VS Grafendorf
Volksschule
Beschreibung
VS GRAFENDORF Volksschule mit dem Schwerpunkt "Bewegtes Lernen und Gesundheitsförderung" "Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich." (Konfuzius) BEWEGTES LERNEN Schon Konfuzius war überzeugt davon, dass wir uns Erlerntes besser merken, wenn möglichst viele Sinne beim Prozess des Lernens mit einbezogen werden. Das ist der Fall, wenn wir uns bewegen – denn dabei werden so gut wie alle Sinne beansprucht.Multisensorisches Lernen – beimLernen nicht still zu sitzen, sondern dabei in Bewegung zu sein – stellt somit ein wirkungsvolles Unterrichtsprinzip dar. „Bewegtes Lernen“bedeutet den Unterricht so zu gestalten, dass die Schülerinnen und Schüler die Lerninhalte durch Erleben, Denken und Handeln erfahren und Zusammenhänge erkennen können. Es ist somit eine ergänzende Form zum traditionellen Lernen, welche den Kindern ermöglicht, lustbetont und mit allen Sinnen, Rechnen, Lesen und Schreiben zu bewältigen. Die Kinder lernen so über Körper- und Bewegungserfahrung Lerninhalte zu verstehen. Inhalte, die auf diese Art gelernt werden, verankern sich tief im Gedächtnis. Der aktive Unterricht dient somit als Ausgleich, zur Prävention von Haltungsschäden und zur Konzentrationssteigerung. Die Integration von Bewegung in den ganz normalen Unterrichtsalltag hat somit eine mehrfach positive Auswirkung:Einerseits werden die Kinder sportlich und somit auch gesundheitlich gefördert, andererseits wird dadurch ihre Konzentrationsfähigkeit erhöht und ihr Lernerfolg verbessert. Weiters kommt es durch diese Art des Unterrichts zu verstärkter Kommunikation und Kooperation, wodurch die soziale Kompetenz sowie die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen gefordert und gefördert wird. Zielsetzungen: - Kognitives Lernen mit und durch Bewegung - Gesundheitsförderung, Prävention - Verbesserung der sportmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten - Förderung der sozialen Kompetenz Diese Form der Lehrstoffvermittlung verbessert zudem die Lernmotivation in Schulklassen, womit wiederum die Qualität des Lernens gesteigert wird. MOTOPÄDAGOGIK Die Motopädagogik, auch psychomotorische Entwicklungsbegleitung genannt, ist ein ganzheitliches Konzept und versteht sich als ein Anwendungsgebiet der Psychomotorik. Kurz gesagt ist Motopädagogik Entwicklungsförderung durch Bewegung. Das heißt, Bewegung wird als lustvolles und spaßorientiertes Medium genutzt, um die gesamte Persönlichkeit zu unterstützen. Motopädagogik orientiert sich hier stark an den Grundsätzen von Maria Montessori und Emmi Pikler: „Hilf mir, es selbst zu tun!“ und „Lass mir Zeit“ werden so zum elementaren Leitfaden der Motopädagogik und dessen Bewegungskonzept. Das eigenständige und selbstorganisierte Tun ist hier elementar für eine ganzheitliche Entwicklungsunterstützung. Ein Ziel der Motopädagogik stellt die Erweiterung der kindlichen Handlungsfähigkeit dar. Durch motorische und soziale Lernprozesse erwirbt das Kind Kompetenzen hinsichtlich des eigenen Körpers, sowie im Umgang mit den Menschen und den Dingen in seiner Umgebung. Dies passiert durch eigenständiges, selbstbestimmtes Ausprobieren und Experimentieren ohne Leistungsdruck und Vorgaben über das, was es zu erleben gibt. Es werden somit die Fähigkeiten Ich-Kompetenz, Sachkompetenz und Sozialkompetenz vermittelt. Die „Bewegungsbaustelle“ als Beispiel psychomotorischer Angebote Die „Bewegungsbaustelle“ ermöglicht den Kindern ein aktives Mitgestalten ihrer Bewegungsumwelt. Aus dem vorhandenen Material und den Geräten bauen sich die Kinder ihren eigenen Spielplatz, ihre eigene „Bewegungsbaustelle“. Durch die spielerische Verwirklichung von Bauplänen und das gemeinsame Erleben der Bewegungsexperimente erfahren sie Bewegungssicherheit und Selbstvertrauen. GESUNDHEITSFÖRDERUNG Bewegte Pause Da es für das Lernen wichtig ist Körper und Geist in Einklang zu bringen, ist uns die Gesundheit unserer Kinder ein besonderes Anliegen. Neben einem ausgewogenen Maß an Bewegung im Unterricht, achten wir auch auf eine aktive Pausengestaltung. In der großen Pause wird dabei unser Pausenhof, der von den Kindern unter Anleitung eines Waldpädagogen selbst entworfen und unter Mithilfe der Eltern, Kinder und Lehrer gebaut wurde, bei (fast) jeder Wetterlage gerne genutzt. Bei Regenwetter oder in den kleinen Pausen laden unsere großzügigen Gänge mit ihren Pausenboxen zum Verweilen und Spielen ein. Gesunde Ernährung Ein weiterer Schwerpunkt im Rahmen der Gesundheitsförderung ist die gesunde Ernährung. Dies geschieht durch die „gesunde Jause“ in den Klassen, die einmal im Monat von den Eltern organisiert wird. Damit wir unsere Jause selbst zubereiten können und somit gleichzeitig die Feinmotorik schulen, sind alle unsere Klassen mit „Miniküchen“ ausgestattet. So können wir hinterher unsere Teller auch gleich selbst abwaschen. Um die soziale Komponente und das Ritual des gemeinsamen Essens noch zu unterstreichen, wurde vom Elternverein Geschirr für alle Klassen angekauft. Ergänzend dazu bieten wir unseren Kindern jeden Morgen Vollwertgebäck, sowie täglich frische Äpfel und Bio-Schulmilch aus ortsansässigen Betrieben. Glück macht Schule Um nicht nur die physische, sondern auch die psychische Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern, nehmen wir jedes Schuljahr am Projekt „Glück macht Schule“ teil. Sämtliche, auf wissenschaftlich fundierte Forschungsergebnisse aufgebaute Projekt-Bausteine, zielen auf eine Verbesserung des subjektiven, psychologischen, emotionalen und sozialen Wohlbefindens, der Lebenszufriedenheit, des Umgangs mit Herausforderungen, der sozialenKompetenz und der Eigenmotivation ab. Durch die Steigerung des persönlichen Wohlbefindens sollen positive Auswirkungen auf die Bereiche Gesundheit, Erfolg und Lebenszufriedenheit erreicht werden. Der Raum als 3. Pädagoge/Pädagogin Abgerundet wird die Gesundheitsförderung durch ergonomische Sitzmöbel, die helfen, Haltungsschäden und Reflexionskopfschmerzen vorzubeugen. Ebenso leistet das großzügige Raumkonzept, das flexible Mobiliar auf Rollen sowie unsere „Outdoorklassen“, die einen Unterricht im Freien ermöglichen, einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden unserer Schülerinnen und Schüler, aber auch unseres LehrerInnenteams.