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Dorfwerfen 153, 5452 Pfarrwerfen, AUT
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Beschreibung

Chronik des Eisschützenvereins Pfarrwerfen

1922-1945

Die Gründung des Eisschützenvereines von Pfarrwerfen erfolgte im Jahr 1922, wahrscheinlich kurz vor Weihnachten, das genaue Datum ist nicht bekannt.

Vor dem 2.Weltkrieg war der Eisschützenverein an keinem Dachverband angeschlossen, seine Tätigkeit bestand in Freundschaftsschießen gegen Werfen-Land, Bischofshofen und andere angrenzende Ortschaften. Ausgeschossen wurden immer Schweinebraten oder Geselchtes mit Knödel und Kraut. Der Preis für ein Essen betrug damals zwischen S 1,30 und S 1,50. Der Mitgliedsbeitrag betrug S 1,– , wurde aber im Jahr 1934 auf 50 Groschen reduziert, und zwar wegen der Arbeitslosenzeit.

„Es muss noch vermerkt werden, dass es im Pongau den sogenannten „Pongauer Wanderstock“, einen riesigen Holzeisstock gab, welcher unter Pongauer Gemeinden ausgeschossen wurde. Eine Salzburger Zeitung berichtete, dass der Stock am 26.12.1937 nach Pfarrwerfen geholt wurde.

Im Jahre 1938 wurde der Eisschützenverein wegen des Anschlusses Österreichs an Deutschland aufgelöst. In den Kriegsjahren war jede Vereinstätigkeit verboten. Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges kamen dadurch sämtliche Vereinsaktivitäten zum Erliegen.

Am 14.02.1943 wurde aber der „Pongauer Wanderstock“ zwischen Pfarrwerfen und Goldegg ausgeschossen, er blieb in Pfarrwerfen. Goldegg kam am 20.März 1943 abermals nach Pfarrwerfen und konnte dabei den Wanderstock für sich gewinnen.

ab 1945

Nachdem am 25. Jänner 1951 unter der Zahl 503/51 der Eisschützenverein Pfarrwerfen von der Sicherheitsdirektion Salzburg bewilligt wurde, konnte am 11.Februar 1951 die Gründungsversammlung im Gasthaus Pfarrwirt abgehalten werden. Der Mitgliederstand betrug damals 35 Personen, der Mitgliedsbeitrag wurde mit S 10,– festgelegt. Die sportlichen Aktivitäten beschränkten sich damals ausschließlich auf den Winter. Es wurden immer ein An- und ein Abschießen sowie diverse Freundschaftsschießen veranstaltet. Am 13.Februar 1952 wurde der „Pongauer Wanderstock“ abermals von Goldegg nach Pfarrwerfen geholt, am 18. Jänner 1953 wurde er an Bischofshofen verloren. Seither ist der Wanderstock verschollen.

Im Jänner 1958 wurde erstmals über eine Nadelbahn gesprochen, diese Idee konnte allerdings erst im Jahre 1964 verwirklicht werden. Im Jahre 1959 wurde die 1. Ortsmeisterschaft in der klassischen Viererdisziplin abgehalten.

Am 20. Jänner 1963 wurden das 40jährige Gründungsfest sowie die Weihe der neu angeschafften Fahne gefeiert. Die Fahne wurde von der Fahnenmutter Frau Anna Brandauer (Steinbäurein) und von den Patinnen, Frau Maria Nitsch (Brennhofbäuerin) und frau Gertraud Huber (Gastwirtin) gekauft. Der Preis betrug S 4.500,–. Beim abgehaltenen Jubiläumsturnier gaben uns 15 auswärtige Eisschützenvereine die Ehre.

Am 18. April 1964 fand eine erweiterte Ausschusssitzung statt, bei welcher die Bewilligung der Gemeinde Pfarrwerfen zum Bau einer Nadelbahn bekanntgegeben wurde. Der Standort der Bahn sollte der Platz bei der Schule werden. Es ging aber nicht ohne Geburtswehen ab, den erst im Jahr ’66 wurde die Nadelbahn fertiggestellt. Die Kosten betrugen fast S 8.000,–. Mit dieser Bahn begann für den Eisschießsport in Pfarrwerfen ein völlig neuer Abschnitt. Der Sport verlagerte sich immer mehr vom Winter auf den Sommer. 1969 wurde aus der Nadelbahn die Asphaltbahn, welche an derselben Stelle errichtet wurde. Die Finanzierung erfolgte mit S 4.000,– durch die Gemeinde sowie S 9.730,– aus Spenden der Mitglieder. Der langjährige Schriftführer Max Saller hat damals treffend geschrieben: „Wir sind jetzt nicht mehr auf den Winter angewiesen- Haxn kalt, Ohrwaschl kalt- diese Zeiten sind vorbei.“ So kam auch die Zeit des Turnierschießens (Berufsgruppen-, Vereins- sowie Freundschaftsturniere).

Am 13. Juni 1974 feierte die Gemeinde Pfarrwerfen die 900-Jahr-Feier. Es war dies auch ein sehr wichtiges Datum für unseren Eisschützenverein, denn es bedeutete die Verlegung der Sportstätte an den heutigen Standort. Beim Bau der neuen Doppelbahn sowie des Sportheimes wurden vom Eisschützenverein Pfarrwerfen ca. 400 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. In einer Spendenaktion wurden S 26.526,– durch unsere Mitglieder aufgebracht. Der Kostenpunkt der gesamten Anlage betrug ca. S 135.000,– .

