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„Zammgreifen – LOS“

Das Ringen ist ein ausgesprochener Sommerbrauch. Die Wettkämpfe finden derzeit ab Pfingsten über den Sommer an Sonntagen in den Gemeinden:

  • Fresach,

  • Arriach,

  • Himmelberg,

  • Wachsenberg,

  • Sirnitz,

  • Deutsch Griffen und

  • Ebene Reichenau

statt.

Die Krönung des Ringerjahres sind die Kärntner Ringerlandesmeisterschaften, die jedes Jahr in einer anderen Gemeinde stattfinden.

Es gibt folgende Klasseneinteilungen:

Jugend bis 13 Jahre
Jugend bis 15 Jahre
Jugend bis 18 Jahre
Allgemeine Klasse

An einem Wettkampftag wird ein Ringerplatz mit ca. 10 Metern Durchmesser ausgesteckt. Acht mannshohe Pfähle werden in den Boden gerammt und miteinander durch ein starkes Seil verbunden. Ein Ringerpaar wird durch Losnummern ermittelt, welche sie am Schiedsrichtertisch selber ziehen. Wenn nun zwei Ringer den Platz betreten, ziehen sie feste Lodenjacken an, die sich farblich unterscheiden. Gehalten wird ausnahmslos am Rockkragen (rechte Hand) und am Rockzipf (linke Hand).

Nach dem Kommando „ZAMMGREIFEN LOS“, welches der Schiedsrichter am Tisch gibt, beginnt der Ringkampf. Eine Runde dauert drei Minuten, wobei maximal zwei Würfe möglich sind. Mit den Beinen ist jeder Angriff oder Trick erlaubt. Der Gegner gilt als besiegt, wenn er mit einem Körperteil vom Knie aufwärts den Boden berührt (z.B.: Oberschenkel, Hand). Nach Beendigung des Rundenringens (drei oder vier Runden) werden bei jedem Ringer die Schlechtpunkte von den Pluspunkten abgezogen und somit die Reihenfolge für das Ausringen der Preise (Rittern) ermittelt.

Beim Rittern treten die Ringer mit den wenigsten Würfen zuerst an. Der Sieger steigt in die nächste Runde auf. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass sich ein Ringer auf diese Art und Weise vom letzten Platz bis zum Sieg durchkämpft.

Unmittelbar nach Beendigung der Wettkämpfe findet die Siegerehrung statt.