Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum frühmorgens grün gekleidete Leute auf den Feldern und Wiesen herum schwärmen?
Das sind die (Wartberger) Jäger, die die gerade geborenen Jungtiere aus den Wiesen holen, um sie vor dem Mähtod zu retten. In unserer Gegend handelt es sich meistens um Rehe, Hasen und Fasane, aber auch das Rebhuhn kommt immer öfter vor.
Früher wurden die Felder mühsam in Reihen abgesucht, leider manchmal erfolglos. Mit der modernen Wärmebilddrohne wurde in den letzten Jahren die Suche revolutioniert.
Wir fliegen die Wiesen ab und leiten die Rettungstrupps mit den Funkgeräten zu Wärmesignaturen. Das erspart viel Zeit und erhöht den Erfolg deutlich. Der Boden sollte noch nicht von der Sonne erwärmt sein, deshalb sind wir schon bei Sonnenaufgang einige Zeit unterwegs.
Seit zwei Jahren ist die Jagd Wartberg mit einer Drohne ausgerüstet. Die Kosten wurden größtenteils von der Jagdgesellschaft selbst und mit großzügiger Unterstützung der Bauernschaft und der Gemeinde Wartberg getragen.
Jedes Jahr retten wir über 100 Kitze, was nicht nur unnötiges Leid verhindert, sondern auch eine klassische Win-Win-Situation darstellt. Denn das Heu oder Futter wird unbrauchbar, wenn “Tierreste” mit "siliert" werden.
Besonders in Wartberg hat sich eine großartige Zusammenarbeit zwischen der Ortsbauernschaft und den Jägern entwickelt. Vor dem Mähen informieren uns die Landwirte, sodass ein Team die zentrale Koordination der Rettungseinsätze übernimmt. Etwa 10-15 Jäger rücken dann aus, um die Jungtiere zu retten.
Hier sind noch ein paar Eindrücke von diesen schönen Momenten in aller "Herrgottsfrühe":