In einer Ausschusssitzung am 14.März 1979 wurde der Beitritt zum ASVÖ (Allgemeiner Sportverband Salzburg) beschlossen. Damit hatte der Eisschützenverein Pfarrwerfen einen Dachverband und konnte auf Fördermittel hoffen.

Im Jahr 1985 wurde die 3. Asphaltbahn errichtet und am 15. September 1985 von unserem Herrn Pfarrer Matthias Winter eingeweiht.

Im Jahr 1989 wurde eine erweiterte Ausschusssitzung abgehalten, in der über einen Neubau des Eisschützenheimes abgestimmt wurde. Der Neubau wurde damals einstimmig beschlossen. In den Jahren 1991/1992 wurde das Eisschützenheim neu gebaut. Es wurde im Rahmen der legendären 70-Jahr-Feier des Eisschützenvereines Pfarrwerfen am 22.August 1992 eingeweiht.

Im Jahr 1998 wurden die oberen beiden Bahnen neu asphaltiert, aus diesem Grund verlängerte Herr Saller Ferdinand seine zwölfjährige Obmann Tätigkeit um ein weiteres Jahr.

Die in die Jahre gekommenen Holzbanden, wurden 2003 auf allen drei Bahnen durch Eisenbanden ersetzt.

Nachdem Umzug des SC Ikarus Pfarrwerfen, vom gemeinsamen Eisschützenheim ins Sportismuscenter, wurden die Umkleidekabinen 2007 in zwei Lageräume, ein Büro und die Küche umgebaut.

Im Sommer 2012 wurde die Stockhütte an der linken Seite mit einem Geräteanbau erweitert.

Im September 2012 wurde im Rahmen des Vereinsturnieres, das 90jährige Gründungsjubiläum veranstaltet. 12 Vereine gaben uns die Ehre.

Bei der Ausschusssitzung am 11.11.2012 wurde der Ankauf eines Zeltes 6×12 Meter, zur Bewirtung bei Turnieren direkt an der Bahn einstimmig beschlossen. Die Einnahmen für den Verein bei Sportveranstaltungen sind seitdem um ein Vielfaches höher.

Im Frühjahr 2016 wurde rechts neben der bestehenden Stockhütte ein Stockbeisl errichtet um die Geselligkeit an der Bahn zu fördern.

In den Sommermonaten 2016 wurde das Stockbeisl an der Bahn gebaut und auf allen drei Bahnen wurden die Eisenbanden durch Gummibanden ersetz. Dafür leisteten die Mitglieder viele freiwillige Arbeitsstunden.

Nach fast 30 Jahren Bestand wurde im Februar 2020 das Eisschützen-Stüberl innen und außen renoviert und technisch auf den neuesten Stand gebracht.

2022 feierte der Eisschützenverein mit den Ortsvereinen und den benachbarten Eisschützenvereinen sein 100-jähriges Bestehen.

Zu diesem Anlass wurde die 60-jährige Fahne komplett restauriert.

Seit diesem Jubiläum gibt es auch eine einheitliche Eisschützentracht in der Vereinsfarbe blau.

2024 wurden die Banden an der 3er Bahn saniert.

2025 wurden für die Fahnenbegleitung die Scherpen erneuert.

Aktuell zählt der Eisschützenverein Pfarrwerfen über 170 Mitglieder

Zu den Veranstaltungen des Eisschützenvereins zählen: Orts-, Club- und Schülermeisterschaften, Vereinsturniere, das traditionelle Haringeisschießen, Landes- und Bezirksmeisterschaften und zahlreiche Freundschaftsturniere.

Die bisherigen Obmänner des Eisschützenverein Pfarrwerfen

  • Eberharter Alexander 1922-1926

  • Emig Franz 1926-1931

  • Schörghofer Alois 1931-1934

  • Kaindl Josef 1934-1935

  • Windhofer Mathias 1935-1938

Eisschützenverein Pfarrwerfen zwischenzeitlich wegen dem 2.Weltkrieg aufgelöst

  • Bräuer Friedrich 1950-1953

  • Bräuer Alois 1953-1969

  • Frauenlob Friedrich 1969-1977

  • Reiter Isidor 1977-1983

  • Reiter Gerhard 1983-1986

  • Saller Ferdinand 1986-1999

  • Pöttler Johann 1999-2004

  • Brandecker Helmut 2004-2007

  • Höllbacher Hansjörg 2007-2013

  • Döllerer Gerhard 2013-2022

  • Kohlhofer Peter 2022-

Laut Statuten heißt es: Der Eisschützenverein in Pfarrwerfen bezweckt die Pflege des Eisschießsports mit besonderer Rücksichtnahme auf Geselligkeit und Brauchtumspflege.

Kommende Veranstaltungen

Orts- und Clubmeisterschaft

Stockbahnen, Dorfwerfen 153, 5452 Pfarrwerfen, AUT

Haring-Eisschießen mit anschließendem Haringsschmaus

Dorfwerfen 153, 5452 Pfarrwerfen, AUT

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