Stellungnahme zur Information über den sparsamen Umgang mit Trinkwasser
Liebe Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger,
die Aussendung zum Thema Wassernutzung hat zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Dafür bedanken wir uns, denn das zeigt, dass das Thema viele Menschen bewegt.
Uns ist wichtig klarzustellen, dass es sich bei der Mitteilung um kein Verbot und keine Einschränkung handelt, sondern um eine Bitte zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unserem Trinkwasser. Ziel der Information war es, auf die zunehmenden Herausforderungen durch längere Trockenperioden, hohe Temperaturen und sinkende Grundwasserstände aufmerksam zu machen.
Die öffentliche Wasserversorgung zählt zu den wichtigsten Aufgaben einer Gemeinde. Damit auch in Zukunft ausreichend Trinkwasser in bester Qualität für Haushalte, Landwirtschaft, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen zur Verfügung steht, müssen Entwicklungen frühzeitig erkannt und berücksichtigt werden.
Selbstverständlich bezahlt jeder Haushalt für seinen Wasserverbrauch. Dennoch bleibt Trinkwasser eine wertvolle Ressource, mit der wir gemeinsam sorgsam umgehen sollten. Besonders bei der Gartenbewässerung kann vielfach auf gesammeltes Regenwasser zurückgegriffen werden, wodurch hochwertiges Trinkwasser geschont wird.
Zu einigen in den sozialen Medien geäußerten Punkten möchten wir ergänzend Stellung nehmen:
Die Nutzung von hauseigenen Brunnen zur Gartenbewässerung ist selbstverständlich weiterhin möglich. Der Anschluss an die Ortswasserleitung hat daran nichts geändert. Allerdings ist festzustellen, dass auch bei vielen privaten Brunnen die Wasserstände aufgrund der anhaltenden Trockenheit zurückgehen und teilweise deutlich weniger Wasser zur Verfügung steht.
Auch die Bewässerung des Sportplatzes erfolgt nicht über die Ortswasserleitung. Hierfür wird gesammeltes Regenwasser aus dem vorhandenen Retentionsbecken verwendet. Somit entsteht für die Ortswasserversorgung keine zusätzliche Belastung.
Zu den anonymen Anrufen und Beschwerden im Zusammenhang mit der Wasserversorgung des Festivals Woodstock der Blasmusik möchten wir ebenfalls klarstellen, dass der Veranstalter über eine eigene Wasserversorgung verfügt und die Veranstaltung damit zu rund 80 Prozent selbst versorgen kann. Lediglich ein vergleichsweiser geringer Anteil wird über die Ortswasserversorgung von St. Martin im Innkreis bereitgestellt. Dieser Bedarf ist bei der Planung berücksichtigt und kann durch die bestehende Ortswasseranlage problemlos abgedeckt werden.
Wir bitten daher um eine sachliche Diskussion und einen respektvollen Umgang miteinander. Das Thema Wasserversorgung betrifft uns alle und lässt sich am besten durch Fakten, gegenseitiges Verständnis und gemeinsames Verantwortungsbewusstsein behandeln.
Die Gemeinde verfolgt mit dieser Information keinen anderen Zweck als die langfristige Sicherung unserer Wasserversorgung. Wir möchten weder bevormunden noch unnötige Sorgen erzeugen. Vielmehr setzen wir auf Eigenverantwortung, gegenseitiges Verständnis und die Solidarität innerhalb unserer Gemeinschaft.
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung.