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Eine Gruppe von Fachleuten in formeller Kleidung steht vor einem modernen Gebäude. Sie halten ein orangefarbenes Band, das ein Ereignis oder eine Eröffnung symbolisiert.

Neue Verabschiedungshalle in Waidhofen an der Thaya eröffnet – Abschiednehmen in Würde


Mit einem feierlichen Festakt wurde die Verabschiedungshalle neben dem Friedhof von Waidhofen an der Thaya am 16. November von Bürgermeister Josef Ramharter, Stadträtin Ingeborg Österreicher und Architekt Christian Mang offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Segnung nahmen Dechant Josef Rennhofer und Pfarrerin Dace Dislere-Musta vor. Auch Weihbischof Anton Leichtfried erwies der Stadtgemeinde die Ehre eines Besuchs und zeigte sich beeindruckt von der Architektur und Funktionalität des Gebäudes.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, die Räumlichkeiten im Rahmen des „Tages der offenen Tür“ zu besichtigen. Die harmonische Gestaltung, die ruhige Atmosphäre und die sorgfältige Detailgestaltung der Zeremoniensäle sorgte für äußerst positive Resonanz. Mitarbeiter der Stadt standen für Fragen zur Verfügung und gaben Einblicke in die künftige Nutzung des Gebäudes.

Bürgermeister Josef Ramharter und Stadträtin Ingeborg Österreicher bezeichneten das Projekt als „Meilenstein für die Stadt“: „Die neue Verabschiedungshalle schafft einen würdevollen Rahmen für den letzten Abschied von Verstorbenen und bietet auch unseren Mitarbeitern zeitgemäße Arbeitsbedingungen. Das Gebäude wurde unter besonderer Bedachtnahme auf die Bedürfnisse trauernder Angehöriger gestaltet und steht allen Konfessionen sowie konfessionslosen Menschen offen.“

Zum Projekt:

Der barrierefreie, eingeschossige Bau mit einer Fläche von rund 600 Quadratmetern umfasst einen großen Verabschiedungssaal für etwa 120 Personen, einen kleineren Abschiedsraum, Büro- und Sozialräume sowie Arbeitsbereiche für die Städtische Bestattung. Ergänzt wird das Gebäude durch einen Wirtschaftstrakt mit Garage, Geräte- und Technikraum sowie Werkstatt. Zudem wurden ein Parkplatz, ein naturnah gestalteter Vorplatz mit Urnenwand sowie zwei zusätzliche Zugänge zum Friedhof geschaffen.

Der Entwurf des Architekten Christian Mang aus Furth-Palt war einstimmig als Siegerprojekt eines Architekturwettbewerb hervorgegangen, der Ende 2022 auf Initiative von Vizebürgermeisterin Marlene Böhm-Lauter in Zusammenarbeit mit Stadträtin Ingeborg Österreicher gestartet worden war. Entscheidende Kriterien waren neben einem zeitlosen architektonischen Konzept vor allem Funktionalität, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz. Wert gelegt wurde auf eine schlichte, hochwertige Ausführung und eine klare Formensprache.

Die Gesamtkosten des Projekts, an dem sich auch die Gemeinde Waidhofen an der Thaya–Land beteiligt, belaufen sich inklusive der Außenanlagen auf rund 2,7 Millionen Euro. Die Bauzeit betrug rund eineinhalb Jahre.