ZusammenHalten - eine Zukunftsperspektive die sich meiner Meinung nach lohnt
ZusammenHalten
Vielstimmig und streitbar, beherzt und besonnen
In welch veränderter Welt leben wir heute: Krisen, Kriege, Katastrophen sind zu unseren Begleitern geworden. Sie erschüttern uns und wirken doch im Alltag bereits auf eigenartige Weise selbstverständlich. Krisen reihen sich nicht mehr aneinander, sie türmen sich regelrecht auf. Unter ihrer Last werden verlässliche Strukturen und sicher geglaubte Wahrheiten darüber, wie wir leben können, instabil – manche davon brechen ein. Wir leben in einer Zeit von Brüchen und in einer Zeit des Umbruchs. Das betrifft uns als Gesellschaft wie auch persönlich. Umso mehr in unseren gesellschaftlichen Aufgaben, den therapeutischen, seelsorgerischen, pädagogischen und vielen anderen Berufen. Denn dadurch wird um so spürbarer, dass wir gemeinsam mit den Menschen, die wir begleiten, in einem Boot sitzen. Wir alle sind gleichermaßen betroffen.
Wenn alles auseinanderzufallen droht, braucht es Viele, die zusammen halten. Aber wie kann das gelingen? Nur indem wir fähig bleiben, uns konstruktiv auseinanderzusetzen. Indem wir mit Herz und Verstand streiten, um Lösungen zu finden, die wir gemeinsam tragen können. Indem wir zusammen aushalten, und neu gestalten, nicht jeder für sich. Mit Respekt für unsere Vielfalt und mit Toleranz für unsere Unterschiedlichkeit.
(Kongressbeschreibung der Herbsttagung 2024 der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie)