Straß in Steiermark
Gemeindeverwaltung
Infos
Beschreibung
Herzlich Willkommen in der Marktgemeinde Straß in Steiermark! Die Marktgemeinde Straß in Steiermark - Schlösser, Mooren und Weinberge… Straß in Steiermark ist eine Gemeinde mit 6330 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Leibnitz in der Steiermark. Im Süden und Südosten bildet die Mur die Staatsgrenze zu Slowenien. Der Ortskern von Straß liegt nahe dem Fluss Mur und kann über den Murradweg erreicht werden. Im Gemeindegebiet befindet sich das Attemsmoor, ein aus einem Überflutungsmoor hervorgegangenes Durchströmungsmoor. https://publicmaps.gisquadrat.com/BP/WEPM.aspx?site=GMSC&project=LEIBNITZERFELD_SUED_VIEW&lang=de-de&zl=3&x=-54195&y=176748 Geschichte (Chronik) 2015 Gemeindefusion der Gemeinden Spielfeld, Straß in Steiermark, Vogau und Obervogau zur Marktgemeinde Straß-Spielfeld Seit 01.01.2016 Marktgemeinde Straß in Steiermark 2020 Gemeindefusion der Marktgemeinde Straß in Steiermark mit der Gemeinde Murfeld - Chronik Straß in Steiermark: 2000 Mit dem letzten Wohnblock ist das Siedlungsprojekt mit rund 150 Wohneinheiten im Bereich Ferdinand-Schwarz-Straße, Kasernstraße und Schlossstraße vorläufig abgeschlossen. 1999 Beitritt der Marktgemeinde zum Verein „Naturpark Südsteirisches Weinland“. Fertigstellung des Umbaues des ehemaligen Mehrzwecksaales in einen zeitgemäßen Kultursaal. Dr. Jürgen Eibl und Dr. Helfried Hulla eröffnen ein Zahnärtztezentrum. Eröffnung der INTEREGG II-Projekte „ATTEMSMOOR“ und „FREIZEITZENTRUM“. Die Marktgemeinde schließt sich der Arbeitsgemeinschaft für ein Thermenprojekt im Bezirk Leibnitz an. Seit Juli erfolgt die Ausbildung von Soldaten aus ganz Österreich für den Einsatz im KOSOVO in der Kaserne Straß. Das 1. Kontingent (AUCON/KFOR) wird am 20. September von Bundesminister Dr. Werner Fasselabend in den Einsatzraum verabschiedet. Der Straßer Weitwanderkönig Adi Pichler findet Aufnahme im Guinnessbuch der Rekorde. Innerhalb der Marktmusikkapelle gründen aktive und unterstützende Mitglieder eine Faschingsgilde mit Mädchengarde; die Vorstellungen im Fasching 2000 sind ausverkauft. 1998 Übergabe des neuen Turnsaales an die beiden Schulen. 1997 Umbau der alten Volksschule in ein Seniorenwohnhaus. Installierung einer zweiten Kindergartengruppe und damit verbunden die Schaffung eines neuen Probenraumes für den Deutschen Sängerverein. 1996 Wiedererrichtung der Wagenkapelle an ihrem alten Standplatz bei der westlichen Ortseinfahrt. Mit 1. Juli hat Straß wieder einen eigenen Gendarmerieposten. 1995 Der Abschluss der Ortserneuerung wird mit einem 3tägigen Marktspektakel gefeiert. Verlegung des Kriegerdenkmales vom Tegetthof-Park zur Kaserne. 1994 Die neu errichtete Volksschule wird eröffnet. Das neue Sporthaus mit überdachter Tribüne und eine Stockschießanlage werden ihrer Bestimmung übergeben. Anbindung des Marktes an das Erdgasnetz. 1992 Erweiterung des Wasserleitungs- und Kanalnetzes im Bereich KG Gersdorf. 1991 Im Laufe des Zerfalls von Jugoslawien und der Ausrufung der Republik Slowenien kommt es Ende Juni zu Gefechtshandlungen an der Staatsgrenze. Zusätzliche Bundesheereinheiten aus anderen Bundesländern werden im Markt stationiert und von Straß aus der Grenzeinsatz befehligt. Neuadoptierung der Hauptschule anlässlich des 40jährigen Bestehens. 1990 Fertigstellung des Murradweges R2 mit Abfahrt Straß und Gersdorf. 1989 Fertigstellung der A9 (Abfahrten Straß-Vogau und Straß-Gersdorf). 1982 Im Hof des Rathauses entstehen der neue Kindergarten, ein Kulturheim für den Deutschen Sängerverein und ein Wirtschaftshof. Das Murkraftwerk Spielfeld geht in Betrieb. Durch die Dammschüttung wird die Hochwassergefahr gebannt. 1980 Beitritt zum Abwasserverband Leibnitzerfeld-Süd und Inbetriebnahme der Zentralkläranlage in Straß. 1979 Zu- und Ausbau der Hauptschule. Einrichtung einer Geschäftsstelle der Sparkasse der Stadt Leibnitz. Festlegung einer Ortsbildschutzzone durch den Gemeinderat. 1977 Abschluss einer Partnerschaft mit dem Markt Schwarzenfeld aus der bayrischen Oberpfalz (hervorgegangen aus den gleichen Postleitzahlen 8472). 1975 Ankauf des Bürgerhauses Stift und Umbau zum Rathaus. Neubau eines Musikheimes für die Marktmusikkapelle. 1974 Jahr der 350. Wiederkehr der Markterhebung; festliche Gedenkfeier am 21., 22. und 23. Juni. Fertigstellung der Leichtathletikanlagen und des Tennisplatzes bei der Hauptschule. 1973 Das Attemsmoor wird zum Naturschutzgebiet erklärt. 1972 Enthüllung eines Gedenksteines für verstorbenen Ehrenbürger Landeshauptmann Josef Krainer sen. 1971 Beginn der Planung und Trassenfestlegung für die Phyrnautobahn A9. 1969 Am 1. Jänner vereinigen sich die Gemeinde Gersdorf a. d. Mur und die Marktgemeinde Straß zu einer Verwaltungseinheit. Auflösung des Gendarmeriepostens Straß. Inbetriebnahme der fertig gestellten öffentlichen Kanalisation mit biologischer Kläranlage. Industriegründung – Schuhfabrik Prutsch. 1965 Gründung der Marktmusikkapelle Straß. Beginn es Baues eines öffentlichen Kanals. Am 2. und 3. August wird Straß wiederum vom Hochwasser überflutet; das Wasser reicht bis zur Volksschule am Hauptplatz. 1964 Baubeginn des Mehrzweck-Saales als Anbau an die Hauptschule – Fertigstellung im Jahre 1966. 1963 Errichtung des Marktbrunnen am Hauptplatz. Installation eines Kindergartens im Hause des Med.-Rat Dr. Wurzinger; auch das neue Postamt wird eröffnet. Das Rüsthaus der Feuerwehr wird erweitert und neu gestaltet. 1962 Baubeginn eines öffentlichen Wasserversorgungsnetzes – Fertigstellung 1964. 1960 Eine Kleinparkanlage mit Gedenktafel für die lange Jahre in Straß als Lehrerin wirkende Dichterin Aline Aliberti wird an der Straßengabelung Straß-Gersdorf, Straß-Mureck errichtet. Hier steht auch eine Pestsäule aus dem 16. Jhdt. 1959 Errichtung einer Parkanlage gegenüber der Kaserne als „Tegetthof-Park“. 1955 Mit dem Abschluss des Staatsvertrages wird die Gendarmerie-Schule überleitend in eine provisorische Grenzschutz-Einheit umgewandelt; daraus entsteht wieder die Garnison des Bundesheeres des steirischen Jägerbaon Nr. 17. Erster Kommandant ist Mjr. A. Lohmer. Der Soldatenfriedhof im Waldfriedhof wird errichtet. 1954 Am 25. März erfolgte endlich die Installation einer eigenen Pfarre, welcher jahrzehnte lange Bemühungen vorausgegangen waren. Das Benefiziat Straß wird durch die Kirchenbehörde und Landesbeschluss in den Rechtsstatus einer Pfarre erhoben. 1951 Verlegung des Flüchtlingslagers aus der Kaserne nach Wagna bei Leibnitz. In der Kaserne wird am 1. Dezember eine Gendarmerie-Schule installiert. Erneuerung der Straßenbeleuchtung; Beginn der Bebauung der Attemsallee. 1950 Errichtung einer Gendarmerie-Expositur im Flüchtlingslager Straß. Neue Benennung der Straßen und Wege des 1300 Ein- wohner-Ortes. Einweihung des neuen Hauptschulgebäudes am 10. Sep- tember. 1949 Am 2. August Spatenstich zum Bau einer Hauptschule. Eröffnung der Hauptschule mit zwei 1. Klassen am 12. September im Gasthaussaal List. Außenrenovierung der Kirche und des Rathauses der Marktgemeinde. 1946 Gründung des Sportvereines Straß. 1945 Die Kaserne wird zum Flüchtlingslager unter britischer Verwaltung. 1941 Am 6. April um 5.30 Uhr Beginn des Einmarsches in Jugoslawien. Straß ist Aufmarschgebiet; Artillerie- und Panzer-Einheiten dröhnen durch den Ort und der Lärm der deutschen Jagd- und Kampfgeschwader erfüllt die Luft. Die Kaserne wird bis Mai 1945 in ein Reserve-Lazarett umgewandelt. 1940 Volles Verfügungsrecht der Marktgemeinde Straß über den geerbten Attems-Besitz durch Tod des mit Nutzungsrechten belehnten Oberförsters Freudenreich. Eröffnung einer Volksbücherei in der Volksschule. 1939 Einrichtung eines Kindergartens, welcher bis zum Ende des 2. Weltkrieges in Funktion ist. 1938 Der Anschluss an das Deutsche Reich (12. März) führt zur Auflösung des alten Gemeinderates (15. März); auch der Verschönerungsverein stellt sein Vereinsleben ein. In die Garnison Straß ziehen am 27. Mai Tübinger Militär-Einheiten des Deutschen Heeres ein. 1934/35 Beginn der Erweiterung des Ortes durch Randsiedlungen. 1930 Am 26. Oktober wird der neu errichtete Waldfriedhof geweiht. 1929 Abnormale Kälte von -35 Grad C im Feber; das Begehen der Eisdecke der Mur macht sogar eine Wanderung bis Ehrenhausen möglich 1928 Beginn einer gründlichen Renovierung der Volksschule. Erstmalige Einrichtung einer Koch- und Haushaltungsschule in der Volksschule Straß. Errichtung eines Kinos mit 142 Sitzen durch den Gastwirt Johann Mayer. Eröffnung der Straße nach Lind. Erste Kanalisierung im Bereich des unteren Marktes und die Asphaltierung der Bundesstraße im gesamten Ort. 1927 Einweihung des Turnplaztes „Jahnwiese“ vom DV-Turnverein. Am 22. August Eröffnung eines regelmäßigen Autobusverkehrs Straß – Leibnitz – Graz durch den Autobusunternehmer Franz Stegmüller. 1926 Übergabe des im Gemeindebesitz befindlichen Volksschulgebäudes an den Ortsschulrat. 1925 Das E-Werk Kaufmann, Neudorf a. d. Mur, übernimmt die Lieferung der benötigten elektrischen Energie an die Marktgemeinde Straß. 1921 Weiheakt und Enthüllung des Heldendenkmales am 12. Juni unter Mitwirkung des Alpenjäger-Baon III/9. 1920 Auf Veranlassung der Siegermächte wird am 29. Juli Spielfeld von den Jugoslawen geräumt und dadurch die neue Staatsgrenze 5 km südlich von Straß errichtet. Der Gendarmerieposten Straß ersteht am 15. Oktober. 1919 Das Testament von Franz Graf Attems ist für den leidgeprüften Markt Straß ein Lichtblick: am 9. August überantwortet er sein Besitztum im Ausmaß von 106 Joch, bestehend aus Feldern, Wiesen, Wäldern und Häusern der Marktgemeinde Straß. Die endgültige Übernahme erfolgt erst 1927 und damit ein wirtschftlicher Aufschwung. Durch Verlegung des Grenzschutz-Baon 12 von Deutschlandsberg nach Straß tritt eine Erleichterung der seelischen Not ein. 1918 Hunger und Not sind ständige Gäste; dazu gesellen sich die Gerüchte um die Gründung eines großslawischen Reiches mit Abtrennung des Marktes Straß vom deutschen Sprachraum. Am 15. März 1918 erfolgt ein Gemeinderatsbeschluss gegen jede Art der Zerreißung der grünen Steiermark. Die Aufstellung einer Bürgerwehr (5. November 1918) von 30 Mann mit 2 Kronen Taggeld ist der Beginn eines Selbstschutzes. Am 25. November wird die Bahnstation Spielfeld durch die Jugoslawen besetzt; der Ort Straß ist ebenfalls eine Stunde lang von einer jugoslawischen Patrouille belästigt. Eine Heimwehr aus Bürgern, heimgekehrten Soldaten und Gen- darmen mit militärischen Waffen wehrt diese Übergriffe ab. 1916 Mitte September wird Straß wiederum von einer Hoch- wasserkatastrophe heimgesucht; unermäßliche Flur- und Sachschäden. Für Kriegszwecke werden im Oktober drei Kirchenglocken abgeliefert; die größte zeigt 1765 als Herstellungsjahr. Neue Glocken erklingen am 11. Mai 1924 durch Spenden der Bevölkerung von Straß und Umgebung. 