Die Bauarbeiten am Biomasse-Heizwerk der Stadtwärme Kapfenberg schreiten zügig voran. Die Bauarbeiten liegen absolut im Zeitplan, am 1. Juli wird schon die Dachgleiche gefeiert. KAPFENBERG.
Finanzielle Stabilität, soziale Verantwortung und Investitionen
In der Juni-Sitzung des Gemeinderates wurde der Nachtragsvoranschlag 2026 einstimmig beschlossen. Die aktuellen Zahlen belegen, dass die Haushaltskonsolidierung Früchte trägt und die Stadt weiterhin nachhaltige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und soziale Leistungen tätigen kann.
Zu Beginn der Sitzung ehrte Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger mit Florian Heiter und Gerlinde Lenger zwei Persönlichkeiten für ihre Verdienste für die Stadt Bruck. Heiter erhielt für seine mehr als zehnjährige Tätigkeit im Gemeinderat das Ehrenzeichen in Gold. Lenger wurde die von Herta Weihs angefertigte Büste für den Frauenpreis 2026 überreicht.
Nachtragsvoranschlag 2026: Positive Entwicklung trotz Herausforderungen
Im Mittelpunkt der Sitzung standen einmal mehr die Finanzen. Der Nachtragsvoranschlag 2026 zeigt für Bruck eine deutlich verbesserte Finanzlage. Das Nettoergebnis des Ergebnishaushalts (Saldo 0) weist einen Überschuss von 430.900 Euro aus, und nach Zuweisungen und Entnahmen von Haushaltsrücklagen bleibt ein Plus von 102.500 Euro. „Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich Geldfluss aus der operativen Gebarung verbessert hat – ein Beleg dafür, dass die getroffenen Konsolidierungsmaßnahmen wirken“, so Finanzreferent Helmut Sommer.
Wichtige Anpassungen im Haushalt 2026: Stabile Perspektive mit klaren Zielen
Mehrausgaben für soziale Unterstützungsleistungen, Sportsubventionen und den öffentlichen Nahverkehr werden durch zusätzliche Einnahmen oder spezifische Finanzierungsquellen gedeckt. Höhere Erträge der Musikschule und Rückzahlungen von Förderungen stärken die finanzielle Basis. Investitionen in die Infrastruktur wie ein neues Feuerwehrfahrzeug oder Sanierungen im Bildungszentrum Berndorf werden durch Eigenmittel, Förderungen und Darlehen finanziert.
Der zweite Mittelfristige Haushaltsplan zeigt eine leicht negative Entwicklung in den Jahren 2027 und 2028, doch für 2029 ist eine deutliche Verbesserung des Nettoergebnisses zu erwarten. Haushaltskonsolidierung bleibt oberste Priorität, um finanzielle Spielräume für dringende Investitionen zu schaffen. Das Sanierungskonzept für städtische Gemeindewohnungen wird durch erwartete Erlöse von Liegenschaften finanziert. Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Klimaschutz sichern die Lebensqualität in Bruck an der Mur.
Fazit: Solide Finanzen
„Bruck an der Mur geht verantwortungsvoll mit öffentlichen Geldern um und setzt auf nachhaltige Lösungen. Die positive Entwicklung des Nachtragsvoranschlags 2026 und die stabile Perspektive im Mittelfristigen Haushaltsplan belegen, dass die Stadt handlungsfähig bleibt – für die Bürger, für die Wirtschaft und für die kommenden Generationen“, so Sommer. Der Nachtragsvoranschlag wurde mit den Stimmen aller Fraktionen einstimmig beschlossen.
Bettelverbot in Bruck an der Mur: Klare Regeln für den öffentlichen Raum
Nach intensiver Diskussion hat der Gemeinderat mit den Stimmen der ÖVP-FPÖ-Regierung sowie der Fraktion Neues Bruck und Gemeinderat Gerald Knauß eine Verordnung beschlossen, die das Betteln in bestimmten Bereichen der Innenstadt regelt. Ziel ist es, das Zusammenleben in der Stadt zu verbessern. Mit der Novelle des Steiermärkischen Landes-Sicherheitsgesetzes im Jahr 2025 gab das Land den Gemeinden die Möglichkeit, gezielt gegen solche Missstände vorzugehen. Bruck an der Mur macht nun – als erste steirische Stadt – von dieser Möglichkeit Gebrauch.
