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Öffnungszeiten
Geschlossen
Adresse
Marktstraße 7, 8354 Sankt Anna am Aigen, AUT
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Beschreibung

Herzlich Willkommen!

Die Gemeinde St. Anna am Aigen entstand im Jahre 1948 durch die Zusammenlegung der damaligen Gemeinden Aigen, Plesch, Risola und Klapping. Obwohl sich die einzelnen Bürgermeister gegen diese Form der Zentralisierung zur Wehr setzten, vor allem auch in Hinsicht auf drohende Steuerverluste, war gegen die zwangsweise Vereinigung der Gemeinden durch die Steiermärkische Landesregierung kein wirklicher Widerstand möglich. Im Jahr 1952 wurde die Gemeinde St. Anna am Aigen in einem feierlichen Festakt zur Marktgemeinde erhoben. In Anwesenheit des damaligen Landeshauptmannes Josef Krainer I. wurde der Marktgemeinde St. Anna am Aigen mit Beschluss der Steiermärkischen Landesregierung vom 15. Oktober 1952 ein Gemeindewappen verliehen. Beschreibung des Wappens: „Im blauen Schild erscheint freischwebend ein aufgerichteter, silberner Steinbock, der in seinen Vorderläufen ein goldenes Patriarchenkreuz vor sich hält. Der Steinbock deutet auf eine Flurbezeichnung in der Gemeinde hin, das Patriarchenkreuz auf einen der berühmtesten Söhne der Gemeinde und Pfarre, Kardinal Andreas Frühwirth. Im Jahr 1969 wurden unter Landeshauptmann Josef Krainer I. weitere Gemeindevereinigungen vollzogen. Die Gemeinden Waltra und Jamm wurden aufgelöst und der Marktgemeinde St. Anna am Aigen zugeordnet. Von 1969 bis 2014 bestand die Marktgemeinde St. Anna am Aigen aus den Katastralgemeinden Aigen, Jamm, Klapping, Plesch, Risola und Waltra. Sie umfasste eine Fläche von 21,73 km2 und 1760 Einwohner (Stand: 31.12.2014). Im Herbst 2011 haben die Gemeindereferenten Landeshauptmann Mag. Franz Voves und Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer den Bürgermeistern des Landes Steiermark die Gemeindestrukturreform vorgestellt. Ziel der Reform der gemeindlichen Strukturen im Land Steiermark ist die Stärkung der zukünftigen Leistungsfähigkeit der Gemeinden zur sachgerechten und qualitätsvollen Erfüllung der eigenen und übertragenen Aufgaben und Funktionen zum Wohle der Bevölkerung. Die Strukturreform soll wirtschaftliche und leistungsfähige Gemeinden schaffen, die dauerhaft in der Lage sind, ihre Angelegenheiten zu erfüllen. Die genannten Ziele werden durch Vereinigung angrenzender Gemeinden und durch Aufteilung von Gemeinden auf angrenzende Gemeinden unter Beachtung der geregelten öffentlichen Interessen erreicht. Den Gemeinden wird die Möglichkeit gegeben, sich aktiv am Prozess zu beteiligen und eigene Vorschläge für die neue Struktur einzubringen. Auf Initiative der Marktgemeinde St. Anna am Aigen wurden mit den Gemeinden Frutten-Gießelsdorf, Tieschen, Klöch und Kapfenstein Fusionsgespräche angestrebt. Vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung wurde den Gemeinden Tieschen, Klöch und Kapfenstein die Eigenständigkeit weiterhin zugesichert. Der Gemeinde Frutten-Gießelsdorf, bestehend aus den Katastralgemeinden Frutten, Gießelsdorf und Hochstraden, mit einer Fläche von 1086 ha und 616 Einwohnern (Stand: 31.12.2014) wurde eine Vereinigung nahegelegt. Aufgrund des Steiermärkischen Gemeindestrukturreformgesetzes fassten im September 2013 die Gemeinderäte der Gemeinde Frutten-Gießelsdorf und der Marktgemeinde