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Ein Mann und eine Frau sitzen auf Stühlen in der Nähe eines Pools, lächeln und halten Gläser mit Bier in die Höhe. Dahinter schwimmen aufblasbare Spielzeuge im Wasser, und ein Rasenbereich mit Bäumen ist sichtbar.

Interview mit den Pächtern Sara und Mario

Könnt ihr euch kurz vorstellen - wer seid ihr, und wie hat es euch aus Tirol nach Jagerberg verschlagen?
Wir sind Sara und Mario und über das Internet sind wir auf das Café Neptun gestoßen – und irgendwie hat sich alles gefügt. Manchmal muss man einfach mutig sein, seine Sachen packen und losziehen. Und wir haben diese Entscheidung nie bereut.

Euer zweiter Sommer in Jagerberg – wie blickt ihr auf die bisherige Zeit zurück?
Der Start war für uns eine echte Herausforderung – wir kannten weder den Ort noch die Abläufe, alles war komplett neu. Sogar alltägliche Dinge wie der nächste Supermarkt mussten erst entdeckt werden. Und dann kam auch noch meine Knieverletzung dazu, mit Krücken ging wenig – mein Mann musste in der Anfangszeit unglaublich viel alleine stemmen. Aber genau das hat uns zusammengeschweißt.

Trotz allem gab’s auch viele schöne Momente: Besonders stolz sind wir auf unsere Events für Kinder, wie die riesen Hüpfburg zum Zeugniswochenende – komplett kostenlos, Spenden sind natürlich willkommen. Auch unser Kinoabend am 27. Juli 2025 und das Sommerfest am 22. August 2025 sind echte Highlights für Groß und Klein.

Wie habt ihr euch als Neulinge vor Ort zurechtgefunden?
Es war schon eine große Umstellung, gerade wenn man aus Tirol kommt und alles hinter sich lässt. Aber mit Offenheit, Neugier und viel Eigeninitiative haben wir unseren Platz gefunden – auch dank der Unterstützung der Menschen hier in Jagerberg. Die Herausforderung ein funktionierendes Café aufzubauen, war groß – aber der Rückhalt der Gäste und der Gemeinde war von Anfang an spürbar.

Was hat euch dazu bewogen, das Café Neptun zu übernehmen?

In einer Zeit, in der alles immer schneller, teurer und hektischer wird, wollten wir einen Ort schaffen, der genau das Gegenteil ist: entschleunigt, naturverbunden, offen für alle Generationen. Als wir den Platz gesehen haben, war klar – das ist unsere Chance. Ich nenne Jagerberg gern die „Toskana Österreichs“! Hier in der Südoststeiermark lässt es sich leben, gestalten und genießen.

Was ist euch in der Zusammenarbeit mit der Gemeinde besonders wichtig?
Wir schätzen die Offenheit und den Dialog mit der Gemeinde sehr. Es wird viel ermöglicht – und wo es Verbesserungspotenzial gibt, bringen wir uns gerne aktiv ein.

Wie erlebt ihr den Campingplatz und den Generationenpark direkt vor eurer Tür?
Diese Flächen sind ein echtes Juwel für Jagerberg. Sie bieten Platz, Freiraum und Spielmöglichkeiten

Das Café Neptun ist mehr als nur ein Gastronomiebetrieb – was ist euer Gesamtkonzept?
Unser Ziel war immer, einen Ort zu schaffen, der mehr ist als ein Café. Ein Treffpunkt für alle Altersgruppen, mit vielseitigen Freizeitangeboten. Unser Konzept „Fire & Ice“ steht sinnbildlich dafür: Sommer wie Winter wollen wir besondere Erlebnisse bieten – ob durch Kulinarik, Events oder einfach ein Gefühl von Gemeinschaft. Man kommt als Gast und geht als Freund.

Welche Eisvariationen sind diesen Sommer besonders gefragt?
Unser Eisangebot wird unglaublich gut angenommen – besonders unsere Becher-Kreationen wie der Giotto-, Raffaello- oder Beach-Becher. Auch klassische Lieblinge wie der Bananensplit sind sehr beliebt. Wir verwenden Eis von Nelatti, regional produziert in Preding – das schmeckt man.

