Drasenhofen
Gemeindeverwaltung
Beschreibung
Herzlich Willkommen in der Gemeinde Drasenhofen! Geschichte Familie Fünfkirchen
Die Fünfkirchen zählten zu den ältesten Familien des niederösterreichischen Adels. Seit dem späten Mittelalter prägten sie die Geschichte des nördlichen Weinviertels. Der Ursprung der Familie weist in die südungarische Stadt Fünfkirchen. Das einfache Wappen, ein dreigeteilter Schild mit den Farben Silber, Blau und Gold gekrönt von Büffelhörnern wird von der Familie schon im 14. Jahrhundert geführt, der erste nachweisbare Träger ist Erasmus Fünfkirchen Drasenhofen - Chronik Die erste geschichtliche Erwähnung des Ortes Drasenhofen stammt aus dem Jahr 1190. Damals Drahsenhoven und bis ins 16. Jahrhundert Taisenhof genannt, entwickelte sich später mundartlich Drasenhofen als Ortsname. Im südlichen Teil des Ortes befindet sich die Pfarrkirche, deren Bau 1679 begonnen und 1687 vollendet wurde und die dem Hl. Veit geweiht ist. ImGegensatz zu Steinebrunn und Stützenhofen gehörte Drasenhofen niemals komplett zum Herrschaftsbereich der Fünfkirchen sondern unterstand verschiedenen Herrschaften wie den Liechtenstein oder den Trautson. Letztere bauten eine imposante Demonstration ihrer Macht, den sogenannten >> Herrenstadel. Dennoch finden sich in Drasenhofen zahlreiche Spuren der Fünfkirchen. Geprägt wurde der Ort jedoch von der >>Kaiserstraße, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung Mitteleuropas. Die gute Verkehrslage brachte Wohlstand und Weltläufigkeit in den kleinen Ort. Um 1900 nannten die Drasenhofener ihren Ort voll Stolz >>Klein-Wien. Steinebrunn - Chronik Östlich von Drasenhofen liegt Steinebrunn. Seit 1298 finden wir in den Urkunden ein Geschlecht der "Steinabrunner", in denen wir vielleicht die Gründer des heutigen Schlosses Fünfkirchen sehen dürfen.Von der langen Zugehörigkeit zum Besitz der Fünfkirchen zeugen noch einige Bauten wie das Schloss Fünfkirchen (derzeit in Privatbesitz) sowie die Gruft der Fünfkirchen in Stützenhofen. Mit dem Erwerb einer Mühle in Steinebrunn durch Erasmus Fünfkirchen begann der Aufstieg der Familie. Steinebrunn war von Anfang an das Zentrum der Fünfkirchnerschen Herrschaft. Wirtschaftliche Basis war dabei der Meierhof auf dessen Gelände sich Anfang des 16. Jahrhunderts » Hutterer niederliessen. Steinebrunn war bis in die Neuzeit der wichtigste Ort im heutigen Gemeindegebiet. Es gab eine Kirche, geweiht dem hl. Veit, mit Friedhof und Pfarrhof. Hans III. lies die Kirche verfallen und Teile des Pfarrhofs in ein Brauhaus umwandeln. Von der Kirche sind keine Spuren erhalten, nur die » Ruinen des Brauhauses stehen noch. Nach dem Schock der Enteignung in Folge des 30-jährigen Krieges begründete » Johann Sigismund das Majorat Steinebrunn, dh. er verfügte die Unteilbarkeit der Güter und verband diese mit dem Freiherrn-, später Grafentitel. Obwohl mehr als 1 km vom Ort entfernt steht das Schloss Fünfkirchen nach wie vor auf Steinebrunner Gebiet. Kleinschweinbarth - Chronik: Am 12. März ist Herr Ott von Sweinwart Zeuge einer Schenkung an das Stift Klosterneuburg. Bei dieser Schenkung handelte es sich eindeutig um Kleinschweinbarth. Der Name weist auf einen Wildstand, Warte für die Wildschweinjagd, hin. Die Schreibung wechselte ständig: Sweinwart, Sweynbart, Sweinwartt, Schweinburch. Ursprünglich gehörte Schweinbarth zum Landgericht Falkenstein. Im 15. Jahrhundert wechselte der Ort in die Gerichtsbarkeit Steinebrunn/Fünfkirchen. Am 11. Juni 1867 fand die Weihe der Pfarrkirche Kleinschweinbarth statt.Sie ist der heiligen Gottesmutter geweiht. Stützenhofen - Chronik: Die Pfarrkirche Stützenhofen dürfte die ehemalige Burgkapelle gewesen sein. In die Kirchenmauer eingelassen finden wir drei Grabdenkmäler von Fünfkirchen. 