120 fl. in Gold. Die schönen Statuen des hl. Leopold (links) und des hl. Florian (rechts) dürften aus der Hand desselben Bildhauers stammen. Es sind Holzstatuen, deren Anstrich eine Alabasterarbeit vortäuschen soll. Das Marienbild im Nazarenerstil stammt aus dem vorigen Jahrhundert. Links neben dem Marienaltar ist eine Grabplatte aus Sandstein. Sie wurde für den Pfarrer Laurentius Schott errichtet. Die Inschrift dieses Gedenksteines lautet (in Obersetzung): "Im Jahre 1620 nach der göttlichen Menschwerdung ließ der Herr Laurentius Schott, des erlauchtesten Kaisers Ferdinand 11. Kaplan und Erneuerer dieser Pfarre in seinem 54. Jahr noch zu Lebzeiten dieses Grabmal errichten, in dem er nach seinem Tode ruhen sollte. - M. DC. XXX." Die Inschrift unterhalb des Wappens ist durch den Bau des barocken Marienaltars verstümmelt. Pfarrer Schott starb 1630.

Abbildung 15: © DEV Prigglitz, Prigglitzer Kirche - Marienaltar

Das Nordschiff ist das Patriciusschiff. Der Ursprung des Patriciuskultes, der für unsere Gegend sehr selten ist, liegt im Dunkeln. Es ist möglich, dass er auf die Missionstätigkeit der iro-schottischen Mönche im 9. bis 11. Jh.

zurückgeht. Patricius ist ja der Apostel Irlands. Obwohl St. Nikolaus (6. Dezember) der Kirchenpatron ist, wird der Patriciustag als „Kirtag" gefeiert. Patricius wird als Viehpatron verehrt und zu seinem Fest kommen von alters her Wallfahrer aus der ganzen Gegend. Die älteste Urkunde über den Patriciuskult in Prigglitz stammt vom 14. April 1749. Erzbischof Johannes Bapt. Minucci bestätigt die Echtheit einer Patriciusreliquie. Im Jahre 1751 gewährte Papst Benedikt XIV. auf sieben Jahre allen Gläubigen einen vollkommenen Ablass am Patriciustag. Die päpstliche Bulle ist in schwer verständlichem Kurialstil abgefasst und noch in zwei Abschriften erhalten. Der Patriciusaltar stammt aus derselben Zeit wie der Hochaltar. Das Altarbild ist eine gute Barockarbeit und stellt die Apotheose des hl. Patricius dar. Eine Signatur ist nicht zu erkennen. Die Statuen des hl. Sebastian (links) und des Pestheiligen Rochus (rechts) stammen aus derselben Hand wie die Statuen beim Marienaltar. Unter dem Patriciusaltar, leider vom Altartisch und -aufbau verdeckt, befindet sich die Grabplatte Wiegands von Terenberg und Hieronymus Neuburgers, des Stifters der berühmten Prigglitzer Monstranz. Die Platte trägt folgende Inschrift: „Hie liegt begraben der Erbwürdige Herr Herr Wolgerus gundacker von Terenberg pfarrer czw. Kalenperg. taussendfvnf hundert und wider 21 jar ist gestorben d. Erbwürdig Herr Hr. Hierommy Neuburger pfarrer czw pryglaß. gott gnad'." „Hier liegt begraben der Ehrwürdige Herr, Herr Wolgerus Gundacker von Terenberg, Pfarrer Zu Kahlenberg. Im Jahre 1521 ist gestorben der Ehrwürdige Herr, Hr. Hieronymus Neuburger, Pfarrer zu Prigglitz. Gottes Gnad."

Wiegand Gundacker von Terenberg ist das Urbild des in der Literaturgeschichte bekannten „Pfaffen vom Kahlenberg". (Der „Pfaff vom Kahlenberg" ist eine spätmittelalterliche Schelmendichtung.) Ein Grabmal Wiegands wird auch in Lilienfeld gezeigt; Wiegands Grab ist aber eher in Prigglitz zu suchen. Unter das Patriciusschiff war noch ein Beinhaus (Karner) gebaut. Der Eingang wurde vor einigen Jahrzehnten vermauert; Spuren sind kaum mehr zu erkennen.

Die Kirchenglocken
Im Folgenden werden Passagen übernommen aus: Die Pfarrkirche St. Nikolaus zu Prigglitz, Kurzer Führer zusammengestellt von Pfarrer PETER SCHL0R Im Selbstverlag des Pfarramtes Prigglitz 1961.

