Sicherheitstipp Sicheres Vorarlberg - Lebenswert älter werden
Der Gesundheitszustand der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verbessert. Viele Menschen wünschen sich, bis ins hohe Alter mobil und vor allem selbstbestimmt zu bleiben.
Die meisten Stürze passieren zuhause!
Statistisch gesehen stürzt jede dritte Person über 65 Jahre mindestens einmal pro Jahr.1) Die häufigste Verletzung bei den über 75-Jährigen stellt der Oberschenkelhalsbruch dar (in Vorarlberg ca. 600 Fälle pro Jahr)2). Fast 50 Prozent aller Stürze passieren daheim. Mario Amann, Geschäftsführer von Sicheres Vorarlberg betont: „So ein Erlebnis bringt immer eine große Unsicherheit mit sich, denn nicht nur Knochen können brechen, sondern auch das Selbstbewusstsein. Diese Unsicherheit, vor allem aber die gesundheitlichen Folgen (oft ist eine dauerhafte Pflege von Nöten), sind für die Betroffenen äußerst belastend, keinesfalls aber ein Schicksal, das so akzeptiert werden muss.“
Individuelle Sturzprävention
Die Ursachen für Stürze sind sehr unterschiedlich – daher wirken Maßnahmen am besten, wenn sie an die persönlichen Bedürfnisse und körperlichen Voraussetzungen angepasst sind. Ob Bewegungsgruppe, Einzelbetreuung oder Training im Alltag: Jede Person sollte die für sich passende Form wählen.
Was passt für mich am besten?
Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, um die individuell passende Lösung im Bereich der Sturzprävention zu definieren. Letztendlich ist es bedeutsam, dass Jeder und Jede für sich herausfindet, ob er/sie sich beispielsweise in einer Bewegungsgruppe wohlfühlt oder sich lieber von einer Fachperson individuell begleiten lässt. Auch ob man gezielt normale Alltagssituationen als Training nutzen möchte, ob man alle Stolperfallen beseitigen oder diese doch ganz bewusst ins Training mit einbauen möchte, bleibt einem selbst überlassen.
Sicheres Vorarlberg hat einige Tipps zusammengefasst, um den Alltag möglichst unfallfrei und lebenswert zu gestalten:
Regelmäßige Bewegung: Kraft, Gleichgewicht und Beweglichkeit fördern Sicherheit im Alltag.
Sichere Wohnumgebung: Stolperfallen beseitigen und Räume gut beleuchten.
Hilfsmittel richtig nutzen: Gehstock, Rollator & Co. können Sicherheit erhöhen. Auch der Umgang damit will gelernt sein.
Ausgewogene Ernährung: Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und ausreichend Wasser sind wichtig für Muskeln, Konzentration und Leistungsfähigkeit.
Mit allen Sinnen: Die regelmäßige Nutzung aller Sinnesorgane und kognitiver Fähigkeiten ist wichtig, damit Unachtsamkeiten reduziert und somit Stürze vermieden werden können.
Noch mehr Tipps zur Umsetzung für ein selbstbestimmtes Älterwerden gibt es in der Broschüre LEBENSWERT ÄLTER WERDEN. Diese steht unter sicheresvorarlberg.at zum Download zur Verfügung oder ist als gedruckte Version unter info@sicheresvorarlberg.at bestellbar.
Unser Tipp: Sicheres Vorarlberg bietet auf Anfrage diverse Vorträge zum Thema Sturzprävention an. Alle Informationen dazu finden Sie auf unserer Website. Bei Fragen steht Frau Sandra König
(E sandra.koenig@sicheresvorarlberg.at, T 05576 941 41-12) gerne zur Verfügung.