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Ein Bild von Herbstblättern, golden gelb und orange, sind auf einem Ast eines Baumes gegen einen blauen Himmel geclustert.

"Natur im Garten"-Tipp: Was wir im Herbst tun und lassen sollten

Der Herbst steht vor der Tür und mit ihm eine Reihe von Dingen, die vor dem Winter noch erledigt werden sollten und zeitlichen Stress verursachen. Aber hier die gute Nachricht, es gibt einige Arbeiten, die zwar traditionell im Herbst durchgeführt werden, aber besser zu einer anderen Jahreszeit gemacht werden sollten.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist etwa, dass man im Herbst die Rosen schneiden sollte. Wenn man jetzt schneidet, haben die Pflanzen den ganzen Winter offene Wunden, an denen der Frost Schaden anrichtet bzw. Krankheitserreger eindringen können. Die Pflanze hat keine Chance die Wunden zu schließen. Eine grobe Faustregel besagt, dass der beste Schnittzeitpunkt für Rosen im Frühling zur Zeit der Forsythienblüte ist.

Ähnliches gilt übrigens auch für den Schnitt von Bäumen und anderen Gehölzen. Der beste Zeitpunkt ist hier der Sommer von Juli bis August. Im belaubten Zustand können Bäume und Sträucher den Wundheilungsprozess rasch einleiten. Andererseits ist das Brutgeschäft der meisten Vögel, die man beim Frühlingsschnitt stören würde, im Sommer bereits abgeschlossen.

Entfernung von Falllaub von Rasenflächen, Straßen, Gehwegen etc. ist logischerweise eine typische Herbstarbeit, aber es ist nicht sinnvoll es zu entsorgen. Laub ist ein wertvoller Rohstoff der als Mulchmaterial unter Hecken und Sträuchern als Versteck für zahlreiche Nützlinge wie etwa Glühwürmchenlarven dient. Bodentiere und Mikroorganismen zersetzen dieses organische Material und sorgen damit für den Humusaufbau im Boden. Humus ist ein wertvoller Wasser- und Nährstoffspeicher.

Auch für die Aussaat von Blumenwiesen oder Rasen ist im September und Oktober ein guter Zeitpunkt, ebenso wie das Einlegen von Blumenzwiebel in Staudenbeete.

Der Herbst ist zwar auch Pflanzzeit für Gehölze, mit dem Pflanzen empfindlicher Arten wie Clematis, Magnolien oder Feigen sollte man sich aber bis ins Frühjahr Zeit lassen. Vor allem bei immergrünen Gehölzen wie dem Rosmarin ist es wichtig, dass sie gut einwurzeln können. Wenn die Wurzelballen durchfrieren vertrocknen sie über den Winter.

Gräser haben auch im Winter einen hohen Zierwert. Sie werden mit Bändern zeltartig zusammengebunden damit der Wurzelstock vor zu viel Feuchtigkeit geschützt wird. Auch die Blütenstauden schneidet man besser erst im Frühling ab, sie bieten Kleintieren ein Winterversteck und Nahrung für viele Vogelarten.

Mehr Information erhalten Sie beim “Natur im Garten” Grünraumservice unter der Telefonnummer 02742-74333 oder per E-Mail unter gartentelefon@naturimgarten.at

C.TAUCHER (Quelle: Natur im Garten)