Stiwoll
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Beschreibung
Jungsteinzeit bis Völkerwanderung Mit 3000 v. Chr. ist der Fund (um 1991) einer Rundnackenaxt aus der Jungsteinzeit datiert. Um 500 v. Chr. siedeln die Kelten wie die Taurisker dazu. Sie kennen bereits die Herstellung von Eisen. Aus der Römerzeit (15 v. Chr.–484 n. Chr.) war im Södingtal eine Brücke erhalten, welche erst 1980 von einem Hochwasser weggerissen wurde. In Stallhofen wurde eine Villa freigelegt und erforscht. Nach der Herrschaft Roms fielen um 500 die Stämme der Langobarden und Goten vorübergehend in die Steiermark ein. Neunzig Jahre später (ca. 590) folgten die Slawen. Mittelalter Im Jahr 743 beginnt die Christianisierung und Besiedelung unbewohnter Gegenden auf dem heutigen Gemeindegebiet. 860 schenkt der ostfränkische König Ludwig der Deutsche dem Erzbischof von Salzburg im Gratkorner Becken zwei Königshufen, die in der Folge zur Gründung der Kirche und Mutterpfarre Gratwein führen. Magyaren fallen 894 in die ungarische Tiefebene ein und verwüsten von dort aus deutsche und slawische Siedlungen. Der spätere Kaiser Otto I. besiegt 955 die Magyaren am Lechfeld. In der Folge werden wieder Marken gegründet. Als Keimzelle der Steiermark wird die Mark an der Mur, später auch Karantanische oder Kärntner Mark, genannt. 970 erfolgt die erste Nennung der Grafschaft des Markgrafen Marquart, eines Eppensteiner Grafen aus dem oberen Murtal (Judenburg). Wenige Jahre später (976) teilt Kaiser Otto II. das Herzogtum Baiern. Kärnten wird erstes Herzogtum in Österreich und Marquart dessen Herzog. Um 1200 wird die Knappenkapelle im Dorf errichtet. Zwanzig Jahre später (1220) erfolgt die erste urkundliche Nennung von Stiwoll. Der romanische Taufstein in der Kirche dürfte ebenfalls aus dieser Zeit stammen. Nach den Heimsuchungen der Pest werden im Södingtal komplette Dörfer ausgerottet und Landstriche von wenigen Überlebenden bewirtschaftet (1496 bewirtschaftet ein Überlebender in der Prunleithen alleine acht Gehöfte). Im 16. Jahrhundert wird nach der Reformation die Steiermark mehrheitlich protestantisch. Es kommt zu Aufständen der Bauern im Raum Graz wegen der drückenden Steuerlast.