"Natur im Garten" - Ökologische Unkrautregulierung
Unkräuter können im Garten und auf Wegen wirklich lästig sein; sie haben aber auch gute Seiten.
Vorbeugung: verwendete Erden sollten frei von Unkrautsamen sein, tiefes Umgraben holt Samen an die Oberfläche, nicht nur deshalb ist ein nur leichtes Lockern des Bodens besser. Bedecken Sie offenen Boden mit Mulch. Rasenschnitt ist hier sehr gut geeignet. Und der/die schlaue Gärtner/in bekämpft Unkraut, wenn es noch klein ist.
Wurzelunkräuter, wie Löwenzahn, Quecke oder Giersch sollten mit dem Großteil der Wurzel ausgestochen werden. Alternativ kann die Pflanze mehrmals abgeschnitten werden. Das dauert aber einige Wochen, bis sie aufgibt. Winden geben relativ schnell auf, Quecke ist sehr hartnäckig.
Samenunkräuter, wie Vogelmiere, Melde oder Gänsefuß sollten spätestens zur Blüte entfernt werden um ein Aussamen zu verhindern.
Größere Unkrautflächen mit Giersch, Brennnessel oder Quecke sollten mehrmals abgemäht/ abgehackt werden und mit der Einsaat konkurrenzstarker Gründüngungspflanzen (z.B. Bienenweide Phacelia) unterdrückt werden. Mit einer Pendelhacke können die Unkräuter sehr schnell entfernt werden.
Wege und Garageneinfahrten dürfen nicht mit Unkrautmitteln oder selbstgebrauten Substanzen (z.B. Salz) behandelt werden. Das ist strafbar und schlecht für die Umwelt. Mit den nachfolgenden Methoden geht das ebenfalls sehr gut:
Mechanische Geräte, wie ein Unkrautbesen mit Stahlborsten, ein Fadentrimmer (Freischneider) oder Fugenkratzer leisten gute Dienste.
Thermische Geräte, wie Abflämmgeräte, Infrarotgeräte oder Heißdampfgeräte bekämpfen nicht nur das Unkraut, sondern auch die Samen im Boden. Halten Sie eine Ersatzkartusche Gas beim Abflämmen bereit und tauschen Sie alle 5 Minuten die Kartusche, da sich diese bei Gebrauch stark abkühlen und der Gasdruck nachlässt. Sie müssen die Pflanzen nicht verkohlen; 70° reichen zum Absterben aus, und das geht recht schnell.
Unkrauthemmender Fugensand kann die Flächen jahrelang unkrautfrei halten. Stark basische Minerale hemmen das Keimen der Pflanzen. Nicht direkt an Mauern verwenden; Salzausblühungen sind sonst möglich.
Stehenlassen oder Aufessen: die meisten Unkräuter sind nützlich für Insekten und Vögel und auch Sie können viele davon als Wildsalat/-gemüse verwenden. Brennnessel, Giersch, Melde, Gänsefuß, Vogelmiere und Löwenzahn schmecken gut. Quecken sind Verdauungsgras für Hunde und Katzen. Halten Sie ein „Wildes Unkrauteck“ in Ehren.
“Natur im Garten”
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das “Natur im Garten” Telefon +43 (0)2742/74 333 oder gartentelefon@naturimgarten.at. Informationen zu “Natur im Garten” unter www.naturimgarten.at