Das Geläute besteht aus drei Glocken in der Stimmung d - fis - a. Die große Patriciusglocke (193 kg) und die kleine Marienglocke (55 kg) wurden 1947 von Herrn Julius Stranzl, Fabriksbesitzer in Eggenburg, gestiftet. Die Nikolausglocke (90 kg) wurde 1961 an Stelle der alten gesprungenen Glocke aus dem Jahre 1920 von der Familie Kirnbauer in Gasteil gestiftet. Alle drei Glocken wurden in der Glockengießerei Pfundner in Wien gegossen.

Wallfahrtsort Prigglitz
Prigglitz war ein beliebter Wallfahrtsort. Noch heute kommen Wallfahrer zu einigen der kirchlichen Festtage wie dem Patrizi-Kirtag. Der Patrizi-Kirtag ist immer noch der wichtigste Kirchtag und wird, ebenfalls ganz in der Tradition, am 17. März gefeiert.

Gefeiert werden:

Pfarrer von Prigglitz
Die Pfarrer von Prigglitz wurden bis ins Jahr 1881 aufgelistet. Mit dem Jahr 1885 endet die Leitgeb-Chronik. Eine Ergänzung, falls möglich, ist angedacht.

In der Leitgeb-Chronik von 1885 findet sich folgender Bericht auf Seite 3 und 4

Der Stifter der Prigglitzer-Pfarre ist Pfarrer Konrad Hölwerter der durch Ankauf von umfangreichen Grundstücken die Prigglitzer Pfarrherschaft gründete.

Anno 1521 bis 1576, in welcher Zeit keine Pfarrer zu finden sind, war protestantisches Interregnum. Wie hoch die Wogen der luther'schen Religionswirren in hiesiger Gegend aufschlugen, erhellet aus der umfangreichen Klageschrift, die am 14. Juli 1578 gegen den Gloggnitzer Probst Namens Johann Steininger beim Statthalter Erzherzog Ernst von zwei Pfarrern angestrengt wurde. In dieser Klageschrift heißt es unter anderem wörtlich: "...Er ist nicht würdig, dass er ein Probst solle genannt werden, dann er von seiner katholischen Religion, dazu er geschworen, meineidig und fectischer geworden, hält durchaus nichts von den katholischen Zeremonien oder Gottesdienst. Nicht genug, dass er sich selbst beweibt, sonder hat andere Laienpriester, so seine Pfarrer gewest, zu Gloggnitz lassen copulieren und ist auf ihren Hochzeiten gewest ..." (N—ö. Landschaften v. M. A. Becker, S. 155). Prigglitz unterstand einst dem Salzburger Erzbistum, hingegen Gloggnitz, Payerbach und Prein dem Passauer Bistum. Der Höhenzug des linken Schwarzatals bildete die Diözesangrenze. Als aber Anno 1723 das Wiener Erzbisthum errichtet wurde, kam Prigglitz nach Wien zu stehen. Pfarrer Hölwerter führte den Titel "Dechant dieshalb des Semmerings im Salzburger Bisthum" und Pfarrer Somerer nennt sich "Salzburgischer Consistorialrath", welch' letzteres die Inschrift auf der Prigglitzer Kanzel bezeuget.

Der Pfarrhof
Der Prigglitzer Pfarrhof ist denkmalgeschützt. Auf Grund seiner wunderbaren Lage mit der großen Wiese und dem renovierten Pfarrstadel wurde der Hof gerne für verschiedene Veranstaltungen genutzt. Seit dem Vollbrand des Pfarrhofes am 2. Mai 2020 steht der Pfarrhof leer.

Zum Bericht der Pfarre zum Brand: Bericht der Pfarre

Der Pfarrstadel blieb beim Brand unbeschädigt. Die Renovierung des Stadels war das erste Projekt des im Jahr 1992 gegründeten Dorferneuerungsverein und wurde mit viel Eigenleistung ausgeführt. Viele

Veranstaltungen konnten bis zum Jahr 2020 in dem wunderschönen Ambiente durchgeführt werden.

Zitiert aus: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Prigglitz des Bundesdenkmalamtes, veröffentlicht in Wikipedia.

Der Pfarrhof diente früher als Wirtschaftsgebäude, der Grundbesitz wurde von den Pfarrern selbst bewirtschaftet. Entsprechende Gerätschaften, Dienstboten und der Viehbestand waren im Pfarrhof untergebracht. Die Pfarre besaß außerdem das Fischrecht "in allen Bächen rund um Prigglitz und Saubach".

Der Prigglitzer Pfarrhof hat im Kern eine spätmittelalterlich-frühneuzeitliche Bausubstanz, im 18.–20. Jahrhundert wurde die Anlage um einen trapezförmigen Hof verändert. Am 2. Mai 2020 stand das Gebäude in Vollbrand. Bisher wurde die Wiederherstellung noch nicht in Angriff genommen.

