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Beschreibung

Verein Wirbelwind 21×3

„Grüß Gott!“, klingt es von der Treppe, als ich Frau Monika Prenner vom Verein Wirbelwind 21×3 in Friedberg besuche. Ihre Tochter Lisa, die mich so herzlich begrüßt hat, hat das Down-Syndrom. Die Entwicklung eines Kindes mit Down-Syndrom verläuft insgesamt langsamer als die seiner Altersgenossen. Es gibt eine große Bandbreite von schwer geistig behinderten bis zu durchschnittlich intelligenten Menschen mit Trisomie 21. Häufig gibt es auch Zusatzerkrankungen, die mit dem Down-Syndrom einhergehen. „Ich habe alle Untersuchungen während meiner Schwangerschaft gemacht. Diese genetische Abweichung wurde dennoch nicht erkannt“, so Frau Prenner. Schwerwiegender sei allerdings Lisas ebenfalls nicht erkannter, angeborener Herzfehler, durch den die 4-jährige bereits zweimal operiert werden musste. „es gibt für nichts eine Garantie“. Ängste abbauen Im Verein Wirbelwind 21×3 mit Sitz in Großpetersdorf/Burgenland kommen zurzeit 18 betroffene Familien mit ihren Kindern einmal im Monat zusammen, um Erfahrungen auszutauschen oder Hilfe bei gewissen Themen zu suchen. Auch Informationsabende mit namhaften Vortragenden werden organisiert. Gerade Jungfamilien mit einem betroffenen Kind möchte der Verein die Angst nehmen. „Wenn sie die anderen Kinder erst einmal sehen und erkennen, dass diese genetische Besonderheit eigentlich gar nicht so schlimm ist, ist das für die Eltern eine große Erleichterung“, so Frau Prenner. Als eines von 6 Integrationskindern bekommt Lisa im Kindergarten Friedberg eine sehr gute Betreuung, während sie gleichzeitig mit gesunden Kindern zusammen ist. Gerade dieser Kontakt wecke den Ehrgeiz in ihr, Neues zu lernen. „Kinder mit Down-Syndrom brauchen länger für das Erlernen, das sicher, aber mit viel Geduld und Liebe schafft man so vieles“, so Frau Prenner. Verständnis aufbauen Geschätzt werden über 90% der Kinder aufgrund der Diagnose Down-Syndrom abgetrieben. Ein groses Anliegen des Vereines ist es, über diese genetische Abweichung aufzuklären, den Eltern die Angst zu nehmen und Berührungsängste unter der Bevölkerung zu durchbrechen. Künftig werden in der Region Informationsbroschüren aufgelegt, über Plakate informiert und auch ein gemischter Tanzkurs für Jugendliche und Erwachsene ist geplant. Der Verein fördert betroffene Familien auf, mit ihm in Kontakt zu treten und sich auszutauschen und ist über Spenden dankbar: IBAN AT456000030110081681, Wirbelwind21x3