Harnstoff und Ammonium sind die typischen Verschmutzungsstoffe im Poolwasser.
Freies Chlor reagiert mit Ammonium zu Chloraminen und mit Harnstoff zu Chlorharnstoff. So entsteht das sogenannte gebundene Chlor, welches nur noch wenig Desinfektionswirkung besitzt. Befindet sich im Schwimmbadwasser mehr gebundenes als freies Chlor, entsteht der typische Chlorgeruch.
Nur ein Überschuss an freiem Chlor "vernichtet" das gebundene Chlor und stellt die Desinfektion des Schwimmbadwassers sicher.
Nimmt man also einen Chlorgeruch beim Pool war, sollte der Chlorwert umgehend erhöht und gegebenenfalls eine Stoßchlorierung durchgeführt werden.
Die Einhaltung des pH-Wertes im Schwimmbadwasser ist unerlässlich, damit einerseits die Desinfektion wirken kann, und andererseits um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden.
Typische Probleme, wie rote Augen, oder trockene/juckende Haut, werden nicht durch einen zu hohen Chlorwert ver-ursacht, sondern entstehen dann, wenn der pH-Wert nicht richtig eingestellt ist.
Liegt der pH-Wert beispielsweise unter 6,5 können die Bausubstanz und Aufbereitungsanlagen geschädigt werden.
Sinkt der pH-Wert unter einen Wert von 5,5 können gesundheitliche Schädigungen nicht mehr ausgeschlossen werden.
Ein pH-Wert über 7,6 beeinflusst wiederum die Keimtötungs-geschwindigkeit negativ, die Wahrscheinlichkeit von Kalkausfällungen nimmt zu und das Wasser kann trüb werden.