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Ein Bericht über die 'Krone' enthüllt, dass illegale Bearbeitungsgebühren bei Kreditbanken zurückgezahlt werden müssen. Fast 20.000 Kunden beim größten Prozessfinanzier fordern die Rückzahlung dieser Gebühren.

Faires Entgelt für Ermöglichung Ihrer Träume

Österreichs Banken ermöglichen die Finanzierung Ihrer Träume im Vertrauen auf eine zuverlässige Rückzahlung der vereinbarten Raten. Zu Recht, wie die Statistik zeigt: Die Zahl der Kredite, die nicht bedient werden konnten, betrug 2023 nur 2 %.[3]

Im Gegenzug für die Ermöglichung Ihrer Wunschinvestition verrechnen die Banken laufend zum einen eine Verzinsung des ausgereichten Kapitals, zum anderen Gebühren für ihre Leistungen wie ein Kontoführungsentgelt.

Im Zuge der Kreditvergabe werden einmalige Entgelte für den Aufwand der Banken fällig. So hat der Kreditgeber in Österreich eine Vielzahl von Maßnahmen zu setzen. Neben der Einhaltung regulatorischer Vorschriften wie z.B. von Meldepflichten, müssen Banken z.B. die Kreditfähigkeit der Kreditnehmer:innen, die Ausfallwahrscheinlichkeit und die Werthaltigkeit von Sicherheiten prüfen. Hinzu kommt die Vorbereitung aller Unterlagen, die Korrespondenz mit einem Treuhänder oder die Abwicklung im Grundbuch.

Kreditbearbeitungsgebühr im Fokus

Im Rahmen der Kreditvereinbarung wird oftmals eine Kreditbearbeitungsgebühr fällig, die entweder als Fixbetrag oder als prozentueller Betrag bemessen an der Kreditsumme in Rechnung gestellt wird. Die Kreditbearbeitungsgebühr wird – wie oben beschrieben – für konkret beschreibbare Leistungen in Rechnung gestellt. Die Zulässigkeit der Verrechnung einer Kreditbearbeitungsgebühr hat der Oberste Gerichtshof (OGH) 2016 auch ausdrücklich anerkannt.

Seit 2023 ist die Kreditbearbeitungsgebühr wiederholt Gegenstand der medialen Berichterstattung, nachdem Kreditnehmer:innen gegen die Verrechnung dieser Gebühr geklagt hatten. In einigen Fällen haben Gerichte diesen Klagen auch stattgegeben. Im Jänner 2024 und Jänner 2025 hat dann der OGH in sehr spezifischen Fällen derartige Urteile bestätigt. Er hat dies damit begründet, dass die im konkreten Fall vorliegende Kombination mehrerer Gebühren zu Überschneidungen führen könnte (und theoretisch zu einer Doppelverrechnung von Leistungen). Daher wäre die Kombination dieser Gebühren mit einer Bearbeitungsgebühr im konkreten Fall intransparent.[4] Weitere Entscheidungen hat der OGH im Jahr 2025 sowie zuletzt auch im Jahr 2026 gefällt. Darin traf der OGH differenzierte Entscheidungen und bestätigte die Zulässigkeit von Entgelten bei entsprechender Ausgestaltung. Sie finden nähere Informationen dazu weiter unten.