Hirm
Gemeindeverwaltung
Beschreibung
Herzlich Willkommen in der Gemeinde Hirm!
Unsere Gemeinde mit etwas mehr als 1000 EinwohnerInnen ist für uns Hirmer Lebensmittelpunkt und dank hier ansässiger Wirtschafts- und Gewerbebetriebe für viele von uns auch Arbeitsplatz. Rund 400 Menschen finden direkt im Ort Beschäftigung. Das ist ein absoluter Spitzenwert für so eine kleine Gemeinde. Die Gemeinde Hirm ist auf vielen Gebieten aktiv. Abgesehen von den üblichen Agenden einer Gemeinde, setzt Hirm vor allem im Freizeitbereich besondere Akzente. So betreiben wir den Funpark mit Basketball-, Handball-, Fußball- und Volleyball-Courts. Gleich daneben, im Friedenspark, kann auch eine Seilrutsche und ein Baumhaus genützt werden. Außerdem ist die Gemeinde Hirm Betreiberin der Mehrzweckhalle, die derzeit als Fußballhalle genützt wird und im Winter Fußballvereinen der gesamten Region sowie privaten Hobbymannschaften zur Verfügung steht. Auch der Skaterplatz wird von Inlineskatern und Skateboardern gut angenommen. Sport- und Hobbyfischer finden am Hirmer Teich Erholung und Spaß und am Kinderspielplatz, gleich neben der Sportanlage, können die Kinder tolle Spielgeräte nützen. Das Dorfzentrum am Hauptplatz ist nun neuer Mittelpunkt in der Gemeinde Hirm. Neben dem Dorfladen „Mary`s Dorfladen ums Eck“, einem Dorfsaal, der Arztpraxis von Frau Dr. Gabriele Mittermayer sind auch 9 Wohnungen der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft untergebracht. Vereine, Firmen und Privatpersonen können den Dorfsaal nutzen, der nach dem letzten Stand der Technik ausgerüstet ist und für ca. 120 Personen Platz bietet. Eine kleine Küche ist ebenfalls integriert. Für Anmeldungen und weitere Infos (z.B.: Kosten) stehen unsere Mitarbeiter im Gemeindeamt gerne zur Verfügung. Die Geschichte von Hirm Archäologische Funde aus der Kupferzeit (Badener Kultur) weisen darauf hin, dass das Gemeindegebiet von Hirm schon in urgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Mehrere Brandgräber aus der späten Bronzezeit (Urnenfelderkultur) wurden bei Erdbewegungen anlässlich des Baus der S31 freigelegt. Westlich des Ortes befindet sich der berühmte Hexenhügel, ein Grabhügel der Hallstattkultur, und knapp östlich auf den Kirchfeldbrunnäckern lag ein großer römischer Gutshof. Entwicklung des Dorfes Im 16. und 17. Jh. standen die Hirmer Edlen in den Diensten der Forchtensteiner Grafen. Zweifelsohne hat Hirm während der Kriegsjahre 1605 und 1620, als ungarische Rebellentruppen bzw. Türken und Tataren den Landstrich verwüsteten, schwer zu leiden gehabt. Im Jahr 1627 gliederte der neue Besitzer der Grafschaft Forchtenstein, Graf Nikolaus Esterhazy, Hirm seine Besitzungen an. Aus dem Forchtensteiner Urbar von 1675 ist zu entnehmen, dass das Dorf gegenüber dem 16. Jh. gewaltig angewachsen war. Über das Schicksal der kleinen Gemeinde in den Türken- und Kuruzzenkriegen im späten 17. und frühen 18. Jh. sind wir nicht unterrichtet, doch ist nicht daran zu zweifeln, dass sie, so wie ihre Nachbargemeinden, unter Plünderung, Requirierung, Brandstiftung, Totschlag und Verschleppung ihrer Einwohner zu leiden hatte. Überdies dürfte eine gedeihliche Weiterentwicklung des Dorfes durch die im 17. und 