Poggersdorf
Gemeindeverwaltung
Beschreibung
Herzlich Willkommen auf der CITIES-Seite der Marktgemeinde Poggersdorf. Liebe Besucher, ich freue mich über Ihr Interesse an unserer Gemeinde und begrüße sie herzlich auf unserer CITIES-Seite. Unsere Gemeinde wurde in den Jahren zwischen 1848/50 gegründet und 1896 von Windisch St. Michael in Poggersdorf umbenannt. Das früher eher ländlich geprägte Gemeindegebiet hat in den letzten Jahren auch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht einen enormen Wachstumsschub erlebt und sich zu einer Gemeinde mit hohem Freizeitwert gewandelt. Die alljährlich stattfindenden Veranstaltungen unserer vielen Vereine haben zu einem hohen Bekanntheitsgrad unserer Wohlfühlgemeinde beigetragen. Mit unserer CITIES-Seite möchten wir insbesondere in der Rubrik Gemeindeinformation unsere Kommune mit ihren vielfältigen Angeboten vorstellen. Es gibt jede Menge Tipps, Termine, Freizeit- und Kulturangebote und vieles mehr. Außerdem informieren wir Sie über Behörden, Kirchen, öffentliche Einrichtungen sowie Vereine und Verbände. Zwar ist das virtuelle Gemeindeamt, in dem alle Behördengänge digital erledigt werden können, heute noch Zukunftsmusik – dennoch ist es unser Bestreben, Ihnen einfach, schnell und kostengünstig möglichst viele Informationen zur Verfügung zu stellen. Ich lade Sie zu einem virtuellen Besuch unserer CITIES-Seite ein und würde mich freuen, wenn wir damit Ihr Interesse geweckt haben, Poggersdorf auch einmal persönlich zu besuchen. Viel Spaß! Ihr Bürgermeister Arnold Marbek Geschichtlicher Rückblick Das Gebiet der heutigen Gemeinde Poggersdorf war vor mehr als 2000 Jahren Siedlungsraum der Kelten, einem Kulturvolk, das über weite Gebiete Europas und Vorderasiens verbreitet war. Eine Wallanlage im Bereich von Pubersdorf, das sogenannte Heidenschloss, gibt heute noch Zeugnis von dieser Besiedelung. Auch in Wabelsdorf, im Bereich der heutigen Volksschule, befand sich ein keltischer Tempelbezirk, der dem Genius Cucculatus geweiht war. Der heute noch vorhandene Keltenbrunnen ist sichtbare Überlieferung dieser Zeit. Aus einer im Kärntner Landesmuseum befindlichen Straßenkarte der Römerzeit ist ersichtlich, dass die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen der Hauptstadt Virunum auf dem Zollfeld und der bei Globasnitz im Jaunfeld gelegenen Stadt Juenna durch das Gebiet der Gemeinde Poggersdorf führte. Diese bedeutende Verbindung führte von Virunum über Gottesbichl, St. Thomas a. Z., Schöpfendorf, Wutschein, Ströglach, Leibsdorf, Wabelsdorf (Bettlerkreuz) und Tainach nach Juenna. Beim so genannten Toplitschkreuz nördlich von Leibsdorf liegt noch heute ein als Sitzbank benutzter Römerstein. Im Jahre 1500 v. Chr. begann die friedliche Landnahme unseres Landes durch die Römer und im Jahre 45 n. Chr. verwandelte Kaiser Claudius das keltische Königreich Noricum in eine römische Provinz. Kärnten blieb bis 476 n. Chr. (Untergang des Weströmischen Reiches) ein Bestandteil des Römischen Reiches. Nach den Wirren der Völkerwanderungszeit, etwa 590 n. Chr., siedelten sich bei uns die Slawen an. Sie waren ein Bauernvolk unter der Herrschaft der Awaren. Ihre Herrschaft dauerte etwa 140 Jahre. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde das slawische Element immer mehr zurückgedrängt, was seine Ursache vor allem darin hatte, dass die Grundherren, sowohl die weltlichen als auch die geistlichen, aus dem deutschen Sprachraum kamen oder dort ihren Stammsitz hatten und laufend deutsche Siedler ins Land brachten. Kärnten war lange vor Österreich ein selbständiges Herzogtum. Der Herzog wurde am Fürstenstein in Karnburg von freien Bauern eingesetzt und nahm auf dem Herzogstuhl bei Maria Saal die Huldigung der Landstän de entgegen. Im Jahre 1335 kam Kärnten zu Österreich. Das Zollfeld mit dem Magdalensberg und dem Ulrichsberg war das politische und religiöse Zentrum Kärntens. Und das Gebiet der Gemeinde Poggersdorf befand sich in dessen unmittelbarer Nachbarschaft. Der Begriff „Herzogbauer“ ist auch in Poggersdorf teilweise nicht unbekannt. Von den vielen Notzeiten, die die Bevölkerung Kärntens im Mittelalter und in der Neuzeit erlebte, blieben auch die Menschen in unserem Lebensbereich nicht verschont. Das Pestkreuz in Wabelsdorf erinnert daran, dass im Jahre 1685 die Pest auch bei uns wütete. 