Garten(R)evolution im Naturschaugarten vom Landsitz in Ludersdorf-Wilfersdorf
Vorsicht: Hier wird’s wild! Ab 3. Mai öffnet der Naturschaugarten vom Landsitz wieder seine Tore und stellt klassische Gartenbilder auf den Kopf.
Als bewusster Gegenentwurf zu klassischen Gärten wird am Landsitz Natur nicht kontrolliert, sondern darf sich auf 3.000 m2 frei entfalten. Unter dem Motto „Garten(R)evolution“ zeigen Daniela und David Tuttner in ihrem zertifizierten Naturschaugarten, wie ein Garten aussehen kann, der im Einklang mit natürlichen Kreisläufen wächst. Statt steriler Ordnung stehen Vielfalt, Wildkräuter, Lebensräume für Tiere und ein bewusstes Miteinander im Mittelpunkt.
„Nicht alle können mit diesem Ansatz etwas anfangen,“ gestehen David und Daniela. „Manche Besucher drehen gleich an der Gartentür wieder um, weil ihnen der Garten zu wild ist. Andere wiederum sind genau deshalb begeistert. Dazwischen gibt es wenig.“
Für Daniela und David Tuttner ist das kein Widerspruch, sondern Teil der Entwicklung:
„Wir haben in den letzten Jahren erlebt, dass ein Garten stabiler, vielfältger und letztlich auch schöner wird, je weniger wir ihn in eine feste Form zwingen. Das ist für uns die eigentliche Garten(R)evolution: ein Garten, der mehr kann, weil wir ihn weniger kontrollieren.“ Der Landsitz ist kein Betrieb eines Gartenbauunternehmens und keine Gärtnerei – sondern ein privat geführter Garten, der über Jahre gewachsen ist und sich ständig weiterentwickelt. Fast eine Utopie, die hier Schritt für Schritt Realität geworden ist.
„Viele Menschen wollen weg vom faden Einheitsgarten, der jede Menge Arbeit macht. Wir zeigen hier einen anderen Weg – einen, der einfacher wird, je mehr man der Natur vertraut“, so Daniela und David Tuttner. Ihren Garten verstehen sie als Trittsteinbiotop im Siedlungsraum – ein kleines, aber wichtges Bindeglied für Insekten, Vögel und Artenvielfalt. Gerade im Kontext von Klimawandel und zunehmender Trockenheit gewinnt diese Form der Gestaltung an Bedeutung: naturnahe, vielfältge Privatgärten sind heute wichtige Rückzugsräume und können helfen, Hitze, Trockenheit und Artenverlust im Kleinen zu begegnen.
Mit 3. Mai 2026 startet die neue Gartensaison. Von Mai bis Oktober ist der Naturschaugarten vom Landsitz jeden ersten Sonntag im Monat für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Ein besonderes Highlight ist der 28. Juni, an dem der Landsitz Teil des österreichweiten Naturschaugartentages der Initiative „Natur im Garten Steiermark“ ist.
An allen Gartentagen ist der Garten von 10 bis 18 Uhr geöffnet, mit geführten Gartenrundgängen um 10 Uhr und 15 Uhr.
Besucherinnen und Besucher erleben hier keinen durchinszenierten Schaugarten, sondern einen sich entwickelnden Naturraum mit essbaren Pflanzen, wilden Strukturen, Rückzugsorten für Tiere und immer neuen Überraschungen. Weg von strengen Rabatten und manikürten Rasenflächen, hin zum „kontrollierten Verwildern“ – so kann sich ein Garten Schritt für Schritt in ein lebendiges Ökosystem verwandeln.
Die Gartentage richten sich an Einzelpersonen ebenso wie an Gruppen, Vereine und Betriebe, die neue Ideen für Natur, Nachhaltigkeit und gemeinsames Erleben suchen.
Der Naturschaugarten vom Landsitz wurde mit dem steirischen Renaturierungspreis ausgezeichnet und von Natur im Garten zertifiziert. Im Zentrum steht die Idee, dass private Gärten einen echten Beitrag zur Biodiversität leisten können – direkt vor der eigenen Haustür.
Termine im Überblick:
3. Mai
7. Juni 2026
28. Juni 2026
5. Juli 2026
2. August 2026
6. September 2026
4. Oktober 2026
Öffnungszeiten:
10 – 18 Uhr
Geführte Gartenrundgänge: 10 Uhr & 15 Uhr
Weitere Informationen: