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Geschichtliches & Ortsporträt

Geschichtliches aus Viktorsberg

Viktorsberg wurde nach dem Papst und Märtyrer Viktor I.| (gest. ca. 202) benannt, dessen Schädel wohl schon seit dem 8. Jahrhundert in der Viktorsberger Kirche aufbewahrt wird.

Die erstmalige urkundliche Erwähnung findet sich im rätischen Güterverzeichnis von 842.

Zu den wunderlichsten und gleichzeitig interessantesten Gestalten der Vorarlberger Heiligen zählt zweifellos der irische Einsiedler Eusebius. Eusebius verließ Mitte des 9. Jahrhunderts - vertrieben durch kriegerische Einfälle der Dänen und Norweger - seine Heimatinsel und fand in Viktorsberg Zuflucht. Er stand in enger Verbindung mit dem Kloster St. Gallen und soll sogar dem Karolinger-Kaiser Karl III. (gest. 888) Rat erteilt haben. Aus Dankbarkeit ermöglichte der Kaiser durch eine Schenkung den Unterhalt des kleinen Konvents und stellte Viktorsberg unter Schutz und Eigentum des Klosters St. Gallen. Ein St. Galler Totenbuch meldet das Ableben des Eusebius unter dem 31. Januar 884.

Die Jahrhunderte nach seinem Tod schienen Eusebius vergessen zu haben. Kein einziger Geschichtsschreiber berichtet über den seltsamen irischen Reklusen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erzählt jedoch der Überlinger Volks- und Erbauungsschriftsteller Johann Georg Tibianus, dass Eusebius auf den Feldern von Brederis sonntagsschändende Bauern gescholten habe und deshalb von ihnen mit einer Sense enthauptet worden sein soll. Eusebius habe aber gleich nach seiner Ermordung zum Erstaunen seiner Mörder sein abgeschlagenes Haupt aufgenommen und damit den Tatort verlassen.  Schließlich soll er sein Haupt auf dem Altar der Viktorsberger Kirche zur Ruhe niedergelegt haben. 1730 wurde Eusebius von der römischen Ritenkongregation sogar selig gesprochen. Das Kleeblatt im Wappen deutet auf die Irische (früher neu schottische) Verbindung  hin.

Über die Entwicklungen und Schicksale des Klosters ist nur wenig bekannt, da es zweimal abbrannte und dabei sehr viele alte Schriften zugrunde gegangen sind. Bekannt ist nur, dass später die Grafen von Montfort im Besitze des Viktorsbergs waren. Im Jahr 1370 begann Graf Rudolf III von Montfort, die Kirche und das Klostergebäude in einen besseren Zustand zu versetzen. Am 13. September 1383 vergab er den neu errichteten Klosterbau an die Minoriten. 1398 erwarb das Haus Österreich die Vogtei über das Minoritenkloster.

Im Jahre 1642 brannte das Kloster nach einem Blitzeinschlag vollständig nieder.

Im Jänner 1785 wurde das Minoritenkloster durch Joseph II. aufgehoben.

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Viktorsberg seit der Gründung 1861. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Ortsporträt

881 m über dem Meeresspiegel gelegen, eröffnet Viktorsberg einen umfassenden und sehr reizvollen Ausblick auf das Rheintal und die Gebirgskulisse des Rätikons im Süden und die Schweizer Berge im Westen.

Viktorsberg ist eines der schönsten Bergdörfer Vorarlbergs! Keine Hektik, kein Durchzugsverkehr, dafür viel Sonne und gesunde Luft und eine unvergessliche Panoramasicht über das Vorarlberger Rheintal bis weit in die Schweizer Bergwelt. Viktorsberg ist keineswegs ein Ferienort mit dem üblichen Stress und Trubel. Ruhe und Besonnenheit sind als gegebene Vorteile eines Bergdofes geblieben. Unser Dorf eignet sich auch besonders als Ausgangspunkt für Besichtigungsfahrten für ganz Vorarlberg und in die benachbarte Schweiz. Der Weg ins Tal führt über eine auch für Busse problemlose breite Asphaltstraße. Wenige Minuten nur, und das geschäftige Treiben der Talgemeinden sorgt für abwecshlungsreiche Möglichkeiten.

Daten und Fakten

Gemeinde Viktorsberg

Bezirk Feldkirch

Land Vorarlberg, Österreich

Gesamtfläche 12,5 km² davon 71% Waldanteil

Höhenlage 680 m - 2004 m

Einwohner 405