Mit der feierlichen Eröffnung des Pflegestützpunkts Unterkohlstätten setzt das Burgenland einen weiteren wichtigen Schritt in der Umsetzung seiner umfassenden Pflegereform. Soziallandesrat Leonhard Schneemann betonte bei der Eröffnung die Bedeutung dieses neuen Standorts als Teil eines zukunftsweisenden Gesamtsystems: „Heute stehen wir am Ende eines strukturierten Prozesses und zugleich am Anfang eines neuen Kapitels in der Pflege und Betreuung im Burgenland“, so Schneemann. Ausgangspunkt sei eine klare politische Entscheidung gewesen, das Pflegesystem grundlegend neu zu organisieren. „Unser Ziel ist es, bestehende Brüche zu beseitigen, Zuständigkeiten zu klären und die Versorgung für die Menschen einfacher und verlässlicher zu gestalten“, so Schneemann.Mit der Einführung von 28 Pflegeregionen und insgesamt 71 Pflegestützpunkten entsteht im gesamten Burgenland ein flächendeckendes Netz an wohnortnahen Angeboten. Pro Region übernimmt künftig ein verantwortlicher Träger die Organisation der nicht-stationären Pflegeleistungen. „Wir setzen bewusst auf eine klare Struktur: Versorgung aus einer Hand, abgestimmt und koordiniert. Damit schaffen wir Sicherheit für die Menschen“, erklärte Schneemann. Umfassendes Angebot unter einem Dach Der neue Pflegestützpunkt Unterkohlstätten bündelt zentrale Leistungen der Pflege und Betreuung:Mobile Pflege und Betreuung, die direkt im Zuhause der Menschen stattfindetTagesbetreuung, die soziale Teilhabe stärkt und Angehörige entlastetBetreute Wohnformen, als Alternative zwischen eigenem Zuhause und PflegeheimPflege- und Sozialberatung, die Orientierung und Unterstützung im System bietet Durch die Kombination dieser Angebote entsteht ein flexibles und bedarfsgerechtes Versorgungssystem. Gemeinnützigkeit und Leistbarkeit im Fokus Ein zentrales Prinzip der burgenländischen Pflegereform ist die Gemeinnützigkeit. „Pflege ist für uns Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Öffentliche Mittel fließen in die Versorgung der Menschen, nicht in Gewinne“, so Schneemann. Die Finanzierung erfolgt durch eine Kombination aus öffentlicher Infrastrukturfinanzierung durch das Land und sozial gestaffelten Beiträgen für die laufenden Leistungen. Ziel sei es, Pflege langfristig leistbar und zugänglich zu halten. Starker Partner vor Ort Als Trägerorganisation übernimmt die Diakonie die Verantwortung für den Pflegestützpunkt. Schneemann hob die langjährige Erfahrung und Verlässlichkeit der Organisation hervor: „Die Diakonie steht für Qualität und Kontinuität und wird dieses neue Angebot mit Leben erfüllen.“ Auch Bürgermeister Christian Pinzker unterstrich die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde und die gesamte Region. Der Landesrat dankte allen, die zur Umsetzung beigetragen haben, vom Land Burgenland über die Projektpartner bis hin zur Gemeinde Unterkohlstätten: „Solche Projekte zeigen, was möglich ist, wenn alle Ebenen gemeinsam an einem Ziel arbeiten.“Blick in die Zukunft Der Pflegestützpunkt Unterkohlstätten ist Teil eines landesweiten Ausbaus. Schritt für Schritt entsteht ein modernes, tragfähiges Pflegesystem für das gesamte Burgenland. „Der heutige Tag ist mehr als eine Eröffnung. Er markiert den Beginn einer neuen Ära in der Pflege und Betreuung“, betonte Schneemann abschließend. „Mein Wunsch ist, dass dieser Pflegestützpunkt ein offenes Haus wird, ein Ort der Begegnung, der Unterstützung und der Lebensqualität für die Menschen in dieser Region.“
Innere Uhren. Ihre Bedeutung und wie man sie in Takt hält!
Vortrag von Univ.-Prof.in Dr.in Kristin Teßmar-Raible im Vereinshaus Günseck!
Jeder von uns trägt eine Uhr in sich – ganz ohne Display, ganz ohne Batterie. Unsere innere Uhr steuert, wann wir müde werden, wann wir wach sind, wann wir konzentriert arbeiten können und wann unser Körper Erholung braucht. Sie beeinflusst Schlaf, Hormone, Hunger, Stimmung – kurz gesagt: unseren gesamten Alltag.
Doch diese Uhr ist empfindlich. Schichtarbeit, spätes Bildschirmlicht, unregelmäßige Schlafzeiten oder Stress können sie aus dem Takt bringen. Und wenn das passiert, merken wir es schnell: Wir fühlen uns müde, unkonzentriert, gereizt oder einfach „nicht im Rhythmus“.
Die gute Nachricht: Wir können unsere innere Uhr unterstützen.
Ein paar einfache Gewohnheiten helfen enorm:
Licht am Morgen: Tageslicht ist der stärkste Taktgeber. Schon ein kurzer Spaziergang am Vormittag wirkt Wunder.
Regelmäßige Schlafzeiten: Möglichst jeden Tag zur ähnlichen Zeit schlafen gehen und aufstehen – auch am Wochenende.
Bewegung und Mahlzeiten im Rhythmus: Unser Körper liebt Routine.
Abends Ruhe statt Bildschirmflimmern: Weniger blaues Licht, mehr Entspannung.
Wenn wir im Takt mit unserer inneren Uhr leben, gewinnen wir Energie, Klarheit und Wohlbefinden. Es ist, als würden Körper und Geist wieder im selben Orchester spielen – im richtigen Tempo.
Hören wir also öfter auf diese leise, aber kluge Uhr in uns.