Museumsbesuch ist gesund
Dass ein Museumsbesuch mehr als Kulturgenuss ist und aktiv zur Gesundheit im Alter beitragen kann, daran glauben wir alle schon längst. Nun gibt es aber auch eine aktuelle Studie dazu aus Österreich:
Das Forschungsprojekt „Gesundes Museum“ an der Universität für Weiterbildung Krems hat genau das untersucht und erste Ergebnisse bestätigen: Gezielte Kunst- und Kulturvermittlung kann das Wohlbefinden älterer Menschen verbessern.
Rund 90 Prozent der Bevölkerung machen sich Sorgen um ihre künftige Gedächtnisleistung. Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen durch einen gesunden Lebensstil verhindert werden könnten.
Neben körperlicher Bewegung und gesunder Ernährung zählt dazu auch geistige Stimulation. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Gesundes Museum“ an der Universität für Weiterbildung Krems, angesiedelt am Department für Demenzforschung und Pflegewissenschaft sowie am Department für Kunst- und Kulturwissenschaften, hat sich daher der Frage angenommen: Können Museen zu Orten werden, die aktiv zur Hirngesundheit älterer Menschen beitragen?
Die gewonnenen Erkenntnisse liefern erste Belege dafür, dass gezielte Kunst- und Kulturprogramme einen relevanten Beitrag zur Förderung der Lebensqualität und der Gesundheit älterer Menschen leisten können. Soziale Teilhabe wird gestärkt, kognitive und emotionale Ressourcen werden angeregt.
Foto: ©Hans Wetzelsdorfer