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Beschreibung

Herzlich Willkommen in der Marktgemeinde Gratkorn!
Die Marktgemeinde Gratkorn liegt nördlich von Graz im Gratkorner Becken, das sich zum Weststeirischen Riedelland hin öffnet und eine Weitung des Murtals bildet. Sie ist eine Industriegemeinde, eingebettet in das Grazer Hügelland. Mit ihrer günstigen Lage zur Landeshauptstadt und der idealen Wohnqualität ist die Gemeinde ein wunderschöner Ort zum Leben.

Daten und Fakten
Der Einwohnerstand: 8.156 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021)

Gemeindegröße: 34,61 km2, aufgeteilt auf fünf Katastralgemeinden:
- Forstviertel
- Freßnitzviertel
- Kirchenviertel
- Gratkorn-St. Veit
- Friesach-St. Stefan

Infrastruktur:
Zur Infrastruktur der Marktgemeinde Gratkorn zählen zwei Volksschulen, eine Mittelschule, eine Polytechnische Schule, eine Musik- und Kunstschule, drei Gemeindekindergärten sowie ein Privatkindergarten, zwei Kinderkrippen, verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, zwei Freiwillige Feuerwehren, eine Betriebsfeuerwehr, eine Rettungsstelle des Österreichischen Roten Kreuzes sowie die Hackher-Kaserne unseres österreichischen Bundesheeres.

Auch wirtschaftlich ist Gratkorn sehr gut aufgestellt: Neben den weltweit tätigen Unternehmen wie NXP Semiconductors, Sappi und Salzgitter Mannesmann, sind hier auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen in den Sparten Gewerbe, Industrie und Handel ansässig. Zudem verfügt die Gemeinde über eine umfassende medizinische Infrastruktur durch viele Ärzte und Therapeuten sowie eine Apotheke. Mehrere Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe runden das Profil der Marktgemeinde Gratkorn ab.

Im Ortszentrum der Gemeinde befinden sich einige Freizeiteinrichtungen und unter anderem ein groß angelegter Park neben einem abwechslungsreichen Spielplatz für Klein bis Groß. Auch das Kulturhaus Gratkorn ist heute aus dem kulturellen und gesellschaftlichen Leben Gratkorns nicht mehr wegzudenken. Denn das ganze Jahr über werden viele Veranstaltungen dort abgehalten. Besonders für die Bevölkerung ist dieser Veranstaltungsort auch ein Treffpunkt für den sozialen Zusammenhalt quer durch alle Bevölkerungsschichten.

Für das Erholen vom Alltagsstress bieten sich außerdem idyllische Wanderwege und eine schöne landschaftliche Gegend an.
Neben den landschaftlichen und wirtschaftlichen Merkmalen weist die Marktgemeinde Gratkorn auch kulturelle Besonderheiten, wie die Pfarrkirche St. Stefan, die vielen Kapellen sowie das Kloster Maria Rast in der Dult auf. Außerdem sorgen die verschiedenen Vereine für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung.

Öffentliche Verkehrsmittel
Linie 100: Graz - Gratkorn - Deutschfeistritz / Peggau - Frohnleiten - Mixnitz - Bruck/Mur
Linie 110: Graz - Gratkorn - St. Stefan - Gratwein - Rein – Enzenbach
Linie 111: Graz - Oberandritz - Gratkorn - Gratwein - Rein
Linie 140: Graz - Gratkorn - Friesach – Semriach

Nähere Informationen sowie die Fahrplanauskunft erhalten Sie bei den Verkehrsverbund Steiermark GmbH unter Tel. oder auf der Website www.verbundlinie.at

Auszeichnungen
Die Marktgemeinde Gratkorn ist seit 2008 eine zertifizierte familienfreundliche Gemeinde.

Mehrere familienfreundliche Maßnahmen von einem Willkommensgutschein nach der Geburt, über sportliche Jugendförderung bis hin zu den Seniorentreffs wurden bereits umgesetzt.

Seit 1999 ist Gratkorn als Klimabündnis-Gemeinde zertifiziert. Das Klimabündnis ist das große kommunale Klimaschutz-Netzwerk in Europa. Als Klimabündnis-Gemeinde setzt die Gemeinde auf lokaler Ebene die Klimaschutzmaßnahmen um.

