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Ein Kampfsportschüler tritt einen Dummy auf einem öffentlichen Platz, mit Zuschauern, einem Zelt und einer Straßenlaterne im Hintergrund.

Taekwondo ist eine koreanische Kampf- und Selbstverteidigungskunst, bei dem Arme und Beine mittels Schlägen und Tritten zur Abwehr und für den Angriff eingesetzt werden. Von den Koreanern wird diese Kampfkunst seit fast 2500 Jahren ausgeübt, und gehört in allen Schulen zum täglichen Unterricht.

Das moderne Taekwondo ist ein weltweit verbreiteter Sport, der in seinem Weltverband, der WORLD TAEKWONDO FEDERATION (WTF), mehr als 120 Länder zu seinen Mitgliedern zählt.

Der Begriff Taekwondo setzt sich aus drei alten koreanischen Wörtern zusammen:


Ein stilisierter chinesischer Schriftzug ist auf schwarzem Hintergrund dargestellt. Er besteht aus einer Mischung von weißen und schwarzen Farben mit einem fließenden, dynamischen Design.

TAE:

bedeutet unter anderem: im Sprung treten, mit dem Bein schlagen, kicken, zerschmettern und bezeichnet somit die Beintechniken (70 % aller Techniken) für die TKD bekannt ist.


Ein abstraktes Symbol, das einem stilisierten Buchstaben 'K' ähnelt, mit dynamischen Strichen in Weiß auf schwarzem Hintergrund gemalt.

KWON:

ist ein altkoreanisches Wort für Faust, und weist auf die Handtechniken hin.



Ein stilisiertes Buchstabe 'S' mit einem einzigartigen Design, in einer fetten und künstlerischen Schriftart, präsentiert auf schwarzem Hintergrund.

DO:

kennzeichnet den körperlichen und vor allem geistigen Reifungsprozess. In der westlichen Übersetzung würde es „den Weg, die Kunst, die Philosophie“ be­schreiben. Eine freie Übersetzung lautet auch „gehe
handelnd deiner Wege“.

Während des TAEKWONDO Trainings wird der Körper gekräftigt, er wird geschmeidig, elastisch und stark. Neben dem körperlichen Wohlbefinden stellt sich eine geistig positive Haltung ein. Es vollzieht sich ein Reifeprozess, der scheinbar im Gegensatz zu diesem doch recht harten Kampfsport steht, sind doch die erlernten Techniken in der Hand eines Könners eingefährliches Instrument.

Bereits das anfängliche Üben der Grundtechniken erhöht die Ausdauer und Willenskraft. Ist diese Stufe erreicht, merkt der Schüler, dass nur mit Geduld etwas zu erreichen ist. Der Umgang mit dem Lehrer und den höher graduierten Schülern lehrt ihn, Höflichkeit und Bescheidenheit, führt aber auch zur Selbstkritik, die ihm hilft, sein Können noch weiter zu steigern.

Beim Kämpfen werden Eigenschaften wie Selbstbeherrschung, Ehrenhaftigkeit, und Gerechtigkeitssinn gefördert. Beim fortdauernden Üben mit den Mitschülern lernt man das Gefühl der Zusammengehörigkeit kennen. Daraus entwickeln sich Integrität, Treue und Hilfsbereitschaft.

Die Zusammenwirkung dieser Eigenschaften und ihre stetige gemeinsame Weiterentwicklung wird mit dem Begriff „DO“ verständlich gemacht. „DO“ vollzieht sich auch in unseren Handlungen wieder, es umfasst eine Weltanschauung, die wir auch auf unser Privatleben und unsere Arbeit übertragen. TAEKWONDO ist im übertragenen Sinn eine Lebensschule, in der wir lernen, uns in der Welt zu recht zu finden, sie zu verstehen, und nach Möglichkeit zu verbessern.