Auch der Pfarrhof ist denkmalgeschützt unter BDA: 50422, Objekt-ID: 55368, siehe Liste der Denkmäler.

Kapellen Prigglitz
Hier sollen einige der Kapellen in Prigglitz beschrieben werden. Im Laufe der Zeit werden die Kapellen so weit wie möglich dokumentiert. Damit sollen alle Interessierten die verschiedenen Informationen zu den

Kapellen einsehen können.

Die Patriziuskapelle

An der Straße von Prigglitz nach Gasteil gelegen markiert die Patriziuskapelle einen wichtigen Wegpunkt und liegt gegenüber der Ödkirche. Der Platz ist auch ein beliebter Rastplatz von Gloggnitz kommend. Hier endet der Kreuzweg von Prigglitz. Von diesem Sattel geht der Blick sowohl nach Prigglitz als auch Richtung Ternitz und hinüber zum Gfieder und Gösing.

Im Folgenden werden Passagen übernommen aus: Die Pfarrkirche St. Nikolaus zu Prigglitz, Kurzer Führer zusammengestellt von Pfarrer PETER SCHL0R Im Selbstverlag des Pfarramtes Prigglitz 1961.

Die Patriciuskapelle in Gasteil ist eine barocke Flurkapelle. Die Inschriften weisen in die Zeit des Kaisers Ferdinand 11. (1619—1637) und des Salzburger Erzbischofs Paris V. Lodron (1619—1653). Die Bilder an dem turmartigen Vorbau sind von ungeschickter Hand gemalt. Im Einzelnen besagen die Inschriften:

•1. An der Vorderseite (nordöstl.): „Das hocherhabene Haupt des Heiligen Reiches, Ferdinand 11. mit uneingeschränktem Recht Herr dieser Pfarre, lebe und regiere." Auf dem Bild sehen wir eine primitive Darstellung des Ortes Prigglitz.

•2. An der Rückseite (gegen den Wald): "Der Papst Urban VIII. und Paris, der Erzbischof der Salzburger Kirche, der Obere dieses Ortes, mögen ewig leben."

•3. An der südöstlichen Schmalseite: „Im Jahre 1625, am letzten Tag des Septembers beobachtete Laurentius Schott von diesem Platz betrübt den gewaltigen Brand der Neustadt."

Einige Schritte nördlich der Patriziuskapelle, jenseits der Straße findet man von Gebüsch überwuchert Reste gotischer Grundmauern. Nach einer Oberlieferung, die sich in der Gemeinde erhalten hat, sollte an dieser Stelle die Kirche gebaut werden. An der Nordostseite erkennt man noch zwei mächtige Strebepfeiler. Die Größe des erkennbaren Grundrisses beträgt ca. 6 x 12 Meter.

Schedkapelle
Text zur Verfügung gestellt von Gudrun Paulischin-Schweighofer und Wilfried Schweighofer.

Abbildung 20: © DEV Prigglitz, Schedkapelle

Auf dem Weg vom Obertal oder von Payerbach Richtung Gahnshauswiese und Bodenwiese ist die

Schedkapelle ein markanter Wegpunkt. In den Wegbeschreibungen wird sie oftmals erwähnt und ist sicherlich bereits unzählige Male Fotomotiv gewesen.

Die Schedkapelle war in früherer Zeit ein Bildstock. Die Entstehungsgeschichte ist den Besitzern unbekannt. Zwischen 1882 und 1884 wurde der Bildstock durch die Kapelle ersetzt. Nach dem 2. Weltkrieg musste die Kapelle renoviert werden, da sie wegen Schießübungen stark in Mitleidenschaft gezogen worden war. Um 2014 wurde diese Kapelle neu restauriert und in den heutigen Stand versetzt. Die Kapelle gehört trotz der Bezeichnung "Schedkapelle" zum Obertaler-Hof. Die Wanderer, die von der Werning über den Schedbauern zur Bodenwiese aufstiegen, verwendeten die Bezeichnung "Schedkapelle", die sich einbürgerte.

Bildstöcke und Marterln

Auch die Bildstöcke und Marterln in und rund um Prigglitz sollen nach und nach beschrieben werden.

Alle Interessierten sollen die verschiedenen Informationen zu den Bildstöcken und Marterln einsehen können.

