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Geschlossen
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Hauptplatz 1, 7100 Neusiedl am See, AUT
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Beschreibung

Herzlich Willkommen in Neusiedl am See! Wappen

Verliehen im Jahr 2016. Die älteste bekannte Form stammt aus dem Jahr 1592 (Ratsakten Rust Nr. 70, 1592). Es stellt drei Türme dar, deren mittlerer nach obenhin verjüngt ist und ein Spitzdach mit Dachkern trägt. Dieser Turm besitzt im Unter- und Obergeschoß je ein Fenster. Die beiden Seitentürme sind schlank, fensterlos, etwas niederer als der Hauptturm (Mittelturm) und tragen ebenfalls ein Spitzdach mit Dachkern. Im Vordergrund ist der See angedeutet. Über die Tinkturen ist nichts bekannt. In der späteren Form zeigt das Wappenbild auf rot signiertem Schild drei mit vorspringendem Zinnenkreuz zu je drei Zinnen und mit je einem hohen Rundtor versehene Quadertürme in Silber (weiß). Der Mittelturm ist um eine Zinnenbreite überhöht und trägt ein eingesetztes Walmdach, auch das Rundbogentor ist etwas überhöht. Die Seitentürme tragen eingesetzte hohe Spitzdächer. Nach der Farbsignierung sind die Marktfarben Silber (Weiß) - Rot. Die neuere Wappenform zeigt wieder drei Türme. Sie tragen aufgesetzte Zeltdächer. Der Mittelturm hat ein Rundtor, die Tore der Seitentürme sind rechteckig. Im Obergeschoß hat jeder Turm ein Fensterpaar. Wappenbild SILBER, Wappenschild ROT. Partnerstädte: - Deggendorf - Mosonmagyaróvár - Pezinok Chronik: 1209 Erste urkundliche Erwähnung als "Sumbotheil", zu Deutsch "Samstagmarkt" König Andreas II. (1205-1235), verheiratet mit Gertrud von Meranien, ruft Zisterzienser und Prämonstratenser ins Land. 1241 Vermutlich totale Zerstörung durch die Mongolen. Niederlage Bélas IV. (1235-1270) gegen die Mongolen, Entvölkerung und Verwüstung des Landes. Machtsteigerung des Adels. 1282 Nach dem Neuaufbau und der Neubesiedlung erste urkundliche Nennung von "Niusidel". Andreas III. (1290-1301) ist der letzte Arpade. Die ungarische Krone geht nach inneren Wirren an das Haus Anjou über: Karl Robert (1308-1342) und sein bedeutender Sohn Ludwig der Große (1342-1382). Diesem folgt die elfjährige Tochter Maria auf dem Thron. Ihr Verlobter, der Luxemburger Sigismund, wird 1387 Mitregent und von 1410-1437 deutscher Kaiser. 1427 Die Grafen von St. Georgen und Bösing werden Besitzer der Herrschaft Ungarisch-Altenburg und damit auch Neusiedls. Albrecht II. von Österreich, verheiratet mit Elisabeth, deutscher Kaiser, ungarisch-böhmischer König und Schwiegersohn Sigismunds, stirbt bereits nach 2 Jahren. 1439 Königinwitwe Elisabeth auf ihrer Flucht mit Ladislaus Posthumus und Helene Kottanerin übernachtet in Neusiedl auf dem Weg von Ungarisch-Altenburg nach Ödenburg. Matthias Corvinus (Sohn Johann Hunyadis), ungarischer König (1458-1490). 1517 Königliches Privilegium zur Verleihung des Marktrechtes Tod Ludwig II. bei Mohács (1526). Große Teile Ungarns bleiben für eineinhalb Jahrhunderte unter türkischer Herrschaft. Ludwigs Witwe Maria von Habsburg flieht über Wien in die Niederlande. 1605 Devastierung des Ortes durch Bocskay-Aufstand. Gegen die von Kaiser Rudolf II. (1576-1612) auf dem Pressburger Landtag verfügte uneingeschränkte katholische Restauration lehnen sich die oberungarischen Magnaten unter Führung von Stefan Bocskay auf. Monatelange grausame Raubzüge, über 115 Dörfer zwischen Leitha und Raab großteils zerstört oder geplündert. 15 Jahre später nächste Auflehnung durch den Siebenbürger Woiwoden Gabriel Bethlen. 1645 Schlimmstes Pestjahr mit 544 Toten innerhalb eines Jahres 1683 Im Zuge der 2. Wiener Türkenbelagerung Zerstörung der Kirche und vieler Bürgerhäuser. 1708 Eroberung und Zerstörung des Marktes und des Tabors durch die Kuruzzen. Grausame Hinrichtung von 200 Bürgern und Soldaten, darunter Peter Floridan. Unter Führung von Franz II. Rákoczy bricht 1703 neuerlich ein Aufstand gegen die Habsburger aus ("Kuruzzenrummel"). Jahrelanger grausamer Kleinkrieg mit schrecklichen Verwüstungszügen im gesamten burgenländischen Grenzraum. Ende des Krieges und der nationalen Aufstände durch den Frieden von Szatmár (1711). 1809 Riesige finanzielle Belastungen und Opfer für den Markt Neusiedl durch Einquartierung der napoleonischen, aber auch der eigenen kaiserlichen Soldaten. Koalitionskriege seit etwa 1797. Keine direkten Kampfhandlungen in Westungarn, jedoch enormer wirtschaftlicher Niedergang durch Kriegsbeiträge. 1809 inspiziert Napoleon persönlich seine Truppen in Kittsee und Mosonmagyarovar. 1824 Erster offizieller Antrag Neusiedls zur Stadterhebung. Nach mehrjährigen Verhandlungen abgelehnt. Epoche des "Reformzeitalters" in Ungarn, Übergang zum bürgerlichen Parlamentarismus, Einführung der ungarischen Sprache als Amtssprache für Behörden, Gerichte und höhere Schulen statt des Lateinischen. 1848 Revolution unter Führung von Lajos Kossuth, Aufhebung des Untertanenverbandes ("Bauernbefreiung"). 1867 Ausgleichsgesetz: Umbau des Habsburgerreiches zur konstitutionellen österreichisch-ungarischen Monarchie. 1926 Neusiedl am See erhält das Stadtrecht. Der Neusiedler Rechtsanwalt Karl Amon als geistiger Kopf der Autonomiebewegungen gilt höchstwahrscheinlich als Schöpfer des Namens Burgenland. Im Friedensvertrag von St. Germain en Laye wird Deutschwestungarn der Republik Deutschösterreich zugesprochen. Endgültige Übergabe nach blutigen Freischärlergemetzeln erst am 5.12.1921.

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