Mörbisch am See
Gemeindeverwaltung
Infos
Beschreibung
Herzlich Willkommen in Mörbisch am See! Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sehr geehrte Gäste! Herzlich Willkommen auf der CITIES-Seite der Gemeinde Mörbisch am See. Ich freue mich über Ihr Interesse an unserem Ort am Westufer des Neusiedler Sees. Alle wichtigen Informationen, beginnend von A wie Arzt bis Z wie Zimmerei, finden Sie aktuell auf dieser Seite. Ich hoffe, dass Sie fündig werden und stehe auch gerne persönlich für Ihre Wünsche, Anregungen oder auch Beschwerden zur Verfügung. Viel Spaß wünscht Ihnen Ihre Bürgermeisterin Bettina Zentgraf Mörbisch am See Die Gemeinde Mörbisch am See als Fremdenverkehrsort, Weinbaugemeinde und besonders als Festspieltort ist weit über die Grenzen unseres Landes bekannt. Mörbisch am See liegt am Westufer des Neusiedler Sees und grenzt mit dem Hotter an die ungarische Staatsgrenze bei Kroisbach - Fertörakos. Die Hottergröße beträgt 2.805 ha. Mörbisch liegt 118 m über dem Meeresspiegel und ist damit eine der niedrigst gelegenen Gemeinden Österreichs. Unsere Gemeinde hat 2.378 Einwohner. 1254 wurde unser Dorf erstmals urkundlich erwähnt. Der damalige Name war "possessio Megyes", was frei übersetzt soviel wie "Weichseldorf" bedeutet. Bis zum Jahr 1921, also dem Jahr als das Burgenland zu Österreich kam, war die offizielle Bezeichnung "Fertömegyes" - "Fertö" bedeutet See. Die kroatische Bezeichnung lautet "Merbis". Die Mörbischer selbst sagen "Miawisch". Der älteste Teil unserer Gemeinde ist die Hauptstraße, von der aus sich nach beiden Seiten so genannte "Hofgassen" erstrecken. In jeder Hofgasse (Streck- oder Schmalhöfe) wohnten in der Regel vier Bauern. Eine Besonderheit sind die gedeckten, mit Säulen geschmückten Stiegenaufgänge, die "Vorhallenhäuser" oder "Arkadenstiegen". Die Geschichte von Mörbisch am See Alt- und Jungsteinzeit Funde aus den verschiedensten Epochen beweisen, dass Mörbisch aufgrund seines optimalen Klimas schon sehr früh besiedelt war. Es wurden Werkzeuge aus der Alt- und Jungsteinzeit, Höckergräber aus der Bronzezeit, Gefäße, die wahrscheinlich zur Lagerung von Wein genutzt wurden aus der Zeit der Kelten sowie Überreste römischer Bauten gefunden. Vor- und Frühgeschichte Schon in vorrömischer Zeit führte durch unsere Region ein uralter Handelsweg, der die Adria mit der Ostsee verband, die sogenannte "Bernsteinstraße". Öl, Wein und Luxusgegenstände wurden auf diesem Weg nach Norden gebracht, Bernstein, Felle aber auch Sklaven gingen nach Süden. Diesen Weg bauten die Römer zu einer Heer-und Handelsstraße von Aquileia über Savaria (Steinamanger) und Scarbantia (Ödenburg) nach Carnuntum an der Donau aus. Dem Verlauf der alten Römerstraße kann man heute folgen, wenn man von St. Margarethen auf der "Pressburger Straße" Richtung Sopron (Ödenburg) fährt. ca.1200 n. Chr Unter Karl dem Großen wurde der Nordteil des heutigen Burgenlandes der karolingischen Ostmark einverleibt. Es begann eine große Einwanderung bayrischer Siedler, die zahlreiche Orte gründeten- unter anderem die Stadt Ödenburg (=öde Burg) das heutige Sopron. 1254 n. Chr 1254 wurde Mörbisch erstmals urkundlich erwähnt. Der damalige Name war "possessio Megyes", was frei übersetzt soviel wie "Weichseldorf" bedeutet. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich daraus der Ortsname Mörbisch. Bis zum Jahre 1921, also dem Jahr als das Burgenland zu Österreich kam, war die offizielle Bezeichnung "Fertömegyes" - "Fertö-" bedeutet See. 1385 n. Chr Die ersten Mörbischer Grundherren um 1300 waren die Brüder des schwäbischen Rittergeschlechts Gutkeled. 1385 schenkte die ungarische Königin Maria Mörbisch der Stadt Ödenburg. Seit dieser Zeit war Mörbisch eines von acht Stadtdörfern von Ödenburg und hatte Anteil am Wohl der Stadt, weil es jetzt unter königlichem Schutz stand. Doch während Kriegs- und Unruhezeiten war unser Dorf als nicht geschützter Ort, den Verwüstungen und Plünderungen durch die Türken, Kuruzzen und anderen kriegerischen Handlungen stärker ausgesetzt als die Stadt selbst. zw. 1520 und 1660 n. Chr Während der Zeit der Reformation und Gegenreformation kamen unruhige Zeiten innerhalb des Dorfes auf die Bevölkerung zu. Die Bauern konnten die hohen Forderungen und Abgaben an die Stadt kaum erfüllen und versuchten sich sowohl auf rechtlichem Weg als auch durch Revolten von der Stadt zu lösen. Dieser Versuch blieb jedoch erfolglos. Die zweite Spannung entstand durch Glaubensfragen und führte zu Auseinandersetzungen innerhalb der Gemeinde. Erst das Toleranzedikt Kaiser Josephs II, 1781 und die Bauernbefreiung 1848 (für Mörbisch erst 1862) führten zu einer Entspannung. Heute sind übrigens mehr als 75 % der Einwohner von Mörbisch evangelisch. 