1770 wurde von Kaiserin Maria Theresia das Patent, das die Zählung von Mensch, Tier und Haus sowie die Nummerierung der Häuser vorschrieb, herausgegeben. 1775 wurden die Katastralgemeinden geschaffen, um die Grundstücke lückenlos aufzuzeichnen. Im Gemeindegebiet von Poggersdorf wurden 4 Katastralgemeinden – Leibsdorf, Pubersdorf, Linsenberg und Windisch St. Michael – geschaffen. Bis herauf ins Zeitalter der Bauernbefreiung um die Mitte des 19. Jh. Stand das Gebiet der Gemeinde Poggersdorf unter der Verwaltung verschiedener Grundherrschaften. Dies änderte sich, als in der Folge der Märzrevolution 1848 das gesamte Staatsgebiet einen verwaltungsmäßigen Umbau erfuhr. Mit der Trennung der Gewalten gingen die Bildung der politischen Bezirke und der freien Gemeinden einher. Im Jahre 1849 wurde das provisorische Gemeindegesetz erlassen. 1850 wurde die Gemeinde Poggersdorf unter dem Namen Windisch St. Michael erstmalig urkundlich erwähnt. Im Jahre 1856 war Baubeginn für die Volksschule Poggersdorf, welche in der Folge 1957 und 1995 erweitert wurde. Am 12. 5. 1896 wurde die Gemeinde Windisch St. Michael mit LGBl. Nr. 17/1869 in Poggersdorf unbenannt. Im Herbst des Jahres 1899 gab es im Gemeindegebiet von Poggersdorf ein Kaisermanöver, welches der Kaiser am 11. 9. persönlich besuchte. Die Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 erbrachte für Poggersdorf folgen des Ergebnis: 81,1 % für Österreich, 18,9 % für Jugoslawien. Am 2. 7. 1929 wurde in Erlach beim Anwesen vlg. Ouschan ein vergrabener Silbertopf mit Münzen gefunden. Es handelte sich dabei um 757 Silberdenare, davon 754 Stück aus der Münzstätte des Patriarchats Aquilea und 3 Stück der Bischöfe von Triest. Dieser Münzfund stammte aus dem Jahre 1365 nach Chr. Die älteste Ortschaft der Gemeinde Poggersdorf dürfte vermutlich Wirt schach sein. Erstmals urkundlich er wähnt als Wirzolach 965 und danach 1389 als Wirtzach. Zweitälteste Ortschaft ist Ströglach, das erstmalig 1061 als Strielach und 1289 als Strieglach sowie 1371 als Strelach urkundlich erwähnt wird. Aus einer Urkunde im Jahre 1091 geht hervor, dass in dieser Zeit in Strög lach Weinbau betrieben wurde. Das Wappen
Die Marktgemeinde Poggersdorf hat das Recht zur Führung eines Wappens vom Amt der Kärntner Landesregierung verliehen bekommen. Das Wappen ist Sinnbild der Gemeinde. Im grünen Schild unterhalb gestürzter schwarzer Spitze mit goldenem Pfeilerbildstock schräg gekreuzt eine goldene Schäferschippe mit einer goldenen Lanze, beide Schäfte gekreuzt von den Schenkeln einer gestürzten und geöffneten Zange. Die Zange ist ein Symbol für die von den Grafen Egger betriebenen Notburgahütten (eisenverarbeitende Industrie) an der Gurk in Pischeldorf. Lanze und Schäferschippe stehen als Sinnbilder der sozialgeschichtlich überaus interessanten Edlinger, die eine Mittelstellung zwischen Bauern und Rittern einnahmen und im Hochmittelalter im Klagenfurter Becken eine nicht unwesentliche politische Rolle gespielt haben. Die Lanze verweist auf ihre Wehrfähigkeit, während die Schäferschippe auf die bäuerliche Komponente anspielt. Die Farbgebung der Wappenmotive nimmt auf den stark landwirtschaftlich geprägten Charakter der Gemeinde Bezug (grün). Aber auch die Montanindustrie bzw. der Torfabbau zur Brennstoffgewinnung (schwarz) wurde im Wappen berücksichtigt. Der Bildstock verweist auf die vielen in der Gemeinde Poggersdorf vorhandenen Kreuze, Marterln und Bildstöcke.