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Öffnungszeiten
Geschlossen
Adresse
Hauptplatz 10, 7442 Lockenhaus, AUT
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Beschreibung

Herzlich Willkommen in der Marktgemeinde Lockenhaus! Das Tal der Güns und die Höhen ringsum sind uraltes Siedlungsgebiet, dessen Anfänge in die Steinzeit zurückreichen. Illyrer und Kelten siedelten hier und bauten die Bodenschätze der Umgebung ab. Später wurde das Gebiet von den Römern erobert und als Teil der Provinz Pannonien dem Römischen Reich angegliedert. Zum Schutz des Güns- und unteren Zöberntales wurde auf einem Bergsporn (dem heutigen Schlossberg) die Burg Lockenhaus (Leuca) um 1200 errichtet. Laut Urkunden aus dieser Zeit dürfte eine kleine Siedlung in diesem Gebiet bereits bestanden haben. Mit dem Bau der Burg allerdings wird aus der kleinen unbedeutenden Ansiedlung, in der slawische und deutsche Restbevölkerung lebt, ein bedeutender Ort. Burg und Marktgemeinde Lockenhaus – das Marktrecht wurde 1492 verliehen – erlebten ihren größten Aufschwung unter Franz III. Nádasdy (1622-1671). Er war Obergespan von Eisenburg, königlicher Rat, Obersthofmeister und seit 1664 Landesrichter. Er heiratete Anna Julia Esterházy, die Tochter des Palatins Nikolaus Esterházy. Im Jahr 1676 erwarb der Schwager Nádasdys, Graf Paul Esterházy, die Herrschaften Lockenhaus, Kreutz (Deutschkreutz) und Marienberg (Klostermarienberg). Während des Türkenkrieges 1683 wurde die Gemeinde Lockenhaus stark in Mitleidenschaft gezogen, ebenso war sie zu Beginn des 18. Jhs. während des Rákoczy-Aufstandes Plünderungen und Zerstörungen ausgesetzt. Der erste Weltkrieg und die Zeit des Kommunismus brachten der Bevölkerung große Entbehrungen und sehr unsichere Zeiten. Die prekäre Lage änderte sich auch nicht nach den Friedensverträgen von St. Germain und Trianon 1919, in denen das Burgenland Österreich zugesprochen wurde. Denn Lockenhaus war strittiges Gebiet und konnte erst 1921 und nur durch das beherzte Auftreten einiger Dorfbewohner an Österreich angegliedert werden. Die Zeit des Nationalsozialismus ist eine dunkle und bittere Zeit für das Dorf. Auch Lockenhaus wurde von den Härten des Krieges getroffen. Viele junge Männer mussten an die Front und verloren ihr Leben oder sind vermisst. Die Ideologie des Nationalsozialismus fand Eingang in das Dorf und so wie in vielen Orten des Burgenlandes wurde auch in Lockenhaus die NSDAP zur bestimmenden Partei. Im Jahr 1938 wurden die noch im Ort lebenden jüdischen Familien vertrieben und ihre Besitzungen beschlagnahmt. Der Bau des Südostwalls bestimmte die letzten Kriegsmonate in Lockenhaus und in der Region. Nach dem zweiten Weltkrieg, noch während der Besatzungszeit durch die Rote Armee, begann der Wiederaufbau. Es war ein weiter Weg über die Jahrhunderte, steinig und voller Bedrohung und Gefahr für Gut und Leben der Bevölkerung. Es gab aber auch friedliche Zeitabschnitte, in denen Arbeit und Wohlstand blühte. Heute ist Lockenhaus eine wohlhabende Gemeinde, ihre Bürger nutzen die Errungenschaften der modernen Zeit. Grenzen haben ihren Schrecken verloren, Kriege sind kaum noch denkbar. Aufgenommen in die große Völkergemeinschaft „Europa“ leben wir in Frieden und Sicherheit.

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