Weltliche Bauwerke
Große Bauernhöfe zeugen von der landwirtschaftlichen Prägung noch heute. Daneben finden sich Wohnhäuser von Angestellten und Arbeitern, die in den Betrieben entlang des Schwarzatals beschäftigt waren und sind und teilweise noch weiter, bis Wien oder Graz, auspendeln. Diese Gebäude sowie Zweitwohnsitze, Gasthöfe und ehemalige Pensionen sowie das Gut Gasteil formen ein heterogenes Bild.

Hier eine Auswahl der Bauwerke :

Gemeindehaus Prigglitz
Das heutige Gemeindehaus (2024) war ursprünglich der Kirchenwirt, das Gasthaus Zwickl. Die Gemeinde Prigglitz erwarb im Jahr 2010 das leerstehende Gebäude und führte in Eigenregie unter Beteiligung der

Bevölkerung und des Dorferneuerungsvereins die Adaptierung zum jetzigen Gemeindehaus durch.

Gut Gasteil
eine wunderbare Begleitung auf dem Weg zum Gut. Die wechselnde Freiluftausstellung der Kunstwerke, von Künstler/innen aus allen Teilen der Welt gestaltet, ist mehr als sehenswert und zieht immer wieder Besucher/innen an. Die Galerie, von April bis Ende Oktober an Wochenenden und Feiertagen geöffnet, bietet die freie Besichtigung der ausgestellten Werke, die auch käuflich zu erwerben sind. Ein Biobuffet rundet das Angebot ab. Mehr dazu siehe unter Galerie Gut Gasteil.

Zitiert aus der Ortschronik von 1992 mit Ergänzungen von Charlotte Seidl sowie mit Ergänzungen aus Wikipedia: siehe Maximilian Silberberg.

Eingebettet in Wald und Wiesen liegt das Gut Gasteil. Als Bauherr fungierte Dr. Silberberg, ein Freund Dr. Renners, der in den Jahren 1921 bis 1924 das Gut erbauen ließ. Entstanden ist es durch Zusammenlegung zweier Bauernhäuser und wurde von italienischen Steinmetzen aus Steinen des hauseigenen Steinbruchs nach Plänen des Architekten Hubert Gessner errichtet.

Nachdem Dr. Silberberg 1924 das Gut um eine Million Gulden verkauft hatte, wechselten bis 1935 mehrmals die Besitzer.

Oberst Jary, der das Gut 1935 erwarb, brachte das Gut wieder in Schwung. Neben einer aktiv geführten Landwirtschaft beherbergte das Gut auch ein Gestüt. (Sitz des Campagnerreitervereins.)

Von 1945 bis 1955 unter russischer Verwaltung, ging es mit dem Besitz steil bergab. Die dort eingestellten "Verwalter" wurden den Ansprüchen wohl kaum gerecht. Oberst Jary restaurierte das Gut nach Abzug der russischen Verwaltung im Jahr 1955.

Nach dem Tod Oberst Jarys 1969 führte es seine Gattin Jutta in eingeschränktem Umfang weiter.

1982 bis 1987 war es zwei verschiedenen Pächtern unterstellt.

Eine große Umgestaltung des Gutes erfolgte 1987, als das Künstlerpaar Johannes und Charlotte Seidl hier ihr Domizil errichteten. Vorerst begannen sie mit der Säuberung des Grundstücks und des Gebäudes. Nach dem Umbau eines Teils des Gebäudes in Ausstellungsräume und Ateliers fand das Gut einen neuen Verwendungszweck.

Seit der Gründung der "Galerie Gut Gasteil" 1989 findet ein permanenter Ausstellungsbetrieb in der Galerie und im Umraum des Gutes statt.

Gut Sankt Christof
Fährt man von Schlöglmühl nach Prigglitz, so kommt man unweigerlich am Gut Sankt Christof vorbei. Ein Schloss mit Kirche und Nebengebäuden prägen das Tal des Göscherbaches, der der Schwarza zufließt.

In der Leitgeb-Chronik von 1885 findet sich folgender Bericht auf Seite 38:

Prigglitz war früher ein Bestandteil der Seebensteiner Herrschaft. Die Herren der Feste Seebenstein waren zugleich Besitzer von Sankt Christof. Zu diesen können gezählt werden:

1) Die vier letzten Babenbergerherzöge von anno 1192 angefangen als Leopold der Tugendhafte, Friedrich der katholische, Leopold der Glorreiche und Friedrich der Streitbare bis 1246

2) Ritter Gotthold der Starke, von welchem die Familie Seebenstein entsproß, indem sie allgemein die Seebensteiner genannt wurden. Durch Belehnung von Friedrich dem Streitbaren

3) Gottholds Sohn Meinhard, dieser war in der Schlacht, in welcher Friedrich, der letzte Babenberger, das Leben verlor. Dieser Meinhard wurde samt dem Ritter von Hohenstaufen enthauptet, wonach Seebenstein mit Sankt Christof der Kammer zufiel.

