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Ein Bild einer Tür mit einem gewölbten Oberteil, reflektierten Fenstern und zwei Lampen an der Wand. Der Textüberlagerung lautet 'SCHEN U ME' und 'KULTURLA NIEDEROSTERRE'.

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Christina Dörfler

Burg Eggenburg – Bergfried

Christina Dörfler ist eine in Wien lebende Künstlerin, Lehrerin und Forscherin. Sie lehrt Kunst und Mode-Design an der KMD-Herbststraße Wien und studierte Kunstpädagogik und Textil an der Universität für angewandte Kunst Wien. In ihrem laufend sich weiterentwickelnden interdisziplinären Kunstprojekt „Excuse my Dust Series“ experimentiert sie mit verschiedenen unorthodoxen Färbetechniken, in denen sie mit korrosiven Materialien, natürlichen Pigmenten und nachhaltigen Oberflächen-Behandlungen arbeitet. Ihr künstlerisches Schaffen ist eine Suche nach alternativen Formen des kollektiven Sammelns, Produzierens und nachhaltigen Gestaltens.

© Foto: Koen Smet

Erika Farina

Ehemaliges Schlachthaus

Die Installation „Symbionts“ beinhaltet wesenhafte textile Skulpturen, die an existierende Tiere erinnern, deren Form jedoch frei erfunden ist. Diese hybriden Geschöpfe entziehen sich einer klaren Zuordnung und scheinen einer Welt zu entstammen, in der biologische Kategorien verschwimmen und neue Lebensformen möglich werden.
Inspiriert von Donna Haraways spekulativer Erzählung „Children of Compost“ (Staying with the Trouble, 2016) besteht die „Symbionts“-Bevölkerung aus fiktiven Organismen, die durch eine alternative multispezies Evolution entstanden sind. Die Wesen existieren in einem symbiotischen und kollaborativen Verhältnis zueinander, in dem Koexistenz nicht auf Konkurrenz, sondern auf gegenseitiger Unterstützung beruht. Dabei stellen sie gängige Vorstellungen von Individuum und Gemeinschaft infrage und laden dazu ein, über alternative Formen des Zusammenlebens nachzudenken. Die Installation schafft eine immersive Umgebung, die den Betrachtenden die Gelegenheit gibt, in eine Welt einzutauchen, die nicht von anthropozentrischen Hierarchien bestimmt ist.

Erika Farina (1990, IT) lebt und arbeitet in Wien. Nach ihrer Ausbildung zur Kleidermacherin und Modedesignerin an der Mode Akademie Sitam sammelte sie Erfahrungen bei verschiedenen österreichischen Modelabels wie Liniert, Jana Wieland und Wiener Konfektion. Seit 2017 erforscht Farina mit ihrer Arbeit die Verbindung zwischen textiler und bildender Kunst. Ihr Schaffen umfasst ein breites Spektrum von Kostümdesign über Installationsarbeiten bis hin zu partizipativen Projekten.

© Foto: Manuel Cyrill Bachinger

Walter Fletzer

MÖFA – ehemalige Möbelfabrik

Der Leerstand als Raum zwischen einer vergangenen Geschichte und einer Geschichte, die in der Zukunft liegt, öffnet sich. Um Geschichten zu erzählen – alte und neue. Das von Walter Fletzer beim Festival Zwischen:Räume Gezeigte versteht sich als eine kleine Ansammlung solcher Erzählungen – von ihm selbst, von um ihn herum und auch von weit weg – und mag damit den Schauenden eine Vorstellung von dem verschaffen, was sein künstlerisches Arbeiten in seinem gesamten Ausmaß bislang getan hat, noch immer tut und in Zukunft tun wird. Es bildet ab, es zeigt ein Bild – meist in Form von Objekten oder Bild-Platten, aber auch in Form von Blättern und Text-Fragmenten. Damit verbunden sind Geschichten und Erzählungen – von Erinnerungen, Erfahrungen und Betrachtungen. Von Abschnitten und Aussichten im Leben. Von Beziehungen und Wünschen. Von Wegen – bereits begangenen oder noch zu gehenden. Es entstehen Werke, die nicht selten im Prozess ihres Werdens ihre Richtung verändern. Manchmal sind es aber auch welche, deren Werden in gerader Linie und Knappheit erfolgt.

Walter Fletzer ist 1963 Geborener. Leidenschaftlich in der Landschaft Gehender. Seit jungen Jahren Sammler von Materialien und von Bildern im Kopf, die einer künstlerischen Auseinandersetzung harren. Seit gut eineinhalb Jahrzehnten Umsetzender dieser Sammlung im gestalterischen Tun zu Objekten und Installationen. Seit zehn Jahren sich nicht Scheuender, die Ergebnisse dieses Arbeitens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

© Foto: Gerhard Geisberger

Manuel Huber & Maria Wandl

Konzert in der Alten Post

Manuel Huber wohnt in Poigen, Niederösterreich. Komponiert, arrangiert und performt diverse elektronische Musik. Maria Wandl ist Komponistin und Sängerin und wohnt in Eggenburg, Niederösterreich.