18. Jh. wütenden Seuchen (Pest 1644, 1650, 1713; Viehpest 1725/26) sowie elementare Ereignisse (Hagelunwetter, Überschwemmungen, Großbrände) gehemmt worden sein, zumal auch eine allgemeine Wirtschaftsdepression im 18.Jh. den Bauern das Leben schwer machte. Aus dem maria-theresianischen Urbar des Jahres 1767 ist zu entnehmen, dass das Dorf innerhalb eines Jahrhunderts (seit 1675) fast unverändert geblieben war. Zu Anfang des 19. Jh. wurde die Entwicklung des Ortes wiederum durch schweren Hagelschlag und Hochwasser-Katastrophen (1813, 1831) beeinträchtigt. Den entscheidenden Umbruch in der Geschichte der Gemeinde brachte die Errichtung einer großen Zuckerfabrik im Jahr 1850, was mit einem rasanten Anwachsen der Siedlung verbunden war. Neben den politischen Veränderungen - wobei die wichtigste bestimmt die Aufhebung des Untertanentums war - bewirkte das Jahr 1848 eine verwaltungstechnische Aufteilung des Gebietes in Wahlbezirke. Dabei wurde der Bezirk Mattersdorf geschaffen, dem auch Hirm zugeteilt wurde. Als im Herbst 1849 von Seiten des Wiener Hofes das militärische Vorgehen gegen Ungarn verfügt wurde, standen auch der Bevölkerung von Hirm schwere Zeiten bevor, weil es nahe der Straße Wiener Neustadt-Ödenburg lag. Einquartierungen, Fuhrwerke und Vorspann waren zu leisten. Eine Folge der Auseinandersetzungen war auch der Ausbruch einer Choleraepidemie, der in Hirm im Jahr 1849 viele Menschen zum Opfer fielen. Das Gemeindegesetz von 1871 teilte die Gemeinden in Groß- und Kleingemeinden ein. So entstand die Kleingemeinde Hirm mit eigenem Vertretungskörper, Gemeinderepräsentanz und Gemeindevorstand. 1881 eröffnete Hirm eine eigene Dorfschule, 1885 ein Postamt, welches auch für Krensdorf zuständig war. Im Jahr 1914 errichtete die Zuckerfabrik, der wichtigste und größte Arbeitgeber innerhalb der Gemeinde, ein Krankenhaus mit zehn Betten. Im selben Jahr brach der Erste Weltkrieg aus. Bis zum Kriegsende im Herbst 1918 hatte Hirm 31 Gefallene zu beklagen. Während der allgemeinen Wirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit bot die Zuckerfabrik in Hirm den Arbeitern der näheren Umgebung einerseits zumindest für einige Monate im Jahr einen sicheren Arbeitsplatz, andererseits ermöglichte sie den Bauern einen sicheren Absatz ihrer Zuckerrübenproduktion. Über die Kriegsjahre 1939-45 liegen keine schriftlichen Unterlagen der Gemeinde auf. 1944 wurde die ehemalige Zuckerfabrik, in der zu diesem Zeitpunkt Material für die Wr. Neustädter Flugzeugwerke lagerte, von amerikanischen Flugzeugen bombardiert. Gegen Kriegsende quartierte sich eine starke SS-Einheit im Dorf ein. Die deutschen Einheiten verließen aber rechtzeitig das Dorf, sodass die ersten sowjetischen Panzer kampflos in Hirm einrollen konnten. Die Kampftruppe verhielt sich in Hirm relativ human; allerdings verübte der nachrückende Tross die aus anderen Orten sattsam bekannten Gewalttaten. Eine besondere Belastung für den Ort bedeuteten die 2.000 - 3.000 Ostarbeiter, die sich hier sechs Monate aufhielten. In den folgenden Jahren wurden die Kriegsschäden allmählich beseitigt. Die Fabrik blieb jedoch herrenlos und war dem Verfall preisgegeben; sie wurde aber bis knapp vor dem Abzug der Besatzungsmacht als USIA-Betrieb von den Russen verwaltet. Durch das Gemeindestrukturverbesserungsgesetz wurde Hirm am 1.1.1971 mit Antau zur neuen Gemeinde Hirm-Antau zusammengelegt, wobei Hirm zum Sitz der Gemeinde bestimmt wurde. 