Pfarre Kaindorf
Pfarre
Beschreibung
Unsere Pfarre ist eingebettet in das Oststeirische Hügelland. Die Pfarre Kaindorf umfasst die Ortsteile der Gemeinden Kaindorf und Hartl, diese sind: Dienersdorf, Hofkirchen, Kaindorf und Kopfing sowie Tiefenbach und Hartl. Pfarrkirche Kaindorf: 1313 wurde die Kirche in Kaindorf erstmals als Vikariatskirche von Hartberg erwähnt. Erst im Jahre 1450 wurde sie als selbstständige Pfarre genannt. Da Kaindorf an der Kreuzung alter Verkehrswege lag, wurde als Kirchenpatron der Schutzheilige der Reisenden und Pilger, Jakobus der Ältere, gewählt. In den Gottesdienstgestaltungen spiegelt sich heute ein buntes und vielfältiges Pfarrleben wieder. Ein buntes Bild der jungen Kirche bietet sich beim Erntedankfest, wenn die Kindergartenkinder mit ihrem bunten Kopfschmuck Lieder singen, die Jugend stolz die selbst geflochtenen Erntekronen bringt, Schulkinder ihren Dank ausdrücken und mehrere Musikgruppen das Gotteslob begleiten. Die Sonntagsmessen und Festgottesdienste werden abwechselnd vom Kirchenchor, dem Kantorenkreis, der Ministrantenband, Kindern, dem Männergesangsverein, der Musikkapelle, dem Hartler Singkreis und der Musikschule musikalisch mitgestaltet. Sehr erfrischend wird auch die Gestaltung der regelmäßigen Familiengottesdienste erlebt: Liturgischer Tanz, Rollenspiel und Kreativität tragen zur Lebendigkeit dieser Gottesdienste bei. Von der Lebendigkeit des Pfarrlebens zeugt auch die große Schar von Ministranten, viele Jungscharkinder, die Eltern-Kind-Gruppe, die engagierte Arbeit der katholischen Frauenbewegung und die vielen Menschen die sich ehrenamtlich in verschiedensten Bereichen für unserer Pfarren einsetzen. Filialkirche St. Stefan: Gegründet wurde die Kirche St. Stefan im 12. Jahrhundert als Eigenkirche der Herren von Safen. Von diesem romanischen Kirchenbau ist jedoch nichts bekannt. Die erste urkundliche Nennung findet sich 1384 im Testament des Härtel von Teufenbach. Die heutige Stefanskirche hat ihren gotischen Bauzustand aus der Zeit um 1501 unverändert erhalten. Ihre Außenmauern aus Brauchsteinmauerwerk sind unverputzt geblieben und lassen die alten Gerüstlöcher erkennen. Im Chorbereich und hinter den Seitenaltären wurden Wandgemälde aus der Zeit um 1530 freigelegt. Das 1722 verlegte Kirchenpflaster ist noch heute vorhanden und wurden immer wieder ausgebessert. Im Kirchturm befinden sich zwei Glocken. Eine stammt aus dem Jahr 1542, die andere wurde zu Kriegszwecken eingeschmolzen und 1952 durch eine neue ersetzt. Auch heute noch finden Festgottesdienste in der Kirche St. Stefan statt (Stefanitag, Ostermontag, Pfingstmontag). Ebenso ist sie das Ziel der Markus- und Florianiprozession. Besonders beliebt ist die Kirche auch bei Hochzeitspaaren für die kirchliche Trauung. Um die Entstehung der Kirche St. Stefan und ihrer Wahrzeichen ranken sich verschiedene interessanten Sagen. Diese können sie nachlesen, wenn sie den Kaindorfer Sagenweg gehen. (Text: OSR Heinrich Götz, Broschüre Marterlweg)