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Bronzestatue einer sitzenden Figur, die einen Schild und einen Stab hält, auf einem Steinsockel, mit dem Namen 'Im Aufbruch' eingraviert.

Pfarrpatron Hl. Jakobus der Ältere – Pfarre Kaindorf

Wir feiern mit großer Freude Jakobisonntag, das Fest unseres Pfarrpatrons, des Heiligen Apostels Jakobus des Älteren. Es ist ein besonderer Tag für unsere Pfarre Kaindorf – nicht nur ein Gedenktag, sondern ein geistliches Fest, das uns tiefer hineinführen will in den Glauben und in unsere Berufung als Christen.

Jakobus – der Pilgerapostel

Jakobus, der Sohn des Zebedäus und Bruder des Johannes, war einer der ersten Jünger, die Jesus berufen hat. Gemeinsam mit Petrus und Johannes gehörte er zum engsten Kreis Jesu. Er war Zeuge der Verklärung auf dem Berg Tabor, er war im Garten Getsemani mit Jesus in der dunkelsten Stunde, und schließlich hat er das Evangelium bis an die Grenzen der damaligen Welt getragen.

Der Name Jakobus ist untrennbar verbunden mit dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Millionen Menschen haben sich über Jahrhunderte hinweg auf diesen Weg gemacht – zu Fuß, mit Lasten, mit Fragen, mit Suchen – so wie wir alle auch unterwegs sind auf unserem eigenen Lebens- und Glaubensweg.

In Kaindorf ist dieser Pilgergedanke besonders lebendig. Unsere Pfarre steht unter dem Patronat eines Mannes, der sich auf den Weg gemacht hat – im wörtlichen wie im geistlichen Sinn. Was heißt das für uns heute?

Aufbrechen wie Jakobus

Jakobus war kein Mann der Bequemlichkeit. Als Jesus ihn rief, ließ er sein Fischerboot zurück – er verließ die Sicherheit, um Jesus nachzufolgen. Seine Geschichte ist ein Aufruf an uns: Wo bleiben wir stehen, obwohl Gott uns ruft, weiterzugehen?

Wir sind oft bequem, wollen keine Veränderungen, keine Umwege, keine Unruhe. Aber der Glaube ist keine Sitzgelegenheit. Er ist ein Weg, eine Bewegung, ein Pilgern. Gott ruft auch uns – in den Alltag, in unsere Familien, in unsere Verantwortung für die Welt. Vielleicht ruft er uns, mit jemandem Frieden zu schließen. Vielleicht ruft er uns, mehr Zeit im Gebet zu verbringen. Vielleicht ruft er uns zu einem Dienst in der Pfarre, in der Caritas, im Stillen.

Wie Jakobus sind auch wir gesendet.

Zeuge bis zum Letzten

Der Hl. Jakobus war der erste Apostel, der das Martyrium erlitt – im Jahr 44 n. Chr. unter König Herodes Agrippa. Er hat mit seinem Leben bezeugt: Christus ist alles. Seine Worte, seine Taten und sein Tod bezeugen eine Liebe, die keine Grenzen kennt.

Und auch hier ist uns Jakobus Vorbild: Wie glaubwürdig ist unser Zeugnis? Wie sehr leben wir aus dem Geist Jesu?

In einer Zeit, in der viele den Glauben als altmodisch oder nebensächlich ansehen, sind glaubwürdige Christen gefragt. Nicht perfekte, sondern glaubwürdige. Menschen, bei denen man spürt: Da ist etwas Tieferes, da ist Vertrauen, da ist Hoffnung.

Der Patron unserer Pfarre

Unser Pfarrpatron ist nicht nur ein Heiliger der Vergangenheit. Er ist Fürsprecher, Wegbegleiter, Vorbild.

Als Kaindorfer dürfen wir stolz sein auf diesen starken Heiligen. Doch wir sind auch eingeladen, sein Erbe weiterzutragen:

  • als Pfarre, die offen ist für Pilgernde, für Suchende, für Menschen auf dem Weg;

  • als Gemeinschaft, die einlädt, mitgeht, trägt;

  • als Einzelne, die den Mut haben, immer wieder neu aufzubrechen im Vertrauen auf Christus.

Mit Jakobus unterwegs

Vielleicht sind auch wir auf einem inneren Jakobsweg. Vielleicht tragen wir Lasten. Vielleicht suchen wir Richtung. Vielleicht wünschen wir uns mehr Lebendigkeit im Glauben.

Dann nehmen wir uns heute den Hl. Jakobus zum Vorbild:
Mut zum Aufbruch. Mut zum Zeugnis. Mut zum Vertrauen.