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Ein Bild mit einem Thermometer, das 20 Grad Celsius anzeigt, umgeben von Frostmustern. Der Text 'GEFAHR MINUSGRAD' ist auf dem Bild zu sehen.

Gefahr bei Minusgraden

Fliegende Eisplatten oder Schneehauben, die plötzlich von einem Kraftfahrzeug rutschen, können bei den nachfolgenden Autos schwere Schäden anrichten.

Die frostigen Temperaturen erhöhen nicht nur die Erkältungsgefahr, sondern können tödliche Gefahren im Straßenverkehr auslösen.

Experten warnen seit jeher vor diesem Risiko mit Nachdruck: Speziell auf Lkw mit Planen bilden sich bei Minustemperaturen häufig Eisplatten, die sich während der Fahrt plötzlich lösen können. Sie zerbersten auf der Straße, fallen auf Motorhauben oder Windschutzscheiben der nachfolgenden Pkw.

Ein Geschoss mit 100 Kilo

Die Folgen sind immer wieder schwere Unfälle, warnen die Verkehrsexperten. Kein Wunder: Je nach Geschwindigkeit kann sich eine zwei Kilo schwere Eisplatte in ein 100-Kilo-Geschoss verwandeln, das die Insassen eines nachfolgendes Fahrzeugs schwerstens verletzen oder sogar töten kann.

Zu Unfällen kommt es immer wieder auch bei dem Versuch, den fliegenden Eisplatten auszuweichen. Die einzige Chance, Unfälle zu vermeiden, ist ein Sicherheitsabstand, der strikt eingehalten werden muss.

Schuldfrage oft ungeklärt

Probleme gibt es bei Schäden immer wieder, wenn die Schuldfrage geklärt werden soll. Eine abgeschmolzene Eisplatte lässt sich naturgemäß nicht endlos lange nachweisen. Der Fahrer des Lkw hat möglicherweise gar nichts von dem Zwischenfall bemerkt und wenn man sich nicht sofort die Kenntafel des Lkw notiert oder gemerkt hat, ist der Lastwagenchauffeur nichtsahnend längst über alle Berge und nicht mehr aufzufinden.

Der Kfz-Besitzer muss in diesem Fall seinen Schaden selbst tragen, das gilt vor allem für jene, die lediglich haftpflichtversichert sind. Die Teilkaskoversicherung zahlt meist nur den Schaden der Frontscheibe, nur die Vollkaskoversicherten können mit der Abgeltung des gesamten Schadens rechnen.