Fertigstellung der Bauarbeiten zum Glasfaservollausbau in der Marktgemeinde Bad Waltersdorf
Bauarbeiten für ultraschnelles Internet in Bad Waltersdorf abgeschlossen
Digitalisierungsstaatssekretärin Plakolm und LAbg. Schnitzer gratulieren zum Meilenstein
Bad Waltersdorf. Mit dem heutigen Tag (20.09.2024) sind die letzten Bauarbeiten für den flächendeckenden Ausbau des Glasfasernetzes in Bad Waltersdorf nahezu abgeschlossen. Nach einer Bauzeit von knapp anderthalb Jahren konnten die letzten Tiefbauarbeiten für die digitale Zukunftstechnologie abgeschlossen werden, freuen sich die für Digitalisierung zuständige Staatssekretärin Claudia Plakolm, der regionale Landtagsabgeordnete Lukas Schnitzer, öGIG Geschäftsführer Alfred Pufitsch mit Bürgermeister Johann Fiedler. Somit fehlen nur noch einige wenige Schritt, wie das Einblasen der Glasfaserkabel, um das 18 Millionen Euro Projekt abzuschließen und in acht Wochen mit Highspeed Surfen zu können.
130 km: Strecke Bad Waltersdorf - Wien an Glasfaserleitungen verlegt
Durch den Ausbau verfügen somit 3.000 Haushalte über eine Anbindung – also die Möglichkeit einer direkten Verbindung zwischen dem zentralen Netzknotenpunkt vor der Mittelschule Bad Waltersdorf und dem eigenen Heim. Die Österreichische Glasfaser Infrastrukturgesellschaft hat den Ausbau umgesetzt und gemeinsam mit den ausführenden Firmen Lay Jet, Gebrüder Haider & Co und ms-CNS rund 130 Kilometer Leitungen verlegt, das entspricht in etwa der Strecke zwischen Bad Waltersdorf und der Bundeshauptstadt.
Statements: Mit Highspeed in die Zukunft – für einen erfolgreichen Standort
„Der Glasfaserausbau hier in Bad Waltersdorf zeigt, dass man mit Engagement und Tatkraft viel bewegen kann. In wenigen Wochen surfen 3.000 Haushalte mit Highspeed – das bedeutet mehr Chancen für Betriebe, für Schülerinnen und Schüler und für jede Familie. Digitalisierung ist nicht nur ein technisches Schlagwort, sie ist der Motor für eine starke Zukunft und wird mit Projekten wie diesen zur greifbaren Realität. Jeder Schritt in diese Richtung macht unser Land moderner und lebenswerter. Und genau solche Investitionen fördern wir als Bund: Lösungen, die vor Ort ankommen und das Leben der Menschen spürbar verbessern“, so Claudia Plakolm, Staatssekretärin für Digitalisierung, Jugend und Zivildienst.
„Die Entwicklung des Bezirks Hartberg-Fürstenfeld hängt maßgeblich von einer guten Infrastruktur ab. Es ist ganz wesentlich der Erfolg von Landeshauptmann Christopher Drexler und Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, dass nun 110 Mio. Euro für den Glasfaserausbau in die Steiermark kommen. Ganz besonders erfreulich ist, dass in unserem Heimatbezirk rund 2.400 Haushalte im förderfähigen Gebiet liegen und damit ein weiterer Schritt in Richtung Stärkung der Region gesetzt werden kann“, so Landtagsabgeordneter Lukas Schnitzer.
„Nach einer kurzen aber fordernden Bauphase wird es in wenigen Wochen möglich sein, in Bad Waltersdorf flächendeckend mit ultraschnellem Internet arbeiten zu können. Seien es unsere Betriebe, Schülerinnen und Schüler oder jene die in den eigenen vier Wänden surfen – unsere Gemeinde wird vom Glasfaserausbau enorm profitieren. Das ist eine nachhaltige Standortstärkung Bad Waltersdorfs als Ort des Wirtschaftens, Arbeitens und Lebens, freut sich Bürgermeister Johann Fiedler, der sich abschließend für die große Unterstützung der öffentlichen Hand, bei allen ausführenden Firmen und der Bevölkerung für das notwendige Verständnis in der intensiven Bauzeit bedankt.
„Die öGIG ist derzeit in über 130 Projekten im Land aktiv und fördert mit dem flächendeckenden Glasfaser-Ausbau die wichtige Digitalisierung in Gemeinden wie Bad Waltersdorf als auch der gesamten Obersteiermark und dem steirischen Wechselland. Als größter privatfinanzierter Anbieter von offenen Glasfasernetzen investieren wir für diese Infrastrukturprojekte heuer mehr als 130 Millionen Euro – allein 50 Millionen Euro davon in der Steiermark“, erklärt öGIG Geschäftsführer Alfred Pufitsch.
Weiterführende Information: Neuer Breitbandcall
Neuer Breitbandcall bringt 110 Millionen Euro an Fördermitteln für die Versorgung der steirischen Gemeinden mit Glasfaserinfrastruktur
Der Bund (BMF) hat von 11.September 2024 bis 20.Jänner 2025 einen weiteren Call zum Ausbau der Glasfaserinfrastruktur gestartet. Ziel des Förderungsprogrammes (BBA2030: OpenNet) ist es, die Verfügbarkeit von gigabitfähigen „Open Access Netzen“ (Glasfaserinfrastruktur) in jenen Gebieten Österreichs zu verbessern, die von gewinnorientierten Anbietern nicht oder nur unzureichend durch einen eigenwirtschaftlichen Ausbau erschlossen werden.
Am letzten Call im Frühjahr 2024 konnte die Steiermark als eines von mehreren Bundesländern nicht teilnehmen, da ein Anbieter ankündigte, den Großteil der Steiermark ohne Förderungen (= eigenwirtschaftlich) ausbauen zu wollen. Damit fielen alle Gemeinden, die von dieser Ankündigung betroffen waren aus der Förderlandkarte. Für Ausbauprojekte in diesen Gemeinden konnte keinerlei Förderung beansprucht werden, unabhängig welcher Anbieter das Projekt durchführen wollte.
Die Steiermark hat den neuen Breitbandcall erfolgreich durchgesetzt!
In den letzten Monaten wurde die Förderlandkarte durch den Bund nochmals überprüft und neu aufgelegt. Diese neue Förderkulisse ergibt nun, dass knapp 29.000 Haushalte in der Steiermark in förderfähigen Gebieten liegen, deren Versorgung mit Glasfaserinfrastruktur finanziell unterstützt werden darf. Dies ist das größte förderfähige Gebiet aller neun Bundesländer. Dementsprechend erhält die Steiermark auch den höchsten Anteil an den insgesamt zur Verfügung gestellten Mitteln in der Höhe von rund 275 Millionen Euro.
Mit den für die Steiermark reservierten Mitteln von knapp 110 Millionen Euro können Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Euro umgesetzt werden. Dies wird den Glasfaserausbau in der Steiermark um einen weiteren großen Schritt voranbringen.
In den letzten fünf Jahren konnten in der Steiermark große Fortschritte beim Breitbandausbau erzielt werden:
So gibt es mittlerweile in jeder der 286 steirischen Gemeinde einen Glasfaserzugangspunkt!
Die Breitbandverfügbarkeit mit 100Mbit/s in Bezug auf die Versorgung von Haushalten hat sich in den Jahren 2019 -2024 von rund 50% auf rund 78% verbessert.
Konkret war mit Ende 2023 in 437.843 (von insgesamt 561.387) steirischen Haushalten ein Breitbandanschluss mit 100 Mbit/s verfügbar.
Bei den Betrieben konnte die Breitbandverfügbarkeit mit 100 Mbit/s in den Jahren 2019 -2024 von rund 38% auf 76% verbessert werden.
Von insgesamt 135.163 steirischen Betrieben sind 103.006 (76%) mit 100 Mbit/s-Internetanbindungen versorgt.
Mit den insgesamt vom Bund zur Verfügung gestellten Fördergeldern aus der 1. und 2. Breitbandmilliarde (rund 474 Millionen Euro) konnten in 5 Jahren in der Steiermark rund 60.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden, der Markt hat noch zusätzlich 100.000 Haushalte ausgebaut. Somit ergibt sich eine zusätzliche Versorgung von 2019-2024 von rund 160.000 Haushalten.
Ziel des Landes bleibt der flächendeckende Ausbau der Steiermark mit einer leistungsfähigen Glasfaserinfrastruktur als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Zukunft.