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Geschlossen
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Obere Hauptstraße 39, 2424 Zurndorf, AUT
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Herzlich Willkommen in Zurndorf! Frühgeschicht Das Gebiet um Zurndorf war schon in der jüngeren Steinzeit (6000 – 2000 v. Chr.) besiedelt. Die Menschen waren bereits seßhaft, betrieben Ackerbau und Viehzucht (Funde: vier Steinbeile und ein Mahlstein). In der früheren Bronzezeit war das Burgenland bereits dicht besiedelt (Funde: Doppelhenkelgefäße, Armringe, Nadeln, Dolche und Halsreifen). Aus der mittleren Bronzezeit (ca. 1550 – 1200 v. Chr.) stammt ein einzigartiger Fund: ein vollständig erhaltenes, glänzendes Vollgriffschwert mit leicht geschwungener Klinge. Gegen Ende der Bronzezeit war die gute bäuerliche Entwicklung durch eine große Völkerwanderung unterbrochen. Eisen wird erstmals zu Werkzeug und Schmuck verarbeitet. In der älteren Steinzeit sind wieder einige Jahrhunderte friedlicher Entwicklung möglich Die jüngere Steinzeit („La-Tène-Zeit": 400 v. Chr. – Chr. Geburt) bildet hingegen wieder einen Abschnitt größerer Auseinandersetzungen. Die Kelten dringen in den Raum ein (Funde: Silbermünzen, Goldmünzen in einem Topf, ein Grabstein mit Relief und Inschrift, weiters ein bronzezeitliches Brandgrab). Als Kaiser Augustus im Jahre 8 n. Chr. die Provinz Pannonien gründete, wurde das Burgenland von den Römern in Besitz genommen. Unter Tiberius (37 – 38 n. Chr.) gelangte ganz Pannonien unter römische Herrschaft. Die Parndorfer Platte und das Land um den Neusiedler See waren damals recht dünn besiedelt. Das Bauerntum erlebte eine „Wiedergeburt" nach der Unterdrückung durch die Kelten (Funde: ein Altarstein zu Ehren des Waldgottes Silvanus, Ziegelstücke, Mauersteine, ein Kindersarkophag mit Knochen und Glasbeigaben, Steinplattengräber, Münzen). Im Jahre 375 n. Chr. drangen die Quaden in das Gebiet ein und verwüsteten das Land. Danach übernahmen die Vandalen die unmittelbare Macht in Pannonien, ihnen wiederum folgten die Westgoten. 433 n. Chr. mußte der Feldherr Aetius die Provinz an Attila, den Hunnenkönig, abtreten. Als er 453 n. Chr. starb, wurden die Hunnen von den in Pannonien ansässigen Goten vernichtend geschlagen. Nach den Hunnen drangen die Langobarden ins Land, mußten es aber 568 beim Einbruch der asiatischen Awaren wieder verlassen. Deren Herrschaft dauerte zwei Jahrhunderte, während dieser Zeit soll sich das Handwerk, insbesondere die Goldschmiedekunst gut weiterentwickelt haben (Funde: Gräberfelder). Nach einer sowohl kulturellen als auch landwirtschaftlichen Blütezeit nach Gründung der karolingischen Ostmark gelangten die Magyaren 894 immer weiter nach Westen. Sie machten alle bisher geleisteten Aufbauarbeiten wieder zunichte. Erst 955 gelang es, ihnen eine entscheidende Niederlage zuzufügen. Der gesamte Raum der Parndorfer Platte litt schwer unter den kriegerischen Ereignissen, die sich bei jedem Herrschaftswechsel wiederholten. Deshalb siedelten die Ungarn gegen Ende des 11. Jahrhunderts bei Petschenegen, ein ursprünglich mongolische Reitervolk, als Grenzwächter auf der Parndorfer Platte an. Urkunden belegen, daß die Petschenegen noch um 1200 ansässig waren. 