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Blackout Vorsorge - Was tun, wenn der Strom ausfällt?

Blackout Vorsorge

Was tun, wenn der Strom ausfällt?

Ein Blackout ist ein großer Stromausfall mit massiven Auswirkungen auf die gesamte Infrastruktur einer Gemeinde. Durch verschiedenste Ereignisse kann ein großräumiger Blackout auch bei uns nicht ausgeschlossen werden. Alle relevanten Bereiche, wie die Telekommunikation, Verkehr, Logistik funktionieren nicht und das öffentliche Leben kommt zum Erliegen.

Man möchte auf keinen Fall Angst oder Verunsicherung verbreiten, es ist allerdings sehr wichtig in Wahrnehmung unserer Verantwortung umfassende Vorkehrungen zu treffen um in Ernstfall die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.

Im Katastrophenfall - und ein Blackout ist ein solches - wird der Radius unserer Kommunikation radikal verkleinert. In der Gemeinde würde Chaos herrschen, wenn keine helfenden Maßnahmen vorbereitet wären. In enger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Zivilschutzverband hat die Gemeinde daher einen Vorsorgeplan erstellt um unseren Bürgerinnen und Bürgern helfend zur Seite zu stehen. Trotzdem haben vor allem Sie selbst es in der Hand, sich auf einen Blackout vorzubereiten. Bitte nehmen Sie die vorliegenden Informationen als Denkanstoß und Gesprächsgrundlage innerhalb der Familie an.

Wir hoffen, dass der tatsächliche Fall eines Blackouts nie eintrifft - aber wenn, dann sind wir darauf vorbereitet um dies gemeinsam zu meistern!

Die Phasen eines Blackouts

 

Und plötzlich geht nichts mehr!

Bitte stellen Sie sich nur ein paar Minuten lang vor, was es für Sie bedeutet, wenn all diese Dinge von einer Minute auf die andere nicht mehr verfügbar sind:

Kein Licht, Telefon, Handy, TV, Radio, Internet, E-Herd, Kaffeemaschine, Kühlschrank, Tiefkühlung, Einkauf, Heizung, Tankstelle, Rettung, Medikamente, öffentliche Verkehrsmittel, Bankomat, Wasser, Abwasserentsorgung

Woran erkenne ich einen Blackout?

  • FI-Schalter und Sicherungen im Sicherungskasten überprüfen.

  • Kein Strom auch in der Umgebung/Nachbarschaft.

  • Handy- und/oder Festnetz sind ausgefallen.

  • KEINE Notrufnummern anrufen, wenn nicht wirklich ein Notfall vorliegt! Man könnte lebenswichtige Notrufe blockieren!

  • Nur wenige Radiosender senden noch. Batterie-, Auto- oder Handy-Radio z.B. auf Ö3 einstellen, um Informationen zu erhalten.

 

Was mache ich bei einem Blackout?

  • Informieren Sie alle Haushaltsmitglieder über den Stromausfall. Ob es ein Blackout ist, ist vorerst noch nicht klar - dies wird über Radio kommuniziert. Nehmen Sie einen normalen Stromausfall als Test.

  • Schalten Sie alle Geräte aus, die gerade in Verwendung sind (Bügeleisen, Herd, Waschmaschine, etc.), damit beim Wiederkommen des Stroms nichts passiert (z.B. Brandgefahr). Stecken Sie bei allen elektronischen Geräten das Netzkabel aus (Fernseher, Computer etc.) damit es beim Wiederanlauf zu keinen Gerätedefekten kommt.

  • Schalten Sie ein Licht ein, damit Sie merken, wenn der Strom wieder da ist.

  • Stellen Sie Ihr Radio jede volle Stunde auf einen ORF-Sender ein. Empfohlen wird Ö3 (Frequenzen: Radio Ö3 89,2, Radio Stmk. 95,4). Hier wird u.a. mitgeteilt, wenn es sich um einen Blackout handelt.

  • Überprüfen Sie die Wasservorräte – sparsam mit Wasser umgehen! Vor allem für den Fall, dass Sie an einer privaten Quelle angeschlossen sind. Überprüfen bzw. legen Sie Ihre Notfallausrüstung bereit (Notbeleuchtung, Wärmequellen, Notkochstellen, Notfallrucksack etc.) möglichst solange es hell ist.

  • Überprüfen Sie den Zustand des Tiefkühlschranks und halten Sie Gefäße und Tücher für den Abtauprozess bereit (Tiefkühler so selten wie möglich öffnen) und verbrauchen Sie Ihre verderblichen Lebensmittel zuerst.

  • Überprüfen Sie den Medikamentenstand, um rechtzeitig lebensnotwendige Medikamente organisieren oder kühlen zu können (z.B. Insulin).

  • Organisieren Sie eine Familienzusammenführung.