1915 Die Ereignisse des 1. Weltkrieges zwingen Flüchtlinge in unseren Ort; viele bleiben als Siedler. 1911/12 Elektrifizierung des Ortes (Strom-Lieferung durch E-Werk Rieckh Ehrenhausen). 1910 Gründung des Deutschvölkischen Turnvereines. 1909 Eine neue Orgel wird vom Orgelbauer Brandl (Marburg a. d. Drau) in die Kirche eingebaut. 1907 Mit dem Verbau der Mureckerstraße wird begonnen. In diesem Jahr findet auch die Gründung des Militär–Veteranen-Vereins statt. 1905 Beginn der Verbauung der St. Veiterstraße. 1904 Großen Schaden verursachen die Hochwässer der Mur; die Flut reicht bis zum Schulhaus am Marktplatz. Im Status der Kaserne erfolgt eine neuerliche Abänderung: sie wird in eine Militär-Unterrealschule umgestaltet und bis zum Ende der Monarchie (November 1918) geführt. 1903 Das Feuerwehr-Depot des Marktes ersteht an bekannter Stelle. 1899 Der Deutsche Männergesangsverein Straß wird gegründet. 1897 Gründung der Raiffeisenkasse Straß. 1896 Die Artillerie-Kaserne wird eine Infanterie-Kadetten- schule. 1895 Starke Erdbeben am 14. und 15. April sowie am 10. Juni in Straß; es entstehen Risse und Sprünge am Kasernengebäude. 1893 Gründung des Verschönerungsvereines Marktgemeinde Straß. 1891 Innenrenovierung der Pfarrkirche (Maler Prof. Barazutti). 1874 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Straß. 1868 Das Schlossgebäude dient als Obererziehungshaus. Ab 1874 wird es erstmalig Kaserne und beherbergt Artillerie-Einheiten. Diese werden am 9. Juli 1883 von Kaiser Franz Josef I. besucht. An diesen denkwürdigen Tag erinnert die im Park errichtete Büste Franz Josef I. 1889 ziehen Dragoner in die Kaserne ein. 1863 Schulhausbau mit Uhrturm. 1862 Durch Erlass des Statthalters wird die bestehende Marktschule in eine organisierte Gemeindeschule umgewandelt. 1852/53 Am 5. November verkauft Karl Graf Attems das Schloss mit Meierschaft, Kirche, Hof, Garten und anderen Grundstücken an das Militär; aus dem Schloss wird 1853 eine k. u. k. Kadettenanstalt. 1848/49 Erster freier Gemeinderat. 1804 Durch die letzte Leslie, Gräfin Rosalia, verwitwete Attems gelangt die Herrschaft in den Besitz der Grafen Attems. (1806) Karl Graf Attems; (1813) Franz Graf Attems; (1849) Karl Graf Attems. Die Katastralgemeinde Straß umfasst 706 Joch, bestehend aus 16 Rieden (849 Parzellen). Ungefähr die Hälfte ist Schlossbesitz; auch Teile von Gersdorf, Schwarza, Seibersdorf, Lind, Lipsch, Perbersdorf, Neutersdorf, St. Veit a. Vg., Landscha, Obervogau und Untervogau gehören zur Herrschaft Straß (Grundbuch-Protokoll 1866). 1776 Anton Graf Leslie, Sohn Gräfin Theresas, ist der letzte männliche Besitznehmer der Herrschaft Straß in der unruhigen Zeit gegen die Feudalherrschftsansprüche. 1755 In diesem Jahr übernimmt Theresia Gräfin Leslie die Herrschaft Strahs und stiftet laut Urkunde vom 1. März und 22. April ein Schlossbenefiziat, welches aus dem von Matthias Baumann 1739 errichteten Marktbenefizium besteht. 1706 Durch Kauf erwirbt der Sohn Seifrieds, Anton die Herrschaft und wird nach dessen Tod (1726) von der Witwe Maria Charlotte übernommen. Danach erbt die Tochter Maria Elenore Leslie (1740). 1665/90 Es ist eine Zeit der argen Bedrängnis durch die Pest und die Türken, wobei 101 Mann zur Bewachung der Mur bereitgestellt werden. 1675 Übernahme der Herrschaft durch Johann Seifried. 