Ein Highlight: Kinder (und Erwachsene!) können ihren eigenen Eisbecher gestalten. Je kreativer die Bestellung, desto bunter und lustiger das Ergebnis. Mit Streuseln, Glitzerstaub oder ausgefallenen Sorten entstehen echte kleine Kunstwerke. Wer weiß – vielleicht schafft es ja eine besonders kreative Kreation sogar auf unsere Karte!

Wie entstehen eure Event-Ideen – und wie werden sie angenommen?
Vieles entsteht spontan. Die Hupfburg zum Zeugniswochenende war innerhalb eines Tages organisiert. Der Kinoabend wird in Kooperation mit der Gemeinde durchgeführt – da ist der Zusammenhalt groß.
Auch spontane Grillaktionen gehören bei uns dazu. Sobald der Duft über den Platz zieht, bleiben die Leute stehen und fragen: „Was gibt’s denn heute?“ Und so entstehen ganz unkompliziert schöne Abende.

Gab es ein Event, das euch besonders in Erinnerung geblieben ist?
Jedes Event hat seinen eigenen Charme. Eine Poltergruppe, die wie Meerjungfrauen ins Wasser gehüpft ist, war definitiv ein unvergesslicher Anblick. Und dann gab’s da noch den Tag mit Sturm „Notburga“ – da lief wirklich alles schief. Aber selbst solche Tage werden irgendwann zu wertvollen Erinnerungen.

Was unterscheidet das Café Neptun von anderen Lokalen in der Region?
Wir nehmen uns Zeit – für jeden Gast, jeden Wunsch, jeden Teller. Ob das Getränk perfekt gekühlt ist, das Eis genau richtig dekoriert oder das Gericht so serviert wird, wie der Gast es am liebsten mag – das macht bei uns den Unterschied. Unsere Speisekarte ist klein, aber abwechslungsreich. Von Miesmuscheln in Weißweinsauce über Chili bis hin zu Flammkuchen und Pizza – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Wie wichtig ist euch die Verbindung zur lokalen Gemeinschaft?
Sie ist das Fundament von allem. Wir sagen gern: Die Stammgäste, Familien und Einheimischen sind der „Mutterkuchen“ unseres Betriebs – der Sommer ist dann die Creme und die Feste das Topping. Ohne die Menschen aus der Umgebung wäre all das nicht möglich.

Welche Pläne habt ihr für den Herbst und Winter?
Wir wollen zeigen, dass das Neptun auch in der kühleren Jahreszeit ein Ort zum Wohlfühlen ist. Unsere Menükarte wird herbstlich angepasst – gemütlich, herzhaft, bodenständig. Wenn es draußen stürmt, soll’s bei uns warm und herzlich sein.
Eine tolle Aktion läuft auch mit dem Gasthof Haiden: Drei Tage, zwei Nächte mit Frühstück, 3-Gänge-Menü am Abend und Eintritt ins Schwimmbad + einen Eisbecher – ideal für Gäste aus der Ferne, die die „Toskana Österreichs“ entdecken wollen. Besonders schön: Einige unserer Tiroler Freunde und Familienangehörigen haben dieses Angebot bereits genutzt – ein Stück Heimat zu Besuch bei uns.

Was wünscht ihr euch für den Sommer 2025?
Harmonie. Schönes Wetter – mit ein paar Regentagen, damit die Natur (und wir) durchatmen können. Wir arbeiten 7 Tage die Woche, mit Herzblut – da sind kleine Pausen Gold wert. Wir freuen uns über das tolle Feedback, das uns erreicht. Das spornt an, macht stolz – und gibt uns Energie, um weiterzumachen.

Ein kleines, aber feines Highlight: Unsere Spritzer- und Biergläser lagern wir im Tiefkühler – so gibt’s eisgekühlte Getränke, wie man sie sonst kaum bekommt.