1944 gelobten die Stützenhofner nach Überwindung der Kriegsnot ein Erinnerungsdenkmal zu stiften. Dieses Gelöbniskreuz samt Kreuzweg wurde in den Jahren 1947/48 auf dem Steinberg (heute Kreuzberg) errichtet. Stützenhofen, heute der kleinste Ort der Gemeinde Drasenhofen, war für Jahrhunderte mit der Familiengeschichte der Fünfkirchen verbunden. 1455 gelingt Martin Fünfkirchen endgültig der Erwerb der Feste Stützenhofen die heute längst verschwunden ist. Der Ort wurde zur Grablege der Familie. Im gotischen Chor der » Pfarrkirche und an der Fassade findet man prächtige Marmorepitaphe der Familie. Ab dem späten 18. Jahrhundert wurden alle Familienmitglieder in der » Gruft am Friedhof bestattet. Schloss Fünfkirchen: Schloss Fünfkirchen - oder Schloss Steinebrunn - liegt im nordöstlichen Weinviertel 10 km nördlich von Poysdorf, nahe des Grenzübergangs Drasenhofen und der historischen Stadt Nikolsburg/Mikulov in Südmähren. Graf Otto Franz lässt 1824 eine Familiengruft am Friedhof in Stützenhofen erbauen und seine Eltern in die neue Begräbnisstätte umbetten. 1871, ein Jahr vor seinem eigenen Tod, entseht über der Gruft eine gewaltige, neugotische Kapelle. Fast alle Mitglieder der Familie wurden im 19. und 20. Jahrhundert in der Gruft bestattet. Das letzte Begräbnis war 1980 die Beisetzung von » Gräfin Karoline, der letzten Fünfkirchen aus der Hauptlinie. Die Lage von Schloss Fünfkirchen Schloss Fünfkirchen - oder Schloss Steinebrunn - liegt im nordöstlichen Weinviertel 10 km nördlich von Poysdorf, nahe des Grenzübergangs Drasenhofen und der historischen Stadt Nikolsburg/Mikulov in Südmähren. Das Schloss liegt dominierend auf einer Anhöhe - dem Schlossberg - mit weiter Sicht in die Umgebung. Seit dem 13. Jahrhundert befindet sich neben diesem Weg ein wehrhaftes Kastell an der Spitze des Schlossberges, wahrscheinlich stand davor schon ein hölzerner Wehrbau, ein sogenannter Hausberg, - genau an der Stelle wo sich heute Schloss Fünfkirchen befindet. Am Schlosspark führt die heutige B7, die Brünner Straße vorbei, einer der ältesten und bedeutendsten Verkehrswege Europas! Hier verläuft eine der Trassen der uralten Bernsteinstrasse. Seit Urzeiten wurde entlang dieser Verbindung zwischen Adria und Ostsee Handel getrieben, kam es zum kulturellen Austausch zwischen Nord und Süd. Auch im Mittelalter herrschte hier reger Verkehr, die Anwohner profitierten vom Transit nach Mähren, Polen oder weiter an die Ostsee - durch Anspanndienste oder vom Betrieb der starkfrequentierten Gasthäuser. Diese mussten wahre Goldgruben gewesen sein, wird z.B. das Gasthaus in Drasenhofen 1602 von Freiherr Johann Bernhard von Fünfkirchen um die astronomische Summe von 2.000 rheinischen Gulden verkauft. Unter Kaiser Karl VI wird ab 1722 die Route - eine der fünf Hauptstraßen der Monarchie - neu gebaut, seit damals heißt sie auch "Kaiserstraße". Händler, Handwerker und immer wieder Soldaten und Plünderer zogen hier vorbei. Aber auch prominente Persönlichkeiten wie König Jan Sobieski von Polen 1683 auf dem Weg zum Entsatz von Wien, Giacomo Casanova und die Familie Mozart sind auf der Brünner Straße an Schloss Fünfkirchen vorbeigefahren. Die Hutterer: Das Weltbild des Humanismus, neue Erfindungen und Entdeckungen, radikale gesellschaftliche und politische Veränderungen bereiteten Anfang des 16. Jahrhunderts die größte geistige Umwälzung des Abendlandes, die Reformation vor. Nur wenige Jahre nach Luthers Thesenanschlag 1517 in Wittenberg erreichte der Sturm der Reformation das Weinviertel. Der mächtige Leonhard von Liechtenstein, Herr des südmährischen Nikolsburg - das heutige Mikulov - protegierte den neuen Glauben und förderte seine rasche Verbreitung. 1524 brechen in Tirol, Franken und Thüringen beflügelt durch den Geist der Reformation Bauernaufstände los, die jedoch niedergeschlagen werden. Viele Bauern flüchten aber nach Osten, in den südmährischen-weinviertler Raum wo ihnen protestantische Grundherrn die Ansiedlung gestatten. Sie bringen neue, radikal-religiöse Vorstellungen mit.