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Der Salzburger Stier

Die Sage erzählt von einem gewaltigen Stier, der einst die Festung Hohensalzburg bewachte. Während einer Belagerung durch Feinde standen die Salzburger kurz davor, ihre letzten Vorräte aufzubrauchen. In ihrer Not beschlossen sie, den letzten Stier, der ihnen noch blieb, ein letztes Mal zu füttern – und zwar mit all dem noch vorhandenen Salz.

Als der Stier prall gefüllt und glänzend von der Salzkruste war, trieben die Salzburger ihn auf die Mauern der Festung. Die Belagerer sahen den mächtigen Stier und glaubten, dass die Salzburger noch ausreichend Vorräte und Vieh hätten, um die Belagerung lange durchzuhalten. Erschrocken und entmutigt gaben sie auf und zogen ab. So rettete der kluge Einsatz des letzten Salzes die Stadt vor dem Untergang.

Quellenangabe:

  • "Sagen aus Salzburg und dem Salzkammergut," herausgegeben von Hans Haid, 1981.

  • "Die Salzburger Sagen und Legenden," gesammelt von Karl Heinrich Waggerl, 1978.

Diese Sage zeigt auf eindrucksvolle Weise die historische Bedeutung von Salz in der Region Salzburg und wie es sogar in den Geschichten und Mythen der Gegend eine zentrale Rolle spielte.