1642 erhielt Zurndorf das Marktrecht durch Ferdinand III., wobei es sich jedoch lediglich um eine Bestätigung des alten Marktrechtes handeln konnte, da die Gemeinde schon im Grundbuch von 1546 als „Markht" aufschien. Die Geschichte der Mühlen Die Altmühle Diese ehemalige Mühle bei Gattendorf wurde 1382 erstmals erwähnt. 1637 brannte diese nach über dreihundertjährigem Bestand ab, wurde jedoch nicht wieder aufgebaut. Die Riermühle Die Gattendorfer Leithamühle („Riermühle" nach der Familie Rier, die die Mühle um 1885 besaß) wurde nach dem zweiten Weltkrieg auf Turbinenbetrieb umgestellt. Heute betreibt der Eigentümer dort ein kleines Elektrizitätswerk. Die Albrechtsmühle 1661 wurde an der heutigen Kleinen Leitha die Albrechtsmühle (auch Reisingermühle) errichtet. Der Name geht auf Erzherzog Albrecht zurück. Die Mühle war bis 1960 in Betrieb und wird heute als Gastwirtschaft betrieben. Die Pamamühle Ebenfalls an der Kleinen Leitha befindet sich die Pamamühle, die 1938 nach einem Brand stillgelegt wurde. Die Esterházy'sche Mühle Der vermutliche Zeitpunkt der Erbauung liegt zwischen 1740 und 1745. Es gibt Gründe anzunehmen, daß die Mühle auf den Grundmauern einer um etwa 1600 erbauten errichtet wurde, dies ist jedoch nicht völlig gewiß. 1773 wurde das Mahlwerk und der Antrieb demontiert. Dies dürfte darin begründet gewesen sein, daß die Herrschaft hoffte, durch die Errichtung einer „Schweizerei" für den „Käsmacher" einen höheren Gewinn erzielen zu können, als durch den Mahlbetrieb. Die Götzmühle Diese Zurndorfer Mühle wurde 1773 anstelle der in Gattendorf stillgelegten Esterhàzy'schen Mühle errichtet. Dies führte zu Protesten der Kittseer Herrschaften, da man zu Recht annehmen konnte, daß die Pamaer Mühle durch die Änderung der Strömungsverhältnisse und Versandung des Pamaer Arms Schaden erleiden würde. Aller Einwände zum Trotz wurde die Mühle in einer Bauzeit von unter einem Jahr förmlich aus dem Boden gestampft und nahm alsbald ihren Betrieb auf. Heute befindet sich die Götzmühle in Privatbesitz. Dynamitfabrik Die Dynamitfabrik wurde 1887 von einem Herrn Schickherr errichtet. Dieser verkaufte sie an die Fa. Nobel, die in Preßburg, Csepel, sowie in St. Lamprecht Niederlassungen besaß. Das Zurndorfer Werk stellte drei Klassen von Dynamit und zwar den Einser-, Zweier- und Dreierdynamit her und zwar aus den Grundstoffen Glyzernioöl, Schwefelsäure, gemahlenen Salpeter und Zellulose. Die Einrichtung in den sogenannten Hütten bestand aus einem Tisch, zwei Stockerln, einer Stopfmaschine und aus Kisten, in welche die fertiggestellten Patronen eingelagert wurden. Die Arbeiten in den Hütten wurden von Frauen gemacht und zwar je Hütte zwei Frauen, die die Hülsen mit Pulver füllten (die „Stupferinnen" wurden diese genannt). Insgesamt wurden 59 Personen beschäftigt. Nach 25-jähriger ununterbrochener Dienstzeit bekamen die Arbeiter als Prämie eine goldenen Uhr mit einer Gravur. Die Tätigkeit in der Dynamitfabrik war stets gefährlich.1888 ging eine der Patronenhütten in die Luft, wobei 3 Arbeiterinnen ums Leben kamen. Auch in den Jahren 1902 und 1905 soll es Explosionen gegeben haben, die große Schäden verursachten. Im Jahre 1921 wurde die Fabrik nach Csepel (Ungarn) verlegt. Heute: Die Zurndorfer Dynamitfabrik befindet sich heute im Privatbesitz der Familie Hoch. Seit dem Jahr 2006 wird das Gebäude renoviert.

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