Grafenschachen
Gemeindeverwaltung
Beschreibung
Herzlich Willkommen in der Gemeinde Grafenschachen! Gemeindewappen
Unsere Gemeinde hat bereits im Jahr 1952 mit einem Schreiben an die burgenländische Landesregierung um die Genehmigung zur Führung eines Gemeindewappens im Gemeinde- und im Standesamtssiegel angesucht. Im Jahre 1953 wurde Grafenschachen mit Beschluss der Burgenländischen Landesregierung das Recht zur Führung eines Gemeindewappens verliehen. Im Jahre 1971/72 wurde unsere Gemeinde im Sinne des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes mit den Gemeinden Kroisegg und Neustift a. d. Lafnitz zu einer neuen Gemeinde vereinigt. Unsere ursprüngliche Gemeinde hörte zu bestehen auf, was zur Folge hatte, dass auch das ursprüngliche Recht zur Führung eines Gemeindewappens untergegangen war. Es war daher ein neuerlicher Antrag der neu zusammengefügten Gemeinde notwendig. In der Gemeinderatssitzung vom 27.10.1972 beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Grafenschachen einstimmig die Stellung eines Antrages an das Amt der Burgenländischen Landesregierung hinsichtlich der (Wieder-) Verleihung des Rechts zur Weiterführung des Gemeindewappens. Mit Beschluss der Burgenländischen Landesregierung vom 4. Juli 1973 gemäß Gemeindestrukturverbesserungsgesetz LGBl.Nr. 44/1970 wurde der neu gebildeten Gemeinde Grafenschachen das Recht zur Weiterführung des ehemaligen Gemeindewappens verliehen. Beschreibung unseres Gemeindewappen: Ein gespaltener Schild mit einer vom Fußrande bis zur Herzstelle aufsteigenden flachen Spitze. Das obere rechte rote Feld ist von einem silbernen Balken durchzogen. Im oberen linken Feld ist die Darstellung des Landeswappens des Burgenlandes zu sehen, welche lautet: „In einem goldenen Schild ein roter, golden gekrönter und bewehrter, rot bezungter, widersehender Adler mit ausgebreiteten Schwingen, der auf einem schwarzen Felsen steht, in den Oberecken von zwei schwarzen, breitendigen Kreuzchen begleitet wird und dessen Brust mit einem dreimal von Rot und Kürsch gespaltenen und golden eingefassten Schildchen belegt ist.“ In der blauen Spitze ist die Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit in der üblichen Form ersichtlich. Die beiden ersten Göttlichen Personen, die sich aus grünen Hügeln erheben, tragen weiße Kleider und rote Mäntel. Von der in der Mitte über ihnen schwebenden Gestalt des Heiligen Geistes als Taube gehen neun sich verbreitende goldene Strahlen aus. Den Schild umgibt eine ornamentierte bronze- (bzw. stein-)farbene Randeinfassung. Namensgebung Grafenschachen Eine erste Nennung unseres Heimatortes findet sich im Jahre 1331 al Graphsahia. Die erste urkundliche Aufzeichnung über Grafenschachen findet sich im Batthyany’schen Familienarchiv in Körmend (Alm. II, ladula 1-23). Die Urkunde stammt aus dem Jahre 1358 und nennt die Gemeinde Groffensach seu Grofunsah. 1393 und 1425 wird Grafenschachen als Grofansah und Groffonsah (ebenfalls im Körmender Archiv), ferner als Groffenschachen (1455 im Landesarchiv des Kapitels Pressburg) und als Groffunsach wieder im Körmender Archiv im Jahr 1475, bezeichnet. Aus sprachlichen und historischen Gründen kann angenommen werden, dass Grafenschachen eine deutsche Gründung ist. Der Name Grafenschachen lässt sich daraus ableiten, dass unser heutiges Gebiet stark bewaldet war und es sich um Königsgut handelte, also von Grafen verwaltet wurde (Groffansah – gräflicher Wald). Unserem Ortsnamen liegt demnach ein Dativ des mittelhochdeutschen grâvenschache „der Grafenwald“ zugrunde. Er wurde aber auch unter Ausstoßung der Dativendung(-en) als Grofunsah in die magy. Sprache entlehnt. Das magy. „gróf“ „Graf“ aus dem Deutschen entlehnt ist, verstand man den ersten Bestandteil des Ortsnamens sehr wohl, dessen zweiten Bestandteil, sah, verstand man nicht. In jüngerer Zeit deutete man den Namen auf Grund der dt.-mdal. Aussprache als Grabenschachen. Man übersetzte daher amtlich seinen ersten Bestandteil mit árok „Graben“ und fügte, da man den zweiten Bestandteil -schachen nicht mehr verstand, das allgemeine szállas („Wohnsitz“, „Siedlung“) hinzu. Somit lautete die ungarische Bezeichnung für unser Grafenschachen Àrokoszállás. Namensgebung Kroisegg Der deutsche Ortsname Kroisegg geht auf die speziell steirische Nebenform kroiss zu mhd. kruiz, krebez „Krebs“ zurück. Der Name scheint mit dem 2-3 km entfernten, bereits in der Steiermark liegenden Ort Kroisbach in Zusammenhang zu stehen. Vermutet wird, dass unser Kroisegg eine ehemalige Flur von Kroisbach war. Die Bezeichnung Rolnik aus dem Jahre 1388 und Raconik bzw. Rakonik aus dem Jahre 1392 leiten sich vom aslowen. rak(u) „Krebs“ ab; es ist jedoch auch wahrscheinlich, dass sich diese beiden Begriffe eher auf Kroisbach in der Steiermark beziehen. Gestützt wird diese Vermutung darauf, dass die Orte in dem Dreieck Pinkafeld – Oberschützen – Bernstein allesamt Gründungen aus dem 16./17. Jahrhundert sind. Dagegen spricht auch eine große Lücke in der urkundlichen Überlieferung. Die Gründung Kroiseggs liegt daher wahrscheinlich im 16. Jahrhundert. Das amtliche magy. Hidasdrákosd ist mit „Krebsenbrücke“ zu übersetzen, oder besser gesagt, mit „Ort an der Krebsenbrücke“. Namensgebung Unterwaldbauern Über die Entstehung der Bezeichnung Unterwaldbauern ist wenig bekannt. Aus Unterlagen geht hervor, dass Unterwaldbauern erstmalig im Jahre 1668 erwähnt wird. Der Begriff Unterwaldbauern dürfte auch schon zur damaligen Zeit in Gebrauch gewesen sein, wobei nicht von der Ortschaft Unterwaldbauern im eigentlichen Sinn die Rede war, sondern vielmehr „die Unterwaldbauern“, also tatsächlich Bauern, gemeint waren. Davon zeugen nach die Visitationsberichte, die beispielsweise im Jahre 1732 von der Errichtung eines Schäfflerhofes „bei den Unterwaldbauern“ berichten.