  • Überlegen Sie, ob es aktuell pflegebedürftige oder kranke Personen in der Nachbarschaft gibt, um nachbarschaftliche Hilfe organisieren zu können. Kontrollieren Sie einen eventuellen Lift im Haus -notfalls Einsatzzentrale verständigen. Halten Sie mit der Nachbarschaft die Kommunikation aufrecht.

  • Bleiben Sie zu Hause bzw. in der Nachbarschaft (wenn Sie nicht zum Einsatzteam oder zu den vordefinierten oder angeforderten Helfern gehören) und unternehmen Sie nur dringende Fahrten - sparsam mit Treibstoff umgehen. Betankt werden nur Einsatzfahrzeuge.

 

Was sollte ich für den Fall eines Blackouts immer zu Hause haben?

Diese Checkliste richtet sich an Privatpersonen. Landwirte und Unternehmen haben mitunter ganz andere Herausforderungen und sollten speziell vorsorgen.

  • Essensversorgung für ca. 14 Tage pro Person. Länger haltende Nahrung, die Sie regelmäßig verbrauchen.

  • Trinkwasser für ca. 10 Tage, 2-3 Liter pro Person, pro Tag

  • Taschenlampe + Batterien, Stirnlampe, Solarlampe … Achtung Brandgefahr bei Kerzen und Zündhölzern!

  • Erste-Hilfe-Set und persönliche Medikamente, Erste Hilfe-Kurs, Feuerlöscher

  • Hygieneartikel z.B. Notfall-Toilettenbeutel

  • Radio mit Batterien, Solar, Kurbel und Ersatzbatterien

  • Kanister zum Transport von Wasser

  • Bargeld in kleinen Scheinen bzw. Münzen

  • Stromlose Heizmöglichkeiten, Decken, Schlafsäcke… Achtung bei stromabhängigen Öfen

  • Tierversorgung (Futter für ca. 14 Tage)

  • Starke Müllsäcke, Klebebänder, Kabelbinder z.B. zur Entsorgung evtl. verdorbener Nahrungsmittel

  • Treibstoffkanister mit Reserve Benzin/Diesel

  • Notstromversorgung Tests notwendig! Auf passende Kabel, Stecker und Treibstoffvorrat achten.

  • Stromlose Kochmöglichkeiten, Kaffeefilter … z.B. Tischherd, Fonduekocher, Grill, Gaskocher, Brennpaste, Gaskartuschen, Grillkohle etc.

  • Photovoltaik-Anlagen auf Inselfähigkeit prüfen

  • Stromlose Freizeitbeschäftigung (Spiele, Bücher, Karten, Blöcke, Stifte, Musikinstrumente …)

Maßnahmen in der Familie/Zuhause

  • Gibt es eine private Hebeanlage für die Kanalisation? Eventuell vorhandene Rückstauklappen überprüfen.

  • Aufenthalt: Wer nicht für wichtige Aufgaben (Infrastruktur, Einsatzorganisationen etc.) benötigt wird, bleibt zu Hause bzw. in seinem Wohnumfeld. Unnötige Fahrten vermeiden, Treibstoff sparen.

  • Haustiere/Aquarium: Dafür sorgen, dass die Wärme- bzw. Sauerstoffzufuhr auch weiterhin sichergestellt ist.

  • Möglicherweise brauchen auch andere Haustiere nun eine besondere Betreuung.

  • Sie sollten wissen, wo die nächstgelegenen Sammelpunkte sind.

Nach dem Blackout - Der Strom fließt wieder

  • Bleiben Sie weiter zu Hause und beachten sie die behördlichen Anweisungen.

  • Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Stromversorgung wieder stabil funktioniert.

  • Vermeiden Sie Telefonate, die nicht dringend notwendig sind bzw. halten Sie sich kurz oder verwenden Sie SMS.

  • Stromschwankungen beim Netzaufbau können zu schwerwiegenden Beschädigungen bei IT-Systemen und elektronischen Geräten führen. Warten Sie so lange wie möglich mit den Wiederhochfahren.

  • Überprüfen Sie, ob die zuletzt eingeschalteten Geräte tatsächlich ausgeschaltet sind (Brandgefahr).

  • Bitte gehen Sie weiterhin mit Ressourcen (Wasser, Treibstoff etc.) sparsam um.

  • Nachbarschaftshilfe ist weiter wichtig.

  • Auch wenn der Strom wieder da ist, dauert es mitunter Tage bis die Infrastruktur (Handy, E-Mail, Kaufhäuser etc.) wieder einigermaßen funktioniert.

Sirenensignale bei Katastrophen und Krisen

Notruf-Nummern

Feuerwehr 122

Polizei 133

Rettung 144

Euronotruf 112

Bergrettung 140

Landeswarnzentrale 130

Gesundheitsnummer 1450

Vergiftungsnotruf 01/406 43 43