St. Anna am Aigen den Beschluss, die Vereinigung der Marktgemeinde St. Anna am Aigen und der Gemeinde Frutten-Gießelsdorf zu vollziehen. Die Steiermärkische Landesregierung hat in ihrer Sitzung am 24. Oktober 2013 auf Vereinigung dieser Gemeinden zu einer neuen Gemeinde mit Wirksamkeit vom 01. Jänner 2015 die Genehmigung erteilt. Die neue Marktgemeinde trägt den Namen „Sankt Anna am Aigen“ und wurde im Landesgesetzblatt Nr.kundgemacht. Die Marktgemeinde St. Anna am Aigen, bestehend aus den Katastralgemeinden Aigen, Frutten, Gießelsdorf, Hochstraden, Jamm, Klapping, Plesch, Risola und Waltra zählt mit 01. JännerEinwohner und weist eine Fläche von insgesamt 32,59 km² auf. Die Geschichte von St. Anna am Aigen reicht weit in das Mittelalter zurück. Erstmalige Nennungen der einzelnen Dörfer in diversen Urkunden und Zinsbüchern finden sich bereits im 13. Jahrhundert. Den heutigen malerischen Ort muss man sich allerdings als sehr lange unbewohnt vorstellen. An den Hängen befanden sich zahlreiche Weinberge, zu denen kleine Weingartenhäuschen als Wirtschaftsgebäude gehörten. Der Weinbau hat also in St. Anna am Aigen eine lange Tradition und stellte schon immer einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Erst vor etwa 400 Jahren begann man mit der Besiedelung des Ortes St. Anna am Aigen, wobei das so genannte "Sixthaus", das unmittelbar am Kirchplatz liegt, als das älteste Haus in St. Anna am Aigen gilt. Es ist heute noch bewohnt und stellt ein stolzes und gut erhaltenes Relikt aus dem 18. Jahrhundert dar. Die Geschichte der Gemeinde ist auf Grund der nahe liegenden Grenze zu Slowenien und Ungarn auch geprägt durch eine Reihe feindlicher Einfälle: Im 17. Jahrhundert etwa plünderten Türken und Kuruzzen diese Gegend, was auch durch das heute noch gängige Schimpfwort "Kruzzitürken" dokumentiert wird. Schwere Tage erlebte die Gemeinde St. Anna und deren Umgebung, als das Gebiet gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 für sechs Wochen zum Frontbereich wurde und es zu massiven Zerstörungen kam. Allerdings wird immer wieder betont, dass der Ort selbst wie durch ein Wunder kaum in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Nachbarschaft zu den angrenzenden Slowenen war im Übrigen immer sehr fruchtbar, selbst während der Zeit der kommunistischen Herrschaft im ehemaligen Jugoslawien. Kontakte waren immer vorhanden und werden nun seit einigen Jahren in Form von gemeinsamen Kulturinitiativen intensiviert.

Mahnmal

Kriegerdenkmal In den beiden Weltkriegen mussten 248 Soldaten und 20 Zivilisten aus St. Anna am Aigen ihr Leben lassen. 100 Soldaten aus anderen Nationen starben auf dem Gebiet der Pfarre St. Anna am Aigen, wo auch die letzten Kriegshandlungen des Zweiten Weltkrieges stattfanden. Das Mahnmal im Zentrum des Ortes soll an diese Geschehnisse erinnern. Es wurde im Jahre 1999 neu errichtet. Maria Theresia-Stein

Maria Theresia-Stein Die Lage an der Grenze spielt für St. Anna am Aigen schon seit früheren Zeiten eine Rolle. Zur Römerzeit war es die Grenze zwischen Noricum und Pannonien. Danach markierte sie bis 1921 das Dreiländereck Österreich - Ungarn - Jugoslawien und heute trennt sie die Steiermark, das Burgenland und Slowenien voneinander. Der Maria Theresienstein als Grenzstein wurde zur Zeit von Kaiserin Maria Theresia errichtet, was ihm auch seinen Namen beschert hat.