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Öffnungszeiten
Geschlossen
Adresse
Ort 10, 4817 Sankt Konrad, AUT
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Beschreibung

Herzlich Willkommen in der Gemeinde St. Konrad! Urlaub. Wohlfühlen. Erholen - So steht es an den Ortseinfahrten auf den Tafeln des Ferienortes St. Konrad. Am Talübergang vom Almtal in Richtung Traunsee und der Keramikstadt Gmunden gelegen, liegt der Ort sanft eingebettet zwischen Hügeln von Bäckerberg und Hochriedel auf der einen Seite, dem Steineck und Katzenstein auf der anderen Seite. Im Sommer bieten Wanderungen zu diesen Zielen traumhafte Ausblicke, erholsame und ruhige Momente. Für einen gelungenen Familienurlaub sorgen nicht nur die gemütlichen und einladenden Urlaub am Bauernhofbetriebe, auch der neu angelegte Badesee mit ausgedehnten Liegeflächen und interessantem Kinderspielplatz tragen dazu bei. Kulinarisch kann man sich im Designer Imbiss, im Café oder auch im sehr guten Gasthaus verwöhnen lassen. Sehenswert in St. Konrad ist auch die Pfarrkirche, die auf eine Wallfahrtskapelle zurückgeht. Eine historische Besonderheit, die man bei einer Wanderung in die Schrattenau, oberhalb von St. Konrad liegend finden kann, sind die "Rüpelfelder", die einer Überlieferung nach auf eine frühe Urbevölkerung zurückgehen. Und von St. Konrad hat man es nicht weit in die anliegenden Orte im Almtal oder am Traunsee. Auch das Skigebiet Kasberg ist im Winter rasch zu erreichen, z.B. mit dem Kasberg-Almtal Skibus! Gemeindewappen

Die oö. Landesregierung verlieh der Gemeinde St. Konrad am 28. Juni 1993 ihr Gemeindewappen. "Nach rechts verschoben gespalten von Grün und Silber mit einer grünen, die Mitte des Spaltes berührenden, rechten Spitze." Die Gemeindefarbe ist Gelb. Das stilisierte "K" steht als Anfangsbuchstabe sowohl für den Ortsnamen als auch für das Stift Kremsmünster, dem die Pfarre St. Konrad inkorporiert ist. Die grüne Farbe verweist auf den hohen Wald- und Wiesenanteil in der Gemeinde.