Gemeinsame Projekte:
Rock die Weide 2022 – Musikfestival Frauenhofen, Niederösterreich
Zwischen:Räume 2023 – Kunstfestival Eggenburg, Niederösterreich
Ins Blau Gehen – Kunstperformance in Eggenburg, Niederösterreich – November 2024

© Foto: Manuel Wandl

Dora Kuthy

Bürgerhaus am Hauptplatz

Die künstlerische Reise von Dora Kuthy entfaltet sich weiter in Eggenburg: Zum dritten Mal nimmt sie mit Freude an dem Kunstprojekt „Zwischenräume“ teil. Dieses Mal taucht sie unter dem Titel „Erzählungen einer Tischdecke“ in die zauberhafte Formensprache des Mittelalters ein und verwebt sie mit lebhaften Erinnerungen an ihren Besuch beim Mittelalterfest. Eine weiße Tischdecke, geschmückt mit bunten Blümchen-Stickereien und Häkelspitze, wird zum Trägermaterial für ihre Zeichnungen, die mit Acrylstiften entstehen. Das Wohnhaus am Hauptplatz verwandelt sich in einen einladenden Raum für inspirierende Gespräche über Kunst, Rituale und die Entwicklung der niederösterreichischen Stadt. Kommen Sie und lassen Sie sich von der Magie der Vergangenheit und der Kreativität der Gegenwart verzaubern!

Dora Kuthy wurde 1981 in Budapest geboren und wuchs in Italien auf. Ihre sechsmonatige Weltreise von 2007 bis 2008 inspirierte und motivierte sie, Kunst zu studieren. 2014 schloss sie ihr Studium an der Universität für angewandte Kunst ab. Sie arbeitet mit verschiedenen Medien und künstlerischen Ausdrucksformen, darunter Grafik, Malerei, Fotografie und Design. Zudem organisiert sie unter anderem partizipative Kunstprojekte. Ihre Tätigkeit an der KunstModeDesign Herbststrasse in Wien empfindet sie als große Bereicherung.

© Foto: Claudia Redtenbacher

Martin Ludl

Bürgerspital – ehemaliges Stadtarchiv

„Zwischen den Ebenen“ ist eine konzeptionelle, analoge Fotoausstellung, die den Dialog zwischen Wahrnehmung und Realität erforscht. Durch Mehrfachbelichtungen und kreative Perspektivwechsel entstehen Bilder, die sich ständig neu entfalten und den Betrachter einladen, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen. Der kreative Prozess wird erlebbar, während die Grenzen zwischen dem Sichtbaren und Erkennbaren verschwimmen, ohne eine endgültige Antwort zu geben.

Martin Ludl ist Analog-Fotograf und Kameramann. Der gebürtige Wiener arbeitet mit geradezu meditativem Fokus und experimentierfreudigem Blick an seinen Bildern. Seine Foto- ist zugleich Lebenskunst: abseits seines schnelllebigen Berufs als Kameramann stellt seine fotografische Praxis auch einen Prozess der Einkehr, der Ruhe und der Entschleunigung dar. Frei von jeglicher Ablenkung, produziert er Bilder, die den Moment und Ort ihres Entstehens als vielschichtiges Spektrum zeigen. Als Augenblick von Geschichten, als Spiegel einer Erinnerung, als den Hauch eines Gefühls.

© Foto: Katja Ludl

Mona Rith

Wohnhaus Burggasse

Die Künstlerin Mona Rith setzt sich in ihren Arbeiten mit dem Charakter und der Qualität von Materialien auseinander, im Dialog mit der Technik und den besonderen Bedingungen der Umsetzung. In ihren gewebten Skulpturen experimentiert sie mit verschiedenen Fasern, in Kombination mit unterschiedlichen Methoden und einer Vielzahl von Manipulationen des Webprozesses. Das Konzept der Vergänglichkeit und die Allgegenwärtigkeit des Wandels sind in ihrer Arbeit stets präsent.

© Foto: Andreas Pölzl

Zeugfärberei Gutau

Alte Post

Die Zeugfärberei Gutau ist eine experimentelle Textilwerkstatt mit den Schwerpunkten Färben und Drucken. Sie ist eine Initiative zur Ermöglichung und Belebung des Blaudrucks in Gutau und ein Gemeinschaftsprojekt rund um textiles Gestalten zur Verbindung alter und neuer Techniken und noch vieles mehr. Entstanden ist die Zeugfärberei als Idee, die Indigo-Färberei in Gutau wiederzubeleben. Aus dem losen Zusammenschluss interessierter Menschen wurde 2018 ein eigener Verein mit der Kernaufgabe, eine Blaudruckwerkstatt in Gutau zu führen und die Technik des Blaudrucks zu vermitteln. Dazu werden Workshops zu Blaudruck, aber auch anderen Techniken wie Shibori, Siebdruck und Cyanotypie für Schüler:innen und Erwachsene angeboten.

Mittlerweile hat die Zeugfärberei einen Namen in der Blaudruck-Community, beteiligt sich an diversen Aktivitäten und Treffen zum immateriellen Kulturerbe Blaudruck, am Färbermarkt Gutau und Projekten, die sich mit Blaudruck und Indigofärbung auseinandersetzen. Sie hat 2021 den Volkskulturpreis des Landes Oberösterreich für die Fortführung und Weiterentwicklung dieses traditionellen Handwerks erhalten. 2024 hat sie das Projekt „Ein Heimatbuch“ mit 45 verschiedenen Textil-Künstler:innen umgesetzt und ein großformatiges Buch aus Stoff hergestellt, in dem es um das Thema „Verlorene und gefundene Heimat“ geht.

© Logo: Zeugfärberei Gutau