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Luftaufnahme einer Stadt umgeben von grünen Feldern und bewaldeten Hügeln. Die Stadt hat ein Raster-Straßennetz mit vielen Gebäuden und Straßen. Es gibt ein großes Sportfeld und eine Autobahn, die durch die Landschaft führt.

Geschichte der Marktgemeinde Gröbming

Die Marktgemeinde Gröbming umfasst 6.694 ha und grenzt an ihrer Nordseite unter anderem an das Bundesland Oberösterreich. Der Markt selber liegt auf einer Seehöhe von 776 m und hat 3.220 Einwohner. (Stand Jänner 2025)

Aus der Geschichte wissen wir, dass schon die Rö­mer in dieser Gegend waren (Römerstein in der ka­tho­lisch­en Kirche, Sölkpass), später wurde die Re­gion von Slawen und Bajuwaren besiedelt (700 - 1000). Die ersten Höfe sind urkundlich im 11. Jahr­hundert entstanden (Eibenthaler, Schörkmayr, ...).
1994 feierte Gröbming das 900-jährige Jubiläum und die Übergabe des neuen Gemeindewappens. Im Jahr 1500 wird die mächtige spätgotische Kirche ge­weiht, besonders sehenswert ist der gotische Flü­gel­altar, der zumeist als "Apo­stel­altar" bezeichnet wird. Er ist der größte aller erhalten gebliebenen Flügelaltäre der Steiermark.

In der Reformationszeit war Gröbming ein kleines Refugium für die Anhänger Martin Luthers. Die ev­an­ge­li­sche Kirche wurde 1850 erbaut. Sie ist die älteste der Steiermark, das Altarbild, welches Chris­tus den Auferstandenen darstellt, ist ein Ge­schenk des Kaisers Wilhelm von Preußen.
Gröbming hat schon lange ein unverbrieftes Markt­recht, daher gab es auch bis 1848 einen Markt­rich­ter, der vom ersten Bürgermeister abgelöst wurde. Um die Jahrhundertwende begann mit Baron Horstig der Som­mer­tou­ris­mus in Gröbming - Stoderzinken. Im Jahr 1902 besuchte Peter Rosegger Baron Horstig am Sto­der­zin­ken; um diese Zeit wurde auch das Stoderkircherl erbaut.

Die Käserei Gröbming wurde ebenfalls 1902 ge­grün­det und produziert bis heute ausgezeichnete Käsesorten aus bester Alpenmilch. Während des 2. Weltkrieges beherbergte der Markt tausende Flücht­linge. Die Südtiroler Sied­lung erinnert uns noch heute daran.

Anfang der 60er Jahre wurde der Stoderzinken für den Wintertourismus mit Liften erschlossen. Gröbming ent­wick­elte sich in den letzten Jahr­zehn­ten zum Verwaltungs-, Wirtschafts- und Schulort sowie zum Zentrum der Region Gröbming.
1979 erhält der Markt die große Umfahrung. Um das Ortszentrum vom Schwerverkehr zu entlasten, wurde zwölf Jahre später die sogenannte Nord­um­fahr­ung errichtet. Die Ortserneuerung begann im Jahre 1988 und machte Gröbming zu einem der schönsten Märkte unserer Heimat.
Heute ist die Marktgemeinde Gröbming der Stand­ort vieler Klein- und Mittelbetriebe, ein wichtiges Handelszentrum im oberen Ennstal und Standort der letzten politischen Expositur ( = Nebenstelle der Bezirkshauptmannschaft Liezen) Österreichs. Ein Gewerbegebiet, entlang der Ennstalbundesstraße, in Zusammenarbeit mit den umliegenden Regionsgemeinden (Gemeinde Michaelerberg-Pruggern, Gemeinde Sölk, Gemeinde Mitterberg-Sankt Martin, Marktgemeinde Öblarn) wurde umgesetzt, um für weitere Betriebe die Möglichkeit zu schaffen sich anzusiedeln und dabei gleichzeitig Arbeitsplätze zu schaffen. Ver­an­stal­tung­en, wie die le­gendäre Ennstal-Classic oder den Altsteirerkirtag, machen Gröbming weit über die Grenzen hinaus bekannt. Das malerische Gröbming, umgeben von einem atemberaubenden Bergpanorama, zeichnet sich nicht nur durch die hohe Lebensqualität aus, sondern auch als ausgezeichneter Bildungsstandort und hervorragender Gesundheitsstandort (Rehabilitationszentrum). Die Vereinsstruktur zeigt unter anderem, dass Gröbmings Bevölkerung stetig wächst. Großprojekte wie der Ausbau und die Verbesserung der Wasserversorgung sowie die Hochwasserfreistellung, soll Gröbming in Zukunft noch lebenswerter machen.