Mittelschule Bruck. Aufgrund des Grundsatzbeschlusses zur Sanierung der Mittelschule vom März dieses Jahres beendete der Gemeinderat die bestehende Vereinbarung mit dem Planungsbüro für die Variante „Abbruch und Neubau“. Parallel dazu wurde die Neuausschreibung der Generalplanerleistungen für die Sanierung beschlossen. Das Vergabeverfahren wird von der Kanzlei Ulm/Neger durchgeführt, mit der Angebotsabgabe und dem Zuschlag nach Bestbieterprinzip (Kriterien: Preis und Qualität) wird bis Ende 2026 gerechnet.
Musikschule. In der aktuellen Gemeinderatssitzung wurde die Tarifordnung der Musikschule Bruck an der Mur für das Schuljahr 2026/2027 beschlossen. Die Anpassungen sind notwendig, um den Fortbestand eines hochwertigen Musikschulangebots zu gewährleisten. Für das Hauptfach im ordentlichen Studium zahlen Schüler künftig 595 Euro pro Jahr, Erwachsene 1.149 Euro. Kursfächer werden je nach Gruppengröße mit 294 Euro (ab sechs Schüler) oder 440 Euro (vier bis fünf Schüler) berechnet. Besonders wichtig ist die Anpassung der Gastschulbeiträge für auswärtige Schüler, die 962 Euro für das Hauptfach und 267 Euro für Kursfächer betragen. Der Sachaufwand für auswärtige Schüler steigt auf 320 Euro.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der interkommunalen Zusammenarbeit. Die langjährige positive Kooperation zwischen den Musikschulen Bruck und Kapfenberg wird fortgesetzt, indem auf die gegenseitige Verrechnung der Gastschulbeiträge verzichtet wird. Das erfolgreiche Projekt Klassenmusizieren, das seit dem Schuljahr 2010/2011 läuft, wird ebenfalls fortgeführt.
Kulturförderung. Der Gemeinderat beschloss eine Subvention von 14.000 Euro für das Dachbodentheater, das seit Jahren als unabhängige Kleinkunstbühne für Konzerte, Kabarett, Lesungen und Theateraufführungen fungiert. Das ehrenamtlich geführte Theater in der Roseggerstraße prägt mit seinem vielfältigen Programm das städtische Kulturangebot und bietet lokalen wie überregionalen Künstlern eine Bühne. Die nun beschlossene Gesamtsumme sichert den Fortbestand des Theaters.
Beteiligungen. Der Gemeinderat nahm die Jahresabschlüsse 2025 der städtischen Beteiligungsunternehmen zur Kenntnis. Die Stadtwerke schlossen das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresgewinn von 1,01 Mio. Euro ab. Das verlässliche Versorgungsunternehmen setzt ambitionierte Maßnahmen zur Energiesicherheit und Nachhaltigkeit um, etwa beim Photovoltaik- und Netzausbau. Im Strombereich zeigt sich eine schwankungsbedingte Entwicklung: die Eigenerzeugung liegt unter den Zielwerten, während der Bezug von Fremdnetzen und Einlieferern teilweise über Plan liegt. An den Mehrheitseigentümer Stadtgemeinde Bruck sowie an die Energie Steiermark und Stadtwerke Kapfenberg wurden 2025 als Dividende rd. 500.000 Euro ausgeschüttet.
Auch die Brucker Garagen Errichtungs- und Betriebs GmbH und die Standort und Marketing GmbH blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und präsentierten eine Bilanz mit stabiler Entwicklung und solidem Ergebnis.
Brucker Waldweihnacht. Der Gemeinderat von Bruck an der Mur hat beschlossen, die traditionsreiche Brucker Waldweihnacht heuer mit zusätzlichen Leistungen zu unterstützen, um die hohe Qualität des beliebten Weihnachtsmarkts mit seinem vielfältigen Kultur- und Freizeitangebot zu sichern. Neben einer Barsubvention stellt die Stadt weitere Mittel für Technik, Werbung, Infrastruktur und Dienstleistungen bereit. Die Auszahlung der zusätzlichen Mittel ist für Januar 2027 vorgesehen, wobei die Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand erfolgt.
Dachsanierung. Der Gemeinderat beschloss eine Förderung von 100.000 Euro für die Dachsanierung der Minoritenkirche. Die Mittel stammen aus Bedarfszuweisungsmitteln des Landes Steiermark, das einen Zuschuss in gleicher Höhe in Aussicht gestellt hat.
Dringlichkeitsanträge. Anträge der SPÖ, der KPÖ und der Grünen zum Thema Parken, Verkehr und klimafitten Maßnahmen am Hauptplatz und Fettsammelstellen wurden den zuständigen Ausschüssen zugewiesen.