Chronik Auszug aus der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum: St. Konrad - ein Dorf im Entstehen Ein Schmuckstück, dieses St. Konrad. Eingebettet in eine wunderschöne Lage am Fuße des Traunsteins, liegt dieser saubere, gepflegte Ort. In einer Gegend, um die man Bewohner beneiden muss. Viel Wald, viel Wiesen, viel unberührte Natur, Ruhe und Erholung - hier ist dies noch reale Wirklichkeit. Der Name unseres Ortes entspringt kirchlicher Vergangenheit. Die Vorläuferin der heutigen Pfarrkirche, die "Konradi-Kapelle", dürfte ihren Namen nach dem Bischof Konrad von Passau erhalten haben. Dieselbe war eine vielbesuchte Wallfahrtskirche und hieß "Kapelle zum Herrgott in der Wies". Neben der Kapelle befand sich dort, wo heute der Turm steht, ein heilkräftiges Bründl mit der Statue des "heiligen Johannes in der Wüste". 1785 wurde die Konradi-Kapelle Pfarrkirche des Ortes und damit begann die Selbstständigkeit der Pfarre St. Konrad mit ihren heutigen Grenzen. Das Hochtal zwischen "Lautach" und dem "Alben Fluss" (Alm) war um das Jahr 1000 Waldgebiet, das bis 1189 der Herrschaft Lambach gehörte. Ab 1189 scheinen die Grafen von Regau als Besitzer auf. In den Jahren 1131 bis 1146 erwarb das Stift Kremsmünster verschiedene Besitzeinheiten in der Pfarre Viechtwang von dem Lambachern. Es gibt aber auch Hinweise auf eine mögliche noch frühere Besiedelung ("Rüepeln") in den Forstbergen durch den Fund eines 13,5 cm langen Steinbeiles aus grünem Serpentinstein mit einer 6 cm langen, leicht gebogenen Schneide auf einem Acker des Reichl-Gutes. Dieser Fund dürfte aus der jüngeren Steinzeit stammen, etwa 4000 Jahre vor Christus. Die zweite Kolonisationsperiode wurde von Grundherren, den Klöstern und Bistümern gefördert. Wie viele der Kolonisten mögen in den ersten Jahrhunderten den Anstrengungen, Entbehrungen, den Witterungsunbilden und den wilden Tieren zum Opfer gefallen sein! So wanderten die Prämonstratenser aus Schlägl im Jahre 1218 nach siebeneinhalb-jähriger Tätigkeit wieder aus, nachdem ihnen der Abt und ein Mönch vor Hunger und Kälte gestorben waren. Rodungsarbeiter waren es, die dann kamen. Die älteste rascheste Methode, ein Stück Land oder Wald nutzbar zu machen, war die der "Brennkultur". So entstand ein Abbrennat, Brandstatt, Brennmühle oder z.B Asang (von absengen). Später kamen viel häufiger Hacke und Reuthaue zum Einsatz - die Bäume wurden geschlagen, Wurzel und Gestrüpp zu Aschendünger versengt und der Neubruch dem bei altem Kulturland üblichen Verfahren unterstellt. Viele Namen erinnern an diese Tätigkeit: Reut, Reid, Karoith, Rotwiese, Greut, Öringrad, sie alle kommen von bajuwarischen Zeitwort riutaren, das heißt reuten oder roden. Ebenso die Wörter mit schlag: Kleinschlag (früher Gleinzschlag von "gleinzen, Schindelbrettln hacken), Mörtlschlag (von Martin). An den Bergen und Leiten wurde es lichter. Es entstanden z.B. Dürnberg, Höretsberg, Meindlberg bzw. Maurerleiten, Prielleiten oder Hochleiten. Sicheren Aufschluss über die frühesten Bewohner in unserem Gemeindegebiet gibt das älteste "Urbar" (Grundbuch) von Kremsmünster aus dem Jahre 1299, das drei Häuser aus unserer Gegend erwähnt: 1. das heutige Wastlgut zu Edt, 2. das Hubingergut (heute aus drei Häusern bestehend, früher wahrscheinlich ein Besitz) und 3. Mühlleiten - heutige Steffl- und Loidlmühle. Während die Pfarre schon 1785 selbstständig wurde, war dies bei der Gemeinde erst im Jahre 1848 erstmals der Fall. Diese erste Selbstständigkeit dauerte nur bis 1862. Anschließend wurde St. Konrad wieder Bestandteil der Gemeinde Viechtwang. Aber schon 1885 gab es wieder Bestrebungen in Richtung Selbstständigkeit. Man schuf ein Proponentenkomitee mit Pfarrer P. Marian Fischböck und Franz Strasser (Abbrandler) an die Spitze, das eine Eingabe an die K.K.-Statthalterei in Linz, mit dem Ersuchen um Errichtung einer neuen Ortsgemeinde St. Konrad nach Maßgabe der gleichnamigen Pfarr- und Schulgemeinde richtete. Mit Gesetz vom 5. November 1900, LGBl. Nr. 46. erhob der OÖ. Landtag St. Konrad zu einer selbstständigen Gemeinde. Das große Forstgebiet (Mühldorf II), das nachweislich zur Pfarre St. Konrad gehörte, wurde dann im Mai 1902 wieder unserer Gemeinde zugesprochen. Die erste Gemeinderatswahl fand am 10. Jänner 1901 statt, bei der Franz Pöll (Gastwirt zu Kranichsteg) zum Gemeindevorsteher gewählt wurde. Die Gemeindekanzlei befand sich in einem angemieteten Zimmer beim Wirt zu Edt. Im Jahre 1913 übernahm Anton Hummer (Öringgut) die Leitung der Gemeinde, jedoch überforderten die vielen Sorgen und Aufgaben, welcher der Kriegsbeginn mit sich brachte, den in seiner Gesundheit Geschwächten derart, dass dieser erst 49-jährig