Hundekot
Der Haufen gehört ins Sackerl!
Hundekot ist kein Dünger.
Für viele Hundehalter:innen ist die ordnungsgemäße Entsorgung des Hundehaufens bereits eine Selbstverständlichkeit. Einige machen sich jedoch keinerlei Gedanken, was so ein zurückgelassener Hundehaufen im weiteren Verlauf so alles anrichten kann:
Hundekot stellt eine Unfallgefahr dar. Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer*innen, Blinde und Sehschwache, aber auch Kinder, können die Hundehaufen oft nicht rechtzeitig erkennen, darauf ausrutschen und dadurch in direkten Hautkontakt mit dem Kot kommen.
Hundekot stellt ein Infektionsrisiko dar. Kinder und abwehrgeschwächte Erwachsene sind besonders gefährdet. Zahlreiche winzige Eier von Parasiten können beispielsweise durch Schuhsohlen bis in Wohnungen hinein verbreitet werden. Es besteht daher immer die Gefahr eines indirekten Kontaktes mit Hundekot.
Durch Schnüffeln an Kot können weitere Hunde infiziert werden. Als Hundekot-Parasiten werden verschiedene Würmer, Giardien und Kokzidien genannt. Da Entwurmungen nicht regelmäßig durchgeführt werden, ist damit zu rechnen, dass jeder dritte Hund Träger von Darmwürmern ist. Symptome dafür bleiben bei erwachsenen Tieren meist unauffällig.
Hundekot ist kein Dünger — ganz im Gegenteil. Hundekot auf Wiesen und Weiden kann für Kühe, Pferde und Schafe gefährlich sein und darf daher nicht ins Futter gelangen. Sind im Hundekot Parasiten enthalten, bleiben diese lange an den Gräsern haften. Werden diese verunreinigten Gräser von den Kühen mitgefressen, kann dies zu Totgeburten führen, Pferde und Schafe können daran erkranken.
Hundekot nicht in die Biotonne oder auf den Kompost werfen. Hundekot verrottet anders als Mist von Pflanzenfressern. Würmer und andere Parasiten werden nicht wirksam abgetötet und sind neben Resten von Antibiotika und Medikamenten möglicherweise später im Humus enthalten.
Immer öfter wird Müll auf Wiesen und Weide gefunden — neben Sackerl mit Hundekot auch Aludosen und Glasflaschen. Beim Mähen wird der Müll zerkleinert und verteilt. Der zerkleinerte Müll im Futter kann die Tiere dann schwer verletzen oder im Extremfall sogar töten.
Entsorgung nur im Restmüll!
Kompostierbare Hundekotsackerl verrotten im Wald und auf derWiese je nach Witterung erst nach 18 Monaten. Wir ein Material als „kompostierbar“ deklariert, baut es sich unter Laborbedingungen nach bis zu 6 Monaten zu 90% ab – unter Bedingungen wie es nur in der industriellen Kompostierung möglich ist. Diese Bedingung finden wir nicht in der freien Natur! Die Sackerl bleiben je nach Materialzusammensetzung und Witterung bis zu 18 Monate liegen.
Bitte sammeln Sie den Hundekot ihres Tieres ein und entsorgen Sie das Sackerl dann sachgerecht im Restmüll!
Tipp: Beim Spazieren und Wandern den Müll wieder mitnehmen!
Ein Sackerl zum Müllsammeln gehört in jeden Rucksack.