1657 Nach dem Tod des verdienstvollen Reichsfürsten Hans Ulrich von Eggenberg erbt sein Sohn Johann Anton, danach dessen Witwe Anna Maria die Herrschaft für ihre minderjährigen Söhne Johann Christian und Johann Seifried. 1650 Errichtung der Mariensäule 1625/28 Erbauung der bestehenden Pfarrkirche 1624 Am 9. April verleiht Kaiser Ferdinand II. dem Ort Strasz das Marktrecht. Das Marktwappen zeigt: Offenes Tor zwischen zwei Türmen, über dem Tor ein Rabe mit ausgespannnten Flügeln. Das Zeichen der Marktfreiheit: Der „Pranger“, er wird von Gersdorf nach Strasz gebracht. Der Sitz des grundherrigen Gerichtes, das Schloss, wird Landgericht mit zwei Richtstätten: „Am Galgenriegel“ und „Auf dem Feld“ (Hofgreith und Pestsäule Richtung St. Veit a. Vg.). 1623 Hans Ulrich, Freiherr von Eggenberg, wird in den Reichsfürstenstand erhoben und zum Statthalter Innerösterreichs ernannt. 1616 Hans Ulrich, Freiherr von Eggenberg erwirbt Strasz; die Herrschaftsrechte erstrecken sich auf die „Aemter“: Strasz, Nieder- und Obervogau, Ratsch, Vogtei-Recht zu Wielitsch. 1583 Erbauungsbeginn des Schlosses Strasz durch Wolf, Freiherr von Eggenberg (nach dessen Tod verwaltet Siegmund von Galler als Vormund die Erbschaft). 1574 Festigung der Herrschaft durch Erbfolge: Johann Ulrich von Eggenberg übernimmt das Besitztum. 1550 Errichtung einer selbständigen Herrschaft STRASZ durch Bartholomä von Eggenberg. 1529 Die wieder erstandene Siedlung erleidet beim Rückzug der Türken (Sultan Suleiman II.) neuerlich große Not und Schaden. 1480/90 Dieser wird in der Folgezeit (Ungarnkrieg: Matthias Corvinus gegen Kaiser Friedrich III.) zerstört. 1470/71 Raub- und Plünderungszüge der Türken; Errichtung eines „Festen Hofes in Strasz“. 1406 Mertel der Pauch verkauft seine Hube zu „Strazza“ an Erasmus von Perneck (Siegel des Burggrafen von Vasoldsberg, Niklas der Grabner und Friedrich Glojacher). 1286 Brüder Gotschalk und Dietrich von Neitperg verkaufen ihr „Aigendorf zu Strazza“ am 14. Juni an Friedrich von Pettau. Der Ort ist der Herrschaft Mureck untertan. Mittelalter Neugründung: Ortsnamen „STRAZZA“, 2 bis 3 Häuser; konkrete Angaben fehlen. 4.-6. Jahrhundert Zerstörung der Ansiedlung in der Zeit der Völkerwanderung. Römerzeit Altrömische Landstadt „Strata via“; Römersteine zeugen von dieser Siedlung an der Heeresstraße von „Flavia Solva“ nach „Geleia“. Wachtposten und Pferdewechselstation. Der Ortsraum umfasste Pumpersdorf (Südost-Vogau) bis zum Monikogel (Ortsbeginn Gersdorf). - Chronik Vogau: Vorgeschichtliche Zeit: Beim Bau einer Maistrockenanlage im Jahre 1960 im Anwesen des sogenannten Rupphauses wurde in einer Tiefe von etwa 0,5 m ein Steinbeil gefunden. Nachdem es durchlocht und poliert ist, stammt es aus der Jüngeren Steinzeit (3000 – 2000 v. Chr.) Damals fand im Leibnitzer Feld bereits eine bemerkenswerte Siedlertätigkeit statt, wie zahlreiche Funde in den Nachbargemeinden belegen. Ob es in Vogau eine Siedlung gegeben hat, kann aus einem Einzelfund nicht mit Sicherheit geschlossen werden, zumal es sich hier um ein Schwemmland der Mur handelt. Der Fluss floss in alter Zeit nicht westlich von Landscha, sondern östlich entlang der Gabersdorfer Terrasse. Dies ist am Terrassenrand von Wagendorf heute noch zu erkennen. Nachweislich war Vogau zur Römerzeit (16 v. Chr. bis 476 n. Chr.) besiedelt. In der Nähe der 77. n. Chr. gegründeten Römerstadt Flavia Solva entstanden allerorten Weiler und Villen. In der Gemeinde Vogau stieß man 1877 bei Grabarbeiten auf römische Weiler sowie eine Villa. Die