Gemeindewappen seit 1994:

Das durch seine Farbkombination als äußerst freund­lich zu bezeichnende Wappen dokumentiert durch seine Symbole in ausdrucksvoller Weise die Geschichte und Besonderheit Gröbmings: Die jahr­hun­derte­lange recht­liche Sonderstellung als Hof­mark wird durch die beiden Lilienstäbe als Zei­chen der Rechtsgewalt dargestellt, der Zahnschnitt in Silber do­ku­men­tiert die slawische Sprachwurzel "greben" und weist auf unser Gebirge "Kamm" hin. Die zwölf Apostelkreuze als Symbol für den als Kulturgut zu bezeichnenden Apostelaltar in der katholischen Kirche, geben Zeugnis der be­son­der­en christlichen Verbindung.

Meilensteine in Gröbming

  • 1875 Geburtsjahr des berühmten Kurarztes Dr. FX Mayr in Gröbming - „Mayr Kur“

  • 1887 Bau der Brünnerhütte am Stoderzinken

  • 1896 Erster Karrenweg auf den Stoderzinken

  • 1902 Gründung der Käsereigenossenschaft in Gröbming

  • 1902 Bau unseres Wahrzeichens „Stoderkircherl“ am Stoderzinken

  • 1902 Erster Schwimmbadbau in Gröbming

  • 1903 Gründung der ersten Bauernschule Österreichs in Gröbming

  • 1906 Erster Schikurs durch Matthias Zarsky auf der "Tonschn Leitn" in Gröbming

  • 1906 Erster gedruckter Ennstaler als Heimatzeitung, Wallig in Gröbming

  • 1917 Erster Kurbetrieb im heutigen REHA-Zentrum in Gröbming

  • 1936 Erster Horstig Gedenklauf vom Stoderzinken nach Gröbming

  • 1949 Gründung der Hauptschule in Gröbming

  • 1952 Gründung der Musikschule

  • 1958 Baubeginn der Stoderzinken-Alpenstraße

  • 1962 Baubeginn der Lifte am Stoderzinken

  • 1963 Liftbetrieb und Schischule am Stoderzinken

  • 1979 Eröffnung der Ortsumfahrung der Ennstal Bundesstraße (B320) in Gröbming

  • 1989 Prädikat Heilklimatischer Kurort für Gröbming

  • 1992 „Mayr Kur“ Betrieb im Geburtshaus des Dr. FX Mayr

  • 1993 1. Ennstal Classic in Gröbming

  • 1997 Ein Teil vom Gemeindebiet Gröbming wird zum UNESCO Weltkulturerbe

  • 2005 Größter Abenteuerpark Österreichs am Fuße des Stoderzinkens

  • 2006 Bau der Gradieranlage im Gröbminger Kurpark

  • 2010 Eröffnung des neu erbauten Panoramabades in Gröbming

  • 2011 Neubau der Land- und Ernährungswirtschaftsschule in Gröbming

  • 2013 wurde am Stoderzinken die größte Seilgleit-Fluganlage (Zipline) Europas eröffnet.

  • 2020 Gründung des Gewerbeparks Gröbmingerland in Kooperation mit den Regionsgemeinden

  • 2021 Eröffnung des neuen Kindergartens mit Kinderkrippe für 150 Kinder

  • 2022 Friedenskircherl wird zum schönsten Platz Österreichs

  • 2023 Erstmalige Gründung eines Kindergemeinderats

  • 2023 Start Errichtung Einsatzzentrum aller Einsatzorganisationen

  • 2024 Eröffnung des dritten öffentlichen Spielplatzes - geplant vom Kindergemeinderat

  • 2024 Eröffnung des neuen Biomasseheizwerks im Gewerbegebiet

  • 2024 Beginn des Ausbaus des öffentlichen Glasfasernetzes

  • 2024 Baubeginn von 105 geförderten Wohnungen

  • 2025 Fertigstellung Sanierung und Ausbau des Rathauses

  • 2025 Eröffnung der Verweilzone am Stoderplatzl