1680 n. Chr Wütete die Pest in Mörbisch! 1682 n. Chr Es kamen riesige Heuschreckenschwärme über den See und fraßen die Felder kahl; den Höhepunkt der Schrecken und Leiden aber brachte der Einfall der Türken. 1683 n. Chr Es zogen mehr als 1.000 Kuruzzen durch Mörbisch. Die Männer wurden ermordet, Frauen, Mädchen und Kinder gefangen genommen und auch ältere Leute in die Knechtschaft geführt. 1713 n. Chr Wieder wütete die Pest in Mörbisch und raffte 129 Einwohner dahin. 1849 n. Chr Es starben 123 Personen an der Cholera. In dieser Zeit hatte unser Dorf nur etwa 250 Einwohner. 1863 n. Chr Zählt Mörbisch 908 Einwohner. Im Jahr 1900 waren es bereits 1661. Die starke Zunahme der Bevölkerung von Mörbisch in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt uns einen Hinweis auf die günstige Auswirkung der erlangten wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Bauern. 1866 n. Chr Ein bedeutender Fund aus der Römerzeit ist die Mithrasgrotte, die dem Persischen Lichtgott Mithras geweiht war. Die Grotte befindet sich zwischen Mörbisch und Fertörakos (Kroisbach) und wurde 1866 entdeckt. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges wurde sie in österreich-ungarischer Zusammenarbeit renoviert und zählt heute zu den Sehenswürdigkeiten von Mörbisch. 1903 n. Chr Mörbisch wird Großgemeinde und erhält ein eigenes Gemeindenotariat. 1921 n. Chr Nach dem ersten Weltkrieg (68 Gefallene, 11 Vermisste) wurden die deutschsprachigen Komitate Ungarns dem Land Österreich zugesprochen. Mörbisch kommt auf diesem Weg zur neuen Republik, die wirtschaftlich und familiär verbundene Nachbargemeinde Kroisbach bleibt bei Ungarn. 1945 n. Chr m Gegensatz zum ersten Weltkrieg traf der zweite Weltkrieg die Gemeinde hart (116 Gefallene, 57 Vermisste). Viele Männer kehrten nicht mehr nach Hause zurück und die russische Besatzung erschwerte den Daheimgebliebenen das Leben zusätzlich. Nach dem Krieg standen die meisten vor dem Nichts. Am Wiederaufbau hauptbeteiligt war der Wein als wichtigstes Handelsgut. Die Weinwirtschaft ist auch heute noch Landschaft prägend. 1952 n. Chr Der Grundstein für die touristische Entwicklung von Mörbisch wird gelegt. Die Straße zwischen Mörbisch und Rust konnte an das Verkehrsnetz angeschlossen werden. In den Jahren 1954 bis 1957 wurde die Seebadeanlage Mörbisch gebaut, welche ja zur Gänze künstlich aufgeschüttet ist. 1957 n. Chr Gründung der Mörbischer Seefestspiele durch KS Herbert Alsen, die den kleinen Ort Mörbisch weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt gemacht haben. 2004 n. Chr Feierte Mörbisch aufgrund der erstmaligen urkundlichen Erwähnung 1254 sein 750 jähriges Bestehen. Das Wappen Wappenverleihung am 15. Juli 1994 "In Blau auf grünem Boden eine silberne, rotbedachte Kirche mit vier Fenstern, deren einfenstriger Turm ein silbernes Kreuz trägt und von einem grünen Rebstock mit goldenen Trauben, umrankt wird; auf dem First des Schiffes ein silberner Wetterhahn, im blauen, gewellten Schildfluß ein silberner Fisch." Ab dem Jahr 1903 - Mörbisch gehörte noch zu Westungarn - führte die Gemeinde Mörbisch zwar das beschriebene Wappen, es wurde jedoch offiziell nicht verliehen. Die offizielle Verleihung erfolgte erst am 15.07.1994 durch die Landesregierung und bedeutet eine besondere Würdigung und Ehrung für die Gemeinde Mörbisch am See. Gesundes Dorf Mörbisch am See Die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger liegt der Gemeinde Mörbisch am See sehr am Herzen. Seit 2009 besteht deshalb in Mörbisch der ehrenamtliche Arbeitskreis "Gesundes Dorf", den die Gemeinde als politisch Verantwortliche und das Regionalmanagement des Proges im Auftrag der Burgenländischen Gebietskrankenkasse unterstützt. Die Arbeitsgruppe veranstaltet regelmäßig Workshops mit besonders interessierten Mörbischerinnen und Mörbischern, Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen, Fachleuten und Anbietenden im Gesundheitsbereich. Ziel ist es auch, praktisch vor der Haustüre ein Netzwerk im Bereich der Gesundheitsförderung aufzubauen. Denn Prävention ist der wichtigste Schritt für ein gesundes Dorf. Nur wer über eine gesunde Lebensweise und die rechtzeitige Vorbeugung gegen Krankheiten Bescheid weiß, kann viel für seine eigene Lebensqualität tun. Unter der bewährten Leitung unseres Allgemeinmediziners, Dr. Michael Schriefl, werden jedes Jahr Vorträge im Frühling und Herbst vom Arbeitskreis Mörbisch am See vorbereitet und von kompetenten Fachleuten ausgeführt und ergänzt. Viele dieser Referate und Workshops finden großen Anklang und sollen auch weiterhin das Interesse wecken und zum Basiswissen der Bevölkerung beitragen. Interessierte sind beim Arbeitskreis "Gesundes Dorf" herzlich willkommen.
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