Villa hatte einen Vergußboden, der mit quadratischen und sechseckigen Ziegeln gepflastert war. Unter dem Fußboden befand sich eine Heizung. Die ganze Siedlung ging zur Zeit der Völkerwanderung, vielleicht mit der Zerstörung von Flavia Solva im Jahre 405 zugrunde. Die Einwanderung der Slawen zwischen 600 und 700 hinterließ in der Gemeinde kaum Spuren. Die deutsche Kolonisation konnte planmäßig erst nach Abschluß des Friedensvertrages zwischen Erzbischof Konrad I. von Salzburg (der hier große Besitzungen hatte) und dem Ungarnkönig Bela IV . i. J. 1131 einsetzen. Noch 1053 hatten die Magyaren den Hengisgau, der 1066 bis Radkersburg vorgeschoben werden konnte, verheert. Die Hengistburg (bei Wildon) war der Verwaltungsmittelpunkt der Kärntner Mark. Der Name Untervogau taucht urkundlich erstmals im Jahr 1220 als Vogan inferius auf. Damals besaß der Landesfürst hier zweieinhalb Huben. Der Ort hieß bis rund 1600 Nider Voga, erst später setzte sich der Name „Vnder Vogan“ (Untervogau) durch. Unter der Bezeichnung Vogau war ein größeres Gebiet als das heutige Gemeindegebiet bezeichnet. Nach dem Ungarneinfall saßen die Madjaren auf dem nahen Schloß Seggau und beunrigten die ganze Umgebung. 1532 legten dann die Türken die Gegend zwischen Mureck und Leibnitz in Schutt und Asche. Dazu kamen noch die Pestjahre 1480, 1583, 1600, 1664, 1680 und 1765. Das Pestkreuz bei der Kreuzung Querstraße/Römerstraße ist heute noch ein mahnendes Zeugnis dieser Zeit. Herrschaft und Untertan: Im 12. und 13. Jahrhundert war aller Grund und Boden in den Händen geistlicher und adeliger Grundherren. Diese riefen deutsche Kolonisten herbei, der Bauer wurde Zinsherr. Er gebot dem Grundherrn für den gewährten Schutz und Schirm Treue und Gehorsam. Die Grundherrschaft besaß auch die niedere Gerichtsbarkeit, einigen wurde auch das Landgericht verliehen, dann waren sie berechtigt, einen Galgen aufzustellen. Der Zehent, der zehnte Teil der Fechsung, war ursprünglich eine kirchliche Abgabe, die Bischöfe verlehnten ihn vielfach an den Landesfürsten und Adel. So besaß der Landesfürst in Untervogau im Jahr 1220 2 ½ Huben. 1271 erhielt Wulfing von Treunstein vom Bischof von Seckau je fünf Huben zu Ober- und Untervogau als Lehen. Von 1377 bis 1743 verblieben stets zwei Huben bei der Bistumsherrschaft Seggau, zu der 1406 jede der 26 Huben zu Nider Vogan zwei Viertel Hirszehent zu liefern hatte. Der Robot war damals noch zu leisten. Der Bauer musste kommen, wann es der Herr befahl. Erst Kaiserin Maria Theresia hob 1778 die tägliche Robot auf und beschränkte sie auf drei Tage wöchentlich. Wenn auch die Leibeigenschaft schon im 17 Jahrhundert abgeschafft worden war, so konnte ein Untertan ohne Erlaubnis des Gutsherrn nicht heiraten, ein Handwerk erlernen oder wegziehen. Um 1800 durften mit Bewilligung der Behörde und des Grundherrn die Huben zerstückelt werden und so tauchten von dann an eine Menge Keuschler auf. Von 1784 an war der Gemeinde Untervogau Obervogau zugeteilt. Untervogau war aber von 1872 bis 1885 nach Straß eingemeindet. Seit 1885 ist Vogau wieder eine eigene Gemeinde. Bis zum Jahr 1969 hieß die Gemeinde Untervogau. Der Gemeindename wurde im Jahr 1969 auf Vogau geändert. Die Katastralgemeinde heißt bis heute Untervogau. Im Jahre 1974 wurde der Gemeinde Vogau das Gemeindewappen verliehen. Die vier Brückenheiligen und die Murbrücke: Von den vier Brückenheiligen stehen zwei an der Murbrücke bei Ehrenhausen. Die beiden Steinfiguren sind 2,3 m hoch. Sie stellen den hl. Johannes von Nepomuk und den hl. Nikolaus, den Schutzpartron der Schiffer, dar. Die Schiffahrt auf der Mur spielte vom 13. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle. Dann verlor sie die Vorherrschaftstellung durch den Bahnverkehr. Davor jedoch wurde flußabwärts auf Plätten und Flößen hauptsächlich Eisen und Salz befördert, flußaufwärts zogen Pferde auf dem sogenannten Treppelweg mit Wein, Getreide und Honig beladene Schiffe. Im Jahr 1736 ersetzte Maria Charlotte Fürstin von Eggenberg die aus dem 16. Jahrhundert stammende Fähre durch eine Brücke. Sie war aus Holz gebaut und überdacht. Über diese Brücke vollzog sich einst der große Verkehr zwischen Wien – Graz – Triest. Die Murbrücke wurde 1886 durch einen Eisstoß so arg beschädigt, daß sie 1892 erneuert werden mußte. Die derzeitige Brücke aus Eisen und Beton wurde 1939 errichtet. Eigenartig wirken die Brückenheiligen Nepomuk und Franz Xaver an der Gemeindegrenze zu St.Veit am Vogau, denn hier gibt es weder eine Brücke noch einen Wasserlauf. Eine Mappe der Josefinischen Landaufnahme von 1784 zeigt jedoch Brücke und Bach, dieser floß von Wagendorf in Richtung Seibersdorf und war so seicht, daß er damals allerorten leicht durchwatet werden konnte. Das Gewässer fließt jetzt allerdings weiter südlich. Pumpersdorf – ein alter Ortsname: Am Südostrand der Gemeinde Vogau an der Grenze zu Straß lag eine kleine Ortschaft, die einst den Namen „Pumpersdorf“ führte. Östlich davon befand sich der „Pumperwald“, der nach dem Ersten Weltkrieg abgeholzt wurde. In diesem Bereich lag auch der „Galgenriegel“, die einstige Richtstätte des Landesgerichtes Straß, welches 1622 unter den Eggenbergern errichtet und 1848 aufgehoben wurde. Die letzte Delinquentin soll eine slowenische Frau gewesen sein, die ihren Mann vergiftet hatte. Das benachbarte Haus hieß früher „beim Galgenschneider“. Zufällig entdeckte man bei Grabungsarbeiten zwischen dem Landhaus und dem Galgenriegel eine römische Villa aus dem zweiten Jahrhundert. Der Name Pumpersdorf war dem Bürgermeister Pöschl um die Jahrhundertwende ein Dorn im Auge. Er versuchte daher, das Gemeindegebiet in Viertel einzuteilen und legte so das Dorf, das St.Veiter Viertel, das Ehrenhausener Viertel und das Landstraßenviertel fest. Pumpersdorf ist mittlerweile ein abgekommener Ortsname. Er lebt jedoch in der Literatur und in den archäologischen Karten weiter. - Chronik Obervogau: Das gesamte Gemeindegebiet von Obervogau umfasst eine Größe von 395 ha und liegt rund 260 Meter über dem Meeresspiegel. Entstehung der Landschaft: Die gestaltende Kraft für das heutige Landschaftsbild war die Mur. Aus Norden kommend, setzte sie am Westrand der Gemeinde Obervogau zum Murbogen an, um dann im Bereich von Untervogau ihren Lauf nach Osten fortzusetzen. Wie das alte Murufer bei Wagendorf anzeigt und wie es auch die bei den Erdölbohrungen in der Tiefe angefahrenen Schichtungen bestätigen, verlief der Murbogen anfänglich viel weiter ostwärts, fraß sich dann westwärts in das Hügelland hinein und ließ so unser östliches Flachufer entstehen. An diesem östlichen Flachufer baute der westwärts ausschwingende Fluss die große Murebene auf, auf welcher das Gemeindegebiet Obervogau liegt. Somit stellt unser Gebiet geschichtlich gesehen ein verhältnismäßig junges Schwemmland der Mur dar! Der Name Obervogau: Die Nennung „Vogau“ bürgert sich erst im 16. Jahrhundert ein, vorher wird der Name stets „Vogan“ geschrieben und scheint an viel ältere Zeiten zu erinnern. 