Zeltschach
Die bis 1973 eigenständige Gemeinde liegt auf einer Anhöhe in einem Seitental Friesachs. Der kleine Ort wurde bereits 889 erwähnt als er durch eine Schenkung an den Gatten der Hl. Hemma, Graf Wilhelm von Zeltschach, in deren Besitz kam. Der ab dem 13. Jahrhundert am Zeltschachberg und am Dobritsch abgebaute Silber- und Eisenerzabbau, der am Gaisberg noch bis ins 19. Jahrhundert hinein betrieben wurde verhalf dem Ort zu Reichtum und begünstigte auch die Entwicklung der Stadt Friesach. Aus dem Silber wurde unter anderem der Friesacher Pfennig geprägt.
Die "sogenannte" Hemmaburg in Zeltschach, heute ein an den Pfarrhof angeschlossenes Wirtschaftsgebäude, ist der wahrscheinlich älteste romanische Profanbau Kärntens. Die gotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert, mit birnenförmig gewölbten und spätgotisch bemalten Netzrippengewölbe, weist drei figürlich ausgestattete Altäre auf.
Zeltschach bestand als eigenständige politische Gemeinde bis 1973, als sie im Zuge einer Gemeindereform in der Stadtgemeinde Friesach aufging.