1991 erfolgte die neuerliche Trennung der beiden Ortsteile und Hirm wurde wieder eine eigenständige Gemeinde. Kirche & Kultur Die kulturellen Höhepunkte Hirms haben beinahe allesamt mit der Frühgeschichte zu tun. Archäologische Funde aus der Kupferzeit (Badener Kultur) weisen darauf hin, dass das Gemeindegebiet von Hirm schon in urgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Mehrere Brandgräber aus der späten Bronzezeit (Urnenfelderkultur) wurden bei Erdbewegungen anlässlich des Baues der S31 freigelegt. Aus der Eisenzeit, der Römerzeit und dem Frühmittelalter sind einige wenige Funde vom Gemeindegebiet bekannt; jedoch befindet sich westlich des Ortes der berühmte Hexenhügel, ein Grabhügel der Hallstattkultur, und knapp östlich auf den Kirchäckern lag ein großer römischer Gutshof. In puncto Kultur sticht eine Persönlichkeit besonders heraus. Prof. Franz Renisch. Ein „Hirmer Kind“, geboren am 27.Jänner 1914, das über Wien in die weite Welt hinauszog, bekam am 24. Juni 1993 auf Burg Lockenhaus den „Publizistikpreis der Burgenlandstiftung Theodor Kery“. Für Prof. Renisch schloss sich mit dieser Würdigung der Kreis aus dem Burgenland in die weite Welt zurück in die Heimat. Prof. Renisch bekam den Preis für eine monumentale Biographie in zwei Bänden über seinen Weggefährten und Freund, den weltberühmten Bildhauer Gustinus Ambrosi. Nach 15 Jahren Sammelarbeit konnte Prof. Renisch in seinen beiden Büchern den menschlichen und künstlerischen Reichtum von Gustinus Ambrosi darstellen. Das eindrucksvolle Werk über Ambrosi schuf Prof. Renisch in Eigeninitiative und verlegte es auch aus Eigenmittel. Heute findet man dieses Werk in vielen Bibliotheken der Welt. Der Hl. Rochus von Montpellier ist der Patron der röm.-kath. Pfarre von Hirm. Er wurde um 1295 in Montpellier in Frankreich geboren und starb am 16. August 1327 ebendort. Der Hirmer Friedhof ist übrigens nicht im Bereich der Kirche in Hirm angesiedelt, sondern bei der Wallfahrtskirche Kleinfrauenhaid, einige hundert Meter außerhalb der Gemeinde. Die Hirmer Kirche ließen die Fabriksarbeiter erbauen. Die Bauern leisteten auch einen finanziellen Beitrag, sie wollten, dass die Kirche aber Richtung Dorf schaut, deshalb steht sie verkehrt (der Altar ist im Westen). Einmal pro Woche wurde hier eine Messe gefeiert. Die Pfarre Kleinfrauenhaid war seit ihrer Gründung Mutterpfarre für viele Orte im Bezirk Mattersburg, so auch für Hirm. Die Hirmer Bevölkerung ging daher zum Gottesdienst und auf den Friedhof nach Kleinfrauenhaid. Eine eigene Kirche dürfte um 1740 errichtet worden sein – eine kleine Kapelle ohne Turm und mit offenem Glockenstuhl, die Johannes dem Täufer geweiht war. 1897 setzte eine vergessene brennende Kerze das Gebäude in Brand. 1898 wurde daher eine neue Kapelle gebaut, die Kosten übernahm zu zwei Drittel die Familie Rothermann und zu einem Drittel die Hirmer Bevölkerung. Das Gebäude wurde in neugotischem Stil errichtet und auch der Innenraum derartig gestaltet.