4) Mehrere Herren, die zu Premisl Ottokars unruhvoller Regierung in den Fehden umkamen. Unter diesen war auch Heinrich von Stubenberg.

5) Herzog Friedrich der Schöne (1308—1330)

6) Herzog Albrecht der Zweite, der Weise und Lahme (1330—1358)

7) Herzog Albrecht der Dritte, der mit dem Zopfe (1365—1395)

8) Herzog Leopold der Dritte, der Biedere (1379—1386)

9) Herr Hans Auer, Pfleger zu Pitten. Dieser kaufte die Herrschaft und Feste Seebenstein samt Sankt Christof um 1379, welcher Kauf von Herzog Leopold bestätigt wurde.

10) Herr Andreas Auer, des vorigen Sohn und Erbe, gelangte 1404 in Besitz von Seebenstein und Sankt Christof.

11) Die Edlen von Königsberg als Conrad, Hans, Dietmar und Georg, diese kauften vom vorigen die Feste Seebenstein und Sankt Christof um 3600 Pfund Pfennige (á 8,57 fl. ö. W), Conrad und Georg besaßen diese Güter bis 1443. Ihnen folgte Dietmar, Georg, dann Wolf Mathes, Freiherr von Königsberg.

12) Von des letzten Tochter "Johanna Jörgerin, geborene Königsberg", kam Seebenstein und Sankt Christof anno 1655 an die Familie der Freiherrn und Grafen von Pergen. Unter Josef Graf von Pergen, der 1820 starb, wurde Sankt Christof von Seebenstein losgelöst.

13) Baron Sina, dieser erscheint im Prigglitzer Gemeindekataster, der anno 1820 angelegt wurde, als Besitzer von Sankt Christof.

14) Die Gebrüder C. und L. Hardtmuth bis 1844. Diesen folgten der Reihe nach die Herren: Druot, Gerblich und Lugano.

Seit Ende der 1850er Jahre ist der P.T. kaiserliche Rat Herr Ritter von Schimke Besitzer von Sankt Christof.

Bauernhöfe
siehe Landwirtschaft: Bauernhof Obertal

Historische Bauwerke und Mauerreste
Auch Reste historischer Gebäude finden sich in Prigglitz.

Öde oder Ehde Kirche
Nahe beim Gut Gasteil, gegenüber der Patriziuskapell, liegt am Sattel zwischen Prigglitz und Gasteil die Öde Kirche, auch Ehde Kirche oder Edtkirche geschrieben. Plastiken von Charlotte+Johannes Seidl machen den Raum, dessen Mauerreste sichtbar sind, erlebbar.

Auf der Tafel, bei den Mauerresten angebracht, ist folgender Text zu lesen:

Dr. Hubmann, 7. Mai 1996,

Abbildung 27: © DEV Prigglitz, Öde Kirche

Wahrscheinlich sind dies die Mauerreste der sagenumwobenen ersten Prigglitzer Kirche, der "Ehde Kirche", vielleicht vor 1.000 Jahren im Zusammenhang mit einer größeren, besfestigten Anlage entstanden. Ein bereits frühzeitliches Weg- oder Flurheiligtum, das von der Kirche nicht vernichtet, sondern dessen Platz und Bedeutung von ihr usurpiert wurde. Jedenfalls war es eine Stelle, von und zu welcher Feuer- und Rauchzeichen/signale gesandt wurden.

Die ursprünglich von Kelten besiedelte Gegend, die in den Ungarnstürmen sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde, dürfte ein Rückzugsgebiet gewesen sein. Hinweise gibt es zahlreiche, die wissenschaftliche Befundung ist noch offen.

Die stelenartigen Plastiken von Charlotte+Johannes Seidl stellen eine Erinnerung, eine Visualisierung des seinerzeitigen Raumes dar und machen für uns Heutige historische Bezüge erleb- und begreifbar.

Die Legende erzählt:

Seinerzeit sollte auf dem Platz der Ödkirche die Prigglitzer Kirche errichtet werden. Als die Bauarbeiter mit dem Bau beginnen wollten, erschien ihnen ein Hirsch mit Kreuz im Geweih. Dieser Hirsch wurde von Jägern bejagt und tödlich verletzt. Der Hirsch flüchtete mit letzter Kraft ins Tal und am Platz seines Todes wurde die heutige Pfarrkirche, dem heiligen Nikolaus geweiht, errichtet.