1271 steht erstmals in einer Urkunde „Superis Vogan“, wovon sich unser heutiges Obervogau ableitet. Dieser Name scheint also von der Landschaft mit dem großen Murbogen (Vogan-Bogen) zu stammen! Größe und Lage: Aus dem Mittelalter sind selten Größenangaben überliefert. Doch im 14. Jahrhundert liest man von 10 Huben (Bauernhöfe). 1445 erfasste die Regierung, um neue Steuerquellen zu finden, alle Anwesen zu sogenannten „Feuerstätten“ (Herdstellen). Hier liest man die Zahl 18, das wird wohl die damalige Anzahl der Gehöfte unseres Ortes gewesen sein. Doch im 19. Jahrhundert setzte die Revolution ein und leistete eine stürmische Entwicklung. Alle Dinge gerieten in Fluss, so auch die Menschheit und der Fortschritt. - Chronik Spielfeld: Spielfeld wurde erstmals 1170 als „Ulenberg Sancti Mychaelis“ erwähnt, was nichts weiter bedeutet als Berg eines Ulen (=Ulrich), wobei der Begriff Berg auf die felsige Anhöhe deutet, an deren Fuß die Michaeliskirche steht. Wahrscheinlich bestand die ursprüngliche Siedlung Ulenberg (auch Aulenberg, Eilenberg) nur aus der Kirche, dem Wachturm Spilveld und dem Hof Ulenberg. Später siedelte man sich auf der schutzbietenden Höhe des Ulenberges an. Nördlich davon, ungefähr an der Stelle des heutigen Schlosses, lag der „Turn Spilvelden“ (das Wort spil kam von spiken = spähen; vom Spähturm aus muß man also weit ins Mur-„velde“ Einblick gehabt haben). Dieser Turm war als Vorwerk der „veste Ernhausen“ aufzufassen. Nach diesem Turm nannte sich ein Rittergeschlecht. Um 1215 war in der Urkunde „“Heinric de Spilvelde““ erwähnt. Zu dieser Zeit gaben die Zunamen die Herkunft des Genannten an. Mit zunehmender Bedeutung der Talstraße entwickelte sich der Turm Spielfeld bald zu einem Herrensitz. Aus dem Jahre 1577 ist erwähnt, daß „Hans Stübich den Edelmannsitz Eilenberg, sonsten Spilveld genannt“ kauft. Hier waren also Schloß- und Ortnsame bereits vertauscht worden. Der Name der Herrschaft behielt endgültig die Oberhand. Im Besitz dieser Herrschaft waren namhafte Geschlechter wie die Khevenhüller, die Attems, die Katzianer usw., die ihre Untertanen in 26 Gemeinden des Marburger und Grazer Kreises verstreut hatten. 1825 1825 zählte Spielfeld bereits 423 Einwohner, die der Herrschaft Spielfeld und Ehrenhausen dienstbar waren. Nach dem ersten Weltkrieg nahmen serbische Truppen Spielfeld in Besitz und richteten den südslawischen Grenzbahnhof Spilje ein. 1919 1919 war die Bahnlinie Spielfeld – Radkersburg eine Zeitlang Grenzlinie zu Yugoslawien. Erst am 29. Juli 1919 wurde Spielfeld durch die Zuteilung zu Deutsch-Österreich wieder befreit. Die endgültige Festsetzung der Grenze erfolgte 1921. 1947 Das Ende des 2. Weltkrieges überstand Spielfeld relativ heil. Als Besatzungsmächte kamen Russen, Bulgaren und die Titotruppen, bis später Spielfeld zur britischen Sperrzone erklärt wurde. Am 23. Dezember 1947 zog auch die britische Besatzung ab. 1953 1953 wurden die Verhandlungen mit Jugoslawien über Doppelbesitz endgültig abgeschlossen, und der kleine Grenzverkehr wurde eröffnet. Man war sowohl von slowenischer als auch von österreichischer Seite her bemüht, die gut nachbarlichen Beziehungen zu fördern. Das zeigt sich unter anderem darin, daß die Grenze ohne besondere Befestigung, als „grün“, angelegt ist. Wenn der Siegesengel auf unserem Befreiungsdenkmal (siehe Bild) sein Schwert drohend nach Norden richtet, so soll das wohl die Mahnung für das Hinterland sein, die Pforte im Süden nicht zu vergessen und mit wachsamen Auge alles zu verfolgen, was sich außerhalb der Pforte tut.
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