im November 1914 verstarb. Von 1915 an bis 1919 führte Franz Etzelstorfer (Kröpfelgut) die Geschicke der Gemeinde. Ab 1919 bis 1938 war dann wiederum Franz Pöll Bürgermeister unserer Gemeinde. Während des 2. Weltkrieges war von 1938 bis 1942 Josef Holzinger (Schobersberg) Gemeindevorsteher. In den Jahren 1942 bis 1945 wurde St. Konrad gemeinsam mit Kirchham von Josef Ursprunger verwaltet. Im Mai 1945 wurden von der amerikanischen Besatzungsmacht österreichische Verwaltungsstellen eingerichtet. Von St. Konrad wurde ein zwölfköpfiger Gemeinderat mit Michael Hummer als Bürgermeister vorgeschlagen, der bis 1949 provisorisch tätig war. Noch in diesem Jahr wurden die ersten Gemeinderatswahlen nach dem Krieg durchgeführt. Die weiteren Bürgermeister waren: von 1949 bis 1955 Michael Hummer (Dürnberg) von 1955 bis 1973 Johann Pöll (Kranichsteg) von 1973 bis 1991 Erhard Holzinger (Schobersberg) von 1991 bis 2007 Franz Steinhäusler (Reichl zu Edt) von 2007 bis 2018 Franz Kronberger (Lerchbaumer) seit 2018 Herbert Schönberger Sagenhaftes St. Konrad - Ein kleiner Auszug aus der Sagenwelt unseres Dorfes. Von den Rüepeln: Auf den Bergwiesen südlich von St. Konrad hausten einst die Rüepeln. Sie waren große, starke Leute, ungeschlacht und unbeholfen. von ihren Wohnstätten ist nichts mehr zu sehen, doch deutlich erkennt man noch die Rüepeläcker, nämlich breite, sechs- bis achtfurchige Äcker auf dem Brandstätterberg. Heute bedecken einmähdige Wiesen und freundliche Lärchenbestände die einstigen Siedlergründe. Auf dem welligen Wirtsberg soll der Rüepelfriedhof gewesen sein. Dort erkennt man eine Menge kleiner Erhebungen, die den Grabhügeln eines Friedhofs gleichen. Ihre Kirche stand auf dem Brandstätterberg. Ein kleiner Tümpel, die sogenannte "Rüepel-Lacke", deren Wasser nie versiegt, zeigt heute noch diese Stelle an. Das Gotteshaus soll mit einer lustigen Hochzeitsgesellschaft in die Tiefe versunken sein. Wenn ein Sonntagskind in der dritten Raunacht um zwölf Uhr Mitternacht mit einem Rechenstiel beim kleinen Tümpel hineinsticht, kann es die Turmspitze der versunkenen Kirche erreichen und deren Glocken läuten hören. Eine andere Deutung besagt, dass einst im Rüepelgebiet ein Schloss stand, das versunken ist. Manchmal steigt es empor und zeigt sich in alter Pracht. Dem längst verstorbenen Bauern Michel Hauer vom Bühlesberg erschien einst in klarer Mondnacht dieses Schloss, dessen Bewohner bei fröhlichem Gelage saßen. Plötzlich stand es in hellen Flammen - die Feuerröte verschwand erst, als die Morgenglocken aus dem Tal ertönten. Die Wege durch dieses Forstgebiet heißen Rüepelwege. Es gibt einen oberen, mittleren und unteren Rüepelweg. Der untere führte einst durch das Bauernhaus Holzing: beim Haustor hinein, durch den Hof und bei der Tenne hinaus. Die Rüepel waren gute Holzarbeiter, aber keine hellen Köpfe. Sie trugen die Bloche zu Tal, bis ihnen eines entglitt und hinunterkollerte. So "entdeckten" auch sie die bequemere Art des Holztransportes. Noch heute wird ein Holzarbeiter, der sich derb und ungeschickt benimmt oder sich nicht recht zu helfen weiß, "Rüepel" genannt. Begegnung mit dem Teufel: Ein Bauernbursch, der des Nachts auf der Landstraße ostwärts nach Hause ging, wurde beim Saumarkt (in der Nähe der Pestsäule) von einem roten Mann mit feurigen Augen verfolgt. Mit Flügeln, welche die Angst bekanntlich verleiht, rannte der Bursch davon, bei der Wastl-Kapelle vorbei, und war gerettet. Als er sich umsah, erblickte er den Teufel hinter der Kapelle. Bei diesem christlichen Mal hatte er seine Macht verloren. Gruseliges beim Futterschneiden: Spät abends ging die Reidinger Nanni an einem Bauernhaus vorbei, als sie bei eigentümlich gruseligen Lauten Futterschneiden hörte. Sie rief hinauf: "Nachbar, mach Feierabend!" Antwort erhielt sie keine, doch das Geräusch hörte auf. Am nächsten Tag erfuhr sie, dass niemand vom Haus Futter geschnitten hatte. Also konnte sich nur der Teufel bemerkbar gemacht haben. Der merkwürdige Tänzer: Von Kathrein an darf man nicht mehr tanzen, schon gar nicht nach zwölf Uhr Mitternacht. Eine tanzlustige Dirn stellte, als die Uhr gegen zwölf Uhr zeigte, den Stundenzeiger um eine Stunde zurück. Auf einmal kam ein schwarzer mann, holte sie zum Tanz und tanzte mit ihr so toll, dass ihr Hören und Sagen verging. Als sie noch dazu seine fest eingesetzten Krallen verspürte, erkannte sie in ihm den Teufel, schrie hell auf und stürzte auf und davon.

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Zivilschutzalarm am Samstag den 4. Oktober

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Sagenhaftes St. Konrad

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