Neujahrsvorsätze - und diesmal wirklich nachhaltig
Jetzt ist sie wieder da: die Zeit der Neujahrsvorsätze. Und ganz vorne mit dabei: „ein paar Kilos verlieren“.
Aber ehrlich: Es wird selten funktionieren, wenn wir nur kurzfristig „weniger essen“ oder uns mit Verboten quälen. Nachhaltige Veränderung beginnt mit einer anderen Frage:
Warum willst du überhaupt etwas verändern?
Wenn die Optik der einzige Motor ist, wird es schnell zäh. Viel stabiler sind Gründe wie:
• Ich möchte fitter sein.
• Ich möchte mich besser bewegen können.
• Ich möchte weniger Schmerzen haben.
• Ich möchte wieder mehr Energie im Alltag spüren.
• Ich möchte meinen Blutzucker/Insulinspiegel stabilisieren.
Und genau hier wird’s spannend: Denn viele Menschen kämpfen – oft ohne es zu wissen – mit einer Insulinresistenz. Und bevor du nicht aus dieser Zuckerspirale aussteigst wird’s schwierig.
Insulinresistenz – oft jahrelang unerkannt
Insulinresistenz kann sich über Jahre entwickeln, lange bevor ein Typ-2-Diabetes diagnostiziert wird. Typische Hinweise können sein:
• Heißhunger der schwer zu kontrollieren ist
• Energietiefs nach dem Essen
• Bauchfett
• Müdigkeit, Brain Fog
• Gewichtszunahme trotz „Diät“
• Hautprobleme (Entzündungsprozesse)
• Gelenks und Muskelschmerzen
• instabiles Immunsystem (dauernd krank)
Die gute Nachricht: In vielen Fällen lässt
sich hier sehr viel verbessern – und zwar nicht mit Perfektion, sondern mit kleinen, klugen Alltagsänderungen.
Einfache Alltagstricks für weniger Zuckerachterbahn und mehr Energie
Süß nie auf nüchternen Magen
Das Frühstück sollte herzhaft sein. Eier, Käse, Topfenaufstriche, Schinken usw. dürfen Marmeladebrot und Müsli ersetzen.
Das Stück Sachertorte nicht als Zwischenmahlzeit sondern gleich als Dessert.
Erst Gemüse, dann Protein, dann Kohlenhydrate/Stärke
Die Reihenfolge macht was aus: Gemüse + Protein zuerst, danach Stärke/Kohlenhydrate. So steigt der Blutzucker weniger steil.
Der Vorspeisensalat hat sein großes Comeback!
10 Minuten Spaziergang nach dem Essen
Klingt banal, wirkt aber stark: kurzer Walk nach dem Essen hilft, Glukose „wegzuarbeiten“. Kein Sportprogramm – nur Bewegung.
Getränke checken - die hinterhältige Zuckerfalle
Saft, Eistee, gesüßte Kaffees, „gesunde“ Smoothies – können schnell zurück zur Glukoseachterbahn zurückführen auch wenn du sonst auf deine Ernährung achtest!
Tipp: Wasser, ungesüßter Tee, Kaffee mit/ohne Milch – und wenn Saft, dann eher selten.
Ein Apfel den du selbst kaust hat eine sehr viel flachere Glukosekurve als ein pürierter Apfel im Smoothie.
Kohlenhydrate clever kombinieren
Verringere den Blutzuckeranstieg indem du Kohlenhydrate mit Protein, Fett oder Gemüse kombinierst. Skyr oder griechisches Joghurt zum Kuchenstück, Erdnussmuß auf die Banane, Kartoffeln mit Ei usw…
Versuche sowieso pro Mahlzeit eine gute Eiweißquelle einzuplanen. Das macht satt, stabilisiert deinen Hormonhaushalt und hilft dem Stoffwechsel.
3 Mahlzeiten am Tag sind genug
Die Essensfrequenz auf 3 Mahlzeiten am Tag beschränken. Wenns ein Snack sein muss dann zu Protein greifen - eine Handvoll Mandeln, ein Stück Käse dürfen die Kekse und den Sxhokoriegel ersetzen. Die Mahlzeiten auf Frühstück, Mittag und Abendessen zu reduzieren ist jedoch das Beste für Insulinresistente Zellen.
Es darf auch gefastet werden. 2x pro Woche das Abendessen ausfallen lassen ist Erholung für die Bauchspeicheldrüse.
Stelle dir vor du hast einen lästigen Nachbarn. Der hat nicht nur keine Manieren sondern er klingelt auch noch ständig.
Diesen Nachbarn würdest du früher oder später auch ignorieren. So geht es unseren Zellen auch-ständig muss Insulin ausgeschüttet werden weil Nahrung kommt.
Wenn wir jetzt weniger Kohlenhydrate zu uns nehmen und zusätzlich die Mahlzeiten reduzieren ist das für den Körper ungefähr so als wenn der nervige Nachbar sich plötzlich besser benimmt und auch seltener vor der Tür steht.
Bauen wir jetzt noch Fastenphasen in unsere Woche ein, fährt er sogar auf Urlaub!
Schlaf & Stress: die unterschätzten Regler
Schlechter Schlaf und Dauerstress erhöhen oft Heißhunger und machen Blutzucker/Insulin „zickig“.
Mini-Tipp: Spaziergänge in den Alltag einbauen um bewusst den Kopf frei zu bekommen - bei jedem Schritt schlechte Energie und Stress auf dem Weg lassen - bei jedem Einatmen neue frische Energie aufnehmen.
Du musst nicht „perfekt“ starten. Du musst nur starten – klein, realistisch und wiederholbar.
Wenn du dabei Unterstützung möchtest: Ich helfe dir gern, deinen Körper besser zu verstehen – über Beweglichkeit, Spannung, Atmung, Stressregulation und alltagstaugliche Strategien, die zu dir passen.
Wir lesen uns nächsten Monat wieder – ich freu mich schon darauf!
Herzlich,
Ivonne
Hinweis: Dieser Newsletter ersetzt keine medizinische Diagnose oder Therapie. Bei Verdacht auf Diabetes/Insulinresistenz bitte ärztlich abklären (z. B. Nüchternblutzucker, HbA1c, ggf. Nüchterninsulin/HOMA-IR).
Ivonne ist Osteopathin und Masseurin. Termine nach Vereinbarung unter: 0660 70 66 489