Haag am Hausruck
Gemeindeverwaltung
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Infos
Beschreibung
Herzlich Willkommen in der Marktgemeinde Haag am Hausruck!
Haag ist ein lebendiger Markt voller Geschichte und Geschichten. Das Schloss Starhemberg, der Marktplatz, die Kirchen und der Hausruckwald – sie alle haben viel zu erzählen und prägen bis heute das Bild des Ortes. Eine Spurensuche führt tief hinein ins Mittelalter und zeigt: Vieles von dem, was Haag heute ausmacht, hat seine Wurzeln im Gestern.
Warum heißt Haag Haag?
Wer sich umschaut, hat die Antwort vor Augen: Der Name Haag geht zurück auf „hage“, was wiederum soviel heißt wie ungerodeter Wald oder Hecke. Haag lag einst mitten im Wald und war bis 1779 Grenzort zum bis dahin bayerischen Innviertel. Der Markt wurde sehr oft mit dem Markt Haag (heute Stadt Haag) verwechselt. Deshalb hat das k. k. Ministerium des Innener 1910 beschlossen, Gemeinden mit gleichem Namen mit Zusatzbezeichnungen auszustatten, um künftige Verwechslungen auszuschließen. So wurde aus Haag nun Haag am Hausruck.
Sah der Marktplatz immer schon so aus wie heute?
Im Lauf der Jahrhunderte wechselte der Marktplatz immer wieder sein Gesicht. Wiederkehrende Brände, etwa in den Jahren 1616, 1873 und 1880, und der damit verbundene Wiederaufbau veränderten das Bild. Bäume wurden gepflanzt und wieder gefällt, Denkmäler aufgestellt und abgetragen. Ursprünglich gab es ein zweites Tor am unteren Marktplatz, den so genannten Stoiber. Dieser war in Wahrheit ein ganzes Haus und verband die beiden Eckhäuser links und rechts des Platzes. Im 1. Stock wohnte der Lehrer, nebenan war eine Schulklasse eingerichtet. Der Stoiber wurde 1830 teilweise und 1930 ganz abgetragen.
Warum hat der Ort so viele Gasthäuser?
Haag lag einst an der Hauptstraße von Wien nach Paris. Wer die beschwerliche Reise auf sich nahm, musste unterwegs mehrmals Halt machen, um sich selbst und den Pferden ein wenig Ruhe zu gönnen. Dementsprechend viele Leut gebe – heute würde man Wirte sagen – gab es. In den nach hinten gelegenen Ställen wurden die Pferde untergebracht oder gegen weniger erschöpfte Tiere ausgetauscht. Auch die Reisenden freuten sich über Kost, Logis und einen kräftigen Schluck, um den Staub der Reise hinunterzuspülen. Bis zu sechs Brauereien sicherten den Nachschub ...
Wer ist denn da so durchgereist?
Da gab es einige Berühmtheiten. Dokumentiert ist etwa, dass die glücklose Gattin von Ludwig XVI., Marie Antoinette, auf ihrem Weg nach Paris hier Halt machte. Auch Wolfgang Amadeus Mozart war hier, genauso wie der spätere Feldmarschall Radetzky als junger Leutnant und Papst Pius VI. auf dem Rückweg von einem Besuch bei Kaiser Joseph II.. Und natürlich Napoleon I. Bonaparte, der Haag gleich zweimal besuchte und seiner Frau von hier aus innige Briefe schickte.
An der Straße liegt auch das “Hohe Kreuz”.
Wo heute die Autos der Hausruckwanderer parken, war einst die letzte Möglichkeit zum Beten und Innehalten für Verurteilte auf dem Weg zum Galgen. Der befand sich in Eidenedt nahe jener Stelle, wo die Straße nach Schernham (St. Marienkirchen/H.) abzweigt. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Starhemberg ausgeübt, der Pfleger war zumeist auch der Richter. In späteren Jahren – ab 1850 – gab es im Ort ein Bezirksgericht, das mit der Auflösung des Gerichtsbezirks Haag 2003 nunmehr ebenfalls Geschichte ist.
Was hat es mit dem Franzosenfriedhof auf sich?
1805 hatt e Napoleon Bonaparte im Zuge des so genannten dritten Koalitionskrieges sein Hauptquartier im Schloss Starhemberg aufgeschlagen. Im Feldlazarettging der Typhus – auch „Spitalstod“ genannt – um. Die Verstorbenen wurden abseits der Siedlung auf dem ehemaligen Pestfriedhof bestattet. Heute ist die Düsternis des Ortes vergessen – ganz in der Nähe befindet sich das Freibad, wo im Sommer geschwommen und fröhlich geplantscht wird.
Warum gibt es zwei Kirchen?
Die gotische, im Jahr 1298 erstmals urkundlich erwähnte Aegidiuskirche in Niedernhaag hat quasi die älteren Rechte. Sie war eine Filialkirche der früheren Mutterpfarre Rottenbach und wird heute als Begräbniskirche genutzt. Die dem Hl. Vitus geweihte Kirche am Marktplatz war anfangs nur eine kleine Kapelle. Beim großen Marktbrand im Jahr 1616, der angeblich nur ein Haus verschonte, brannte die Kapelle bis auf die Grundmauern nieder. An ihrer Stelle wurde ein Neubau errichtet, der gegen Ende des 17. Jahrhunderts zu einer dreischiffigen Hallenkirche erweitert wurde.
Und über allem thront das Schloss …
Das Schloss Starhemberg hoch über Haag hat eine bewegte Geschichte. Es wird vermutet, dass es hier bereits im 11. oder 12. Jahrhundert eine hölzerne Anlage gab, ein steinerner Bau wird erstmals 1230 erwähnt. Seinen Namen bezieht das Schloss von dem Hügel, auf dem es steht: Dieser wurde in einem Passauer Urbar als „Starchenberg“ bezeichnet, also als Berg, auf dem es offensichtlich Störche gab. Im Laufe der Jahrhundertelebten hier verschiedene Adelsgeschlechter von den Habsburgern bis zu den Jörgern. Seit 1916 gehört das Schloss der Vöcklabrucker Industriellenfamilie Hatschek. In mehreren Räumen ist das Haager Heimatmuseum untergebracht.
Die Luisenhöhle als Freizeitparadies - Wie kam’s dazu?
Die Luisenhöhe hieß früher Louisenhöhe und erhielt ihren Namen im 19. Jahrhundert von der damaligen Schlossbesitzerin Louise Seyrl. Von 1964 bis 2012 gab es einen Sessellift auf den Hausberg der Haager, unzählige Kinder lernten hier Skifahren. Die Luisenhöhe ist heute ein Erlebnisberg mit Waldhochseilgarten, Aussichtsturm und dem „Weg der Sinne“.
Unter der Erd’ - schlummern da auch Schätze?
Wie bei allen Orten mit Geschichte – die von Haag reicht immerhin mehr als 800 Jahre zurück – findet man da und dort noch Zeugen vergangener Zeiten. In der Nähe des Piesinger-Bauern in Eidenedt etwa stand einst der Burgstall Rudolfspitz, eine Höhenburg.1865 fand man hier bei einer Grabung Knochen und Tonscherben. Über die Anlage ist längst Gras gewachsen. Auch jene hölzerne Fliehburg, die gegen die einfallenden Awaren im Hausruckwald nahe der „Eisernen Hand“ errichtet wurde, lässt sich heute nur noch erahnen.
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