Im Jahr 2020 bildete die Marktgemeinde Gratkorn gemeinsam mit der Nachbargemeinde Gratwein-Straßengel eine neue Klima- und Energie-Modellregion (KEM). Die beiden Gemeinden haben sich bereit erklärt, als "grat2" zukunftsorientiert für einen fortschrittlichen Klimaschutz einzutreten. "grat2" ist eine von vier geförderten Regionen österreichweit.

Neben nachhaltigem Beschaffungsmanagement und der Fuhrparkökologisierung sind der Ausbau alternativer Energiequellen und die Förderung nachhaltiger Mobilität weitere wichtige Schwerpunkte der KEM grat². Weiters nimmt sich die KEM Bewusstseinsbildung in Sachen Klimaschutz und Müllvermeidung vor. Außerdem gehören die Förderung ökologisch nachhaltiger Landwirtschaft sowie die Verbesserung des Mikroklimas zu den vorrangigen Zielen der KEM.
Stolz trägt Gratkorn außerdem seit 2013 die Auszeichnung als FAIRETRADE-Gemeinde.

Durch die Förderung des Verkaufs „fair“ gehandelter Waren, die Förderung der lokalen Betriebe und Kleinproduzenten sowie durch das Wiederverwenden oder Weiterverschenken, leistet die Gemeinde ihren kleinen Beitrag zu einer besseren Welt.

Geschichtliches
Die Region Gratkorn ist ein durchaus geschichtsträchtiger Boden.

Vor zwölf Millionen Jahren war das Gratkorner Becken ein großer Süßwassersee, an dessen Ufern Kurzhalsgiraffen und Zwerghirsche lebten. Bei Ausgrabungen in der Lehmgrube Pucher wurden Überreste eines Ur-Elefanten gefunden, dessen Alter auf rund zwölf Millionen Jahre datiert wurde. Auch andere Fossilien konnten freigelegt werden, was auf eine üppige Flora und Fauna in dieser Zeit hinweist.

Bedeutend sind die Ausgrabungen in der Zigeunerhöhle im Gratkorner Hausberg, die Steinwerkzeuge aus Horn- und Feuerstein sowie Milchquarze zu Tage förderten. Herauszuheben ist hier ein reich ornamentierter Basalspross eines Rothirsches, geschnitzt vor rund 12.000 Jahren. Er gilt als ältestes steirisches Kunstwerk.
Auf dem Plateau der Kanzel wurden Überreste einer spätkupferzeitlichen Siedlungstätigkeit festgestellt, deren Datierung in die Zeit zwischen 3.900 und 2.300 v.Chr. fällt.
Keramiken, die in der Zigeunerhöhle gefunden wurden, belegen eine Besiedelung auch während der Jüngeren Eisenzeit (450 bis 15 v.Chr.).
Fast alle Ausgrabungsstücke befinden sich heutzutage im Besitz des Universalmuseums Joanneum in der Landeshauptstadt Graz.

Die erste planmäßige Besiedelung erfolgte durch einwandernde Slawen um 600 n. Chr. Dies bezeugen auch zahlreiche slawische Siedlungsnamen wie etwa Jasen (Eschenau), Fresnitz (Birkenau) und Friesach (bei den Birken), Dult (Vertiefung) oder Rannach (flach). Die damalige Bevölkerung war durchwegs agrarisch orientiert und einer bäuerlichen Lebensweise verhaftet.

Der Name Gratkorn erscheint in seiner frühesten Nennung erst 1449 als Flurname „S. Stephan in Krakorn“ auf. Der heutige Ortsname könnte auf einen Privatnamen zurückgehen, entweder dem deutschen „Gracco“ oder dem slawischen „krok“ für Rabe stehend. Ebenfalls möglich erscheint das slawische „krak“, das einen Flussarm bezeichnet – in Hinblick auf die Mur und das benachbarte Gratwein eine relevante Deutung. Nicht gesichert ist die Interpretation aus der Ableitung „gradec“ für eine Burganlage und dem Wortteil „-gora“ als Bedeutung für ein bewaldetes Gebiet.

Von der Christianisierung bis zum heutigen Pfarrleben
Die unmittelbare Nähe zur Handelsroute der Alten Reichsstraße lässt vermuten, dass die Bewohner des Gratkorner Beckens bereits in spätrömischer Zeit mit dem Christentum in Berührung gekommen sind. Sicher ist, dass bereits um 860 Christen hier gelebt haben, als Straßengel urkundlich „ad Strazinolum duo loca“ genannt wird. Die Pfarre Gratwein, die zwischen 955 und 1066 gegründet wurde, übernahm dann die seelsorgliche Betreuung.

Der Kirchenpatron Stephanus ist ein Hinweis darauf, dass die Gratkorner Kirche bereits sehr früh als sogenannte Eigenkirche eines Adeligen errichtet wurde. Die Stefanskirche im Ortsteil „Kirchenviertel“ ist bis heute der Mittelpunkt des alten Kirchweilers. Die Pfarre wird 1373 erstmals erwähnt, die Kirche 1390 als „sand steffan ob Endrecz“ genannt. Ihr ältester Bauteil ist der gotische Chor mit dem Sakristeiportal. Der Hochaltar wird erst 1803 errichtet. Sein bereits 1678 gemaltes Bild zeigt die Steinigung des hl. Stefan: Er ist der erste Christ, der für seinen Glauben hingerichtet wurde.

Der übrige Kirchenbau entstand im 17. Jahrhundert als breites Langhaus mit Stichkappen-Tonnengewölbe. Die beiden Seitenaltäre kamen 1809 in die Kirche. Sie wurden der Gottesmutter Maria und dem für die Landwirtschaft wichtigen Wetterpatron Donatus geweiht.

Bis ins 17. Jahrhundert gehörten Kirche und Pfarre zur Mutterpfarre Gratwein. 1609 gelangte St. Stefan an Stift Rein und von da an bis heute betreuen Geistliche aus dem Stift die Pfarrbevölkerung.

Mit dem Toleranzpatent des Kaiser Joseph II. konnten evangelische Christen ab 1781 ihren Glauben offen leben. Zunächst diente eine Baracke neben der Papierfabrik als Gottesdienstraum. Von 1960 bis 2017 bestand die evangelische Michaelskirche als Versammlungsort. Heute werden die Gläubigen von der evangelischen Pfarrei Peggau betreut.

Die Pfarrgemeinde Gratkorn trägt bis heute viel zum gesellschaftlichen und sozialen Leben der Marktgemeinde Gratkorn bei. Die Pfarrgruppen von St. Stefan reichen vom Kirchenchor, über Kindertreffs bis zu Seniorennachmittagen. Andere Initiativen sind der Weltmarkt, der KostnixLaden oder der nachhaltige Einsatz für die Schöpfung (EMAS). Damit setzt die Pfarre St. Stefan ein nachhaltiges Zeichen für ein christliches Miteinander von Gesellschaft und Umwelt.

Das stählerne Dampfross schnaubt uns in neue wirtschaftliche Zeiten
Mit dem 24. Oktober 1844 wurden in Gratkorn die Weichen in ein neues wirtschaftliches Zeitalter gestellt. Die Teilstrecke der Südbahn zwischen Mürzzuschlag und Graz wurde eröffnet, und bot mit dem Verkehrsanschluss ungeahnte Möglichkeiten der regionalen Entfaltung. Gratkorn, bislang rein agrarisch dominiert, entdeckte die Industrie und ein neuer Stand hielt langsam Einzug in das gesellschaftspolitische Leben: die Arbeiterschaft.

Bereits am Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in der am alten Mühlgang gelegenen Trattenmühle Papier geschöpft. Carl Cleber gründete 1839 dann die Papierfabrik, die acht Jahre später im Rahmen eines Gesellschaftervertrages an Jakob Syz überging. Anfänglich zählte das Werk 58 Mitarbeiter, die aus Hadern und Lumpen täglich 500 kg Papier erzeugten.

Am 24. Dezember 1869 wurde die „Leykam-Actien-Gesellschaft für Papier- und Druckindustrie“ gegründet. Es sollte der Grundstein für eine Weltkarriere werden. Die Expansion der Fabrik lockte Arbeiter aus der ganzen Monarchie nach Gratkorn, die zunächst in Wohnbaracken, später dann in eigens gebauten Arbeiterwohnhäusern nahe der Fabrik untergebracht wurden.

Das Leben in Gratkorn veränderte sich, ebenso wie die siedlungsgeographischen Gegebenheiten. Der Kirchweihler verlor seine Bedeutung als Ortskern, die Fabrik rückte immer mehr ins Zentrum. Am 17. März 1907 entstand deshalb aus dem Ort St. Stefan am Gratkorn die Gemeinde Gratkorn. Diese wurde am 10. Mai 1922 zum Markt erhoben. Auch die daraus bedingten sozialen Veränderungen trugen ihrerseits dazu bei, dass sich der Ort sichtbar im Wandel befand. Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr (1902) und einer eigenen Werksrettungsabteilung (1912) waren ebenso Errungenschaften, wie die Gründung einer eigenen „Arbeiter-Kranken-Invalidenkasse“. Wirtshäuser florierten, konnten aber nicht über die Not und Kargheit des Arbeiterlebens hinwegtäuschen. Trotzdem war der Weg zur Industriegemeinde unaufhaltsam.
Heute prägen zwei der größten Papiermaschinen der Welt im Besitz der Sappi das Ortsbild und zeugen davon, dass Gratkorn seit mehr als 200 Jahren untrennbar mit dem Produkt Papier konnotiert wird.

Seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre hat Gratkorn einen erheblichen Wandel durchgemacht, um zu einem „schönen Platz zum Leben“ zu werden. Konsequent wurde die Infrastruktur ausgebaut, zahlreiche neue Wohnanlagen geschaffen, dazu Parkanlage und Kinderspielplätze. Mit dem Wohn- und Geschäftszentrum Andreas Leykam-Platz erhielt die Marktgemeinde ein Ortszentrum.

Dem gestiegenen Bedarf an Wohnungen begegnete man mit einer Wohnbauoffensive. Zugleich trugen viele Maßnahmen dazu bei, die Lebensqualität in der Gemeinde zu erhöhen und die Entwicklungsmöglichkeiten für die Menschen zu verbessern.

Ver- und Entsorgung
Abfallwirtschaftsverband Graz-Umgebung
Feldkirchner Straße 96, 8055 Seiersberg-Pirka
Tel
E-Mail: awv.graz-umgebung@abfallwirtschaft.steiermark.at
Web: www.awv-graz-umgebung.at

Müllabfuhr
Es wird darum gebeten, das Herausstellen der Mülltonnen rechtzeitig zu organisieren bzw. den Zugang zu den Behälterstandplätzen zu ermöglichen.
Wenn Ihr Müllbehälter (Restmüll, Altpapier, Biomüll) nicht entleert wurde, wenden Sie sich bitte direkt an die Servicestelle des Abfallwirtschaftsverband Graz-Umgebung:
Die Servicestelle ist Montag bis Freitag von 08.00 bis 12.00 Uhr besetzt.
E-Mail: service-gu@abfallwirtschaft.steiermark.at Servicetelefon: Tel.: +433124222010

Sperrmüllentsorgung
Sperrmüll, Altholz, Alteisen, Altkleider, Silofolien (besenrein), Kartonagen, Elektroaltgeräte, Altspeiseöl und Problemstoffe sowie Verpackungen (Metall- und Glasverpackungen) können in den Altstoffsammelzentren in Gratwein-Straßengel oder in Peggau abgegeben werden. Der Zutritt zu den Altstoffsammelzentren ist nur mit der Bürgerservicekarte gestattet.

Für jeden Haushalt ist eine Bürgerservicekarte mit einem dem Haushalt zugeordneten Barcode vorgesehen. Bei Verlust Ihrer Bürgerservicekarte kann man auf Antrag eine Ersatzkarte im Marktgemeindeamt Gratkorn anfordern.

Für die Entsorgung von Altöl aus Speiseöl besteht auch die Möglichkeit zur Abgabe in unserem Wirtschaftshof, Am Brunnboden 16.

ASZ Gratwein-Straßengel
Gewerbepark 10, 8111 Gratwein-Straßengel
Montag und Freitag: 08.00-18.00 Uhr
Tel.:

ASZ GU Nord
Wilhelm-Jentsch-Straße 1, 8120 Peggau (Firma Zuser Ressourcenmanagement GmbH)
Dienstag bis Freitag: 14.00-18.00 Uhr
Samstag: 09.00-13.00 Uhr
Tel.:

Wasserversorgung
Die Marktgemeinde Gratkorn verfügt über ausgezeichnetes Trinkwasser.
Das örtliche Trinkwasser wird vom Institut für Hygiene der Karl-Franzens-Universität Graz in regelmäßigen Abständen untersucht. Eine aktuelle chemische Trinkwasseranalyse kann unter https://www.gratkorn.gv.at/umwelt/wasser/ abgerufen werden.

Wo finde ich was?
Marktgemeinde Gratkorn
Dr. Karl Renner-Straße 47
8101 Gratkorn
Österreich
Telefon:
Fax:
Mail: gemeinde@gratkorn.gv.at
Web: www.gratkorn.gv.at

Wir sind für Sie da – Amtsstunden:
Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 09.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 – 18.00 Uhr
